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  Mathias
  Strassenpolizist
  Trsp RS 286 03 Wangen a. A.
   
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Woche 1
 
   

Montag
Nachdem wir unserem Zug zugewiesen wurden, lernten wir sofort, was man im Militär zuerst lernt.... zu warten . Nachdem wir diese Zeit mit Gradlehre überbrückt hatten, verschoben wir in unser neues Daheim für die nächsten 15 Wochen, die sich direkt an der Aare befindende Kaserne der Verkehrssoldaten. Nach Bezug der Zimmer begaben wir uns mit den montierten Kampfstiefel ins Zeughaus hinter der Rettungstruppenkaserne und fassten nach langem Warten den ersten Teil unserer Ausrüstung. Zwischen den verschiedenen Programmpunkten wurden wieder und wieder das Ab-, Anmelden und die Gradlehre repetiert. Ausserdem hatten wir vor Lilö noch das Vergnügen, eine Stunde in Stellung Ruhen vor dem Bett zu stehen, da soweit ich weiss ein Problem mit dem Rekrutenbestand vorhanden war .

Dienstag
Nach ungefähr 4h Schlaf war schon Tagwache, dies wird ab nächste Woche dank der Fahrschule nicht mehr möglich sein (Mindestruhezeit 6h). Ein weiterer Teil der Ausrüstung wurde gefasst, unter anderem auch das Stgw 90. Nach dem Mittagessen durften wir einen langen Nachmittag im Theorieraum verbringen .

Mittwoch
Am Morgen wurden wir mit dem Sturmgewehr vertraut gemacht, verschiedene NGST Lektionen fanden statt. Alles was man sich im Jungschützenkurs oder sonst wo autodidaktisch beigebracht hatte, musste man sich ganz schnell aus dem Kopf schlagen, denn die vom Militär wissen, dass man den Verschluss nur mit der flachen Hand nach hinten ziehen kann etc....
Soweit ich mich erinnern kann, ging der ganze Nachmittag für die sanitarische Eintrittsmusterung drauf.
Jeder freut sich auf Morgen, denn dann werden sämtliche Fahrzeuge gefasst und der erste Ausgang steht bevor!!!

Donnerstag
Beim besten Willen kann ich mich nur noch an wenige Programmpunkte dieses Tages erinnern, da ich, wie jeder auch, natürlich nur auf die Fassung der Fahrzeuge konzentriert war! Per LKW verschoben wir ins AMP Burgdorf, um die BMWs zu fassen. Wie viele verliebte auch ich mich sofort in diese Dinger!!!!! Ich kann den nächsten Dienstag kaum erwarten, nach Programm soll dann die erste Fahrschule stattfinden. Zwischen der Inventar- und Funktionskontrolle fand noch eine kurze Beurteilung der Grussfertigkeiten der Rekruten durch den Kadi statt. Nach einem meiner Meinung nach improvisierten (jedoch gelungenen) Mittagessen zurück in der Kaserne Wangen verschoben wir zu Fuss in den Wagenpark, um die Puchs, Sprinter und die VWs zu fassen.
Endlich stand der erste Ausgang auf dem Programm, jedoch verkürzte sich dieser von 2h noch um ungefähr eine Halbstunde, da der Feldweibel mit unseren Zimmer nicht zufrieden war (und es sichtlich genoss, uns nochmals zurückzuschicken....). Aber da muss man wohl cool bleiben....

Freitag
Für Freitag stand unter anderem die Fassung der letzten Ausrüstungsgegenstände auf dem Programm, darunter der Ausgänger und die Schuma. Zwischen Verschiebung zum Zeughaus und Fassung fand noch der angekündigte Gradlehre-Test, sowie ein erster Teil Zugschule statt . Seitdem weiss wohl jeder des Zugs, warum diese keiner der Freunde, die die RS schon hinter sich haben, ausstehen können...
Am Nachmittag waren erneut NGST Lektionen auf dem Programm, ausserdem bereiteten wir uns auf dem Chleihölzli auf das erste Schiessen am nächsten Freitag vor. Kaum zurück in der Kaserne, durften wir uns sofort wieder parat machen für den 5km Marsch, der wohl für keinen der Rekruten irgendwelche Probleme bereitete, auch wenn er nach der Meinung vieler Kameraden definitiv mehr als 5km war.... wie auch immer. Als sich jeder schon für Lilö bereit machen wollte, kam der plötzliche Befehl, alles Material (jeder der die RS hinter sich hat, weiss wie viel das ist!!!) vom Zimmer auf den Kasernenhof zu tragen . Der Grund lag darin, dass schon relativ viele Rekruten in der 1. Woche entweder heim gingen oder umgeteilt wurden und nun die Zimmereinteilung nicht mehr ok war (da Leute in denselben Zimmer waren, die in andere Züge umgeteilt wurden). Nach einer halben Stunde warten konnten wir das ganze Zeugs in unsere neuen Zimmer tragen und wegen Zeitmangels vieles nur noch in den Spint werfen, um auch bereit zu sein bei Lilö. Auch hier galt natürlich wieder das Motto:

 
Woche 2
 

Diese Woche war definitif viel angenehmer als die letzte! Da ich mich fast nur auf die Puch- und BMW-Fahrschule konzentrierte, kann ich mich jedoch beim besten Willen nicht mehr an alle anderen Programmpunkte erinnern.

Montag
Der Montag war sozusagen der totale Theorietag, unter anderem über die Aufgaben des Verkehrssoldats und den Weg zu deren Erfüllung. Nach langen Theorielektionen konnten wir trotzdem noch an die frische Luft, um das Gelernte anzuwenden. Wir hatten das Vergnügen, ein Teil des Tenü Weiss anzuziehen (TAZ mit Leuchtgamaschen, oranges Leuchtgwändli) und Kreuzungen abzeichnen zu können, die für eine Verschiebung möglicherweise Probleme bereiten könnten.... langweiliger Tag, jedoch nötig.

Dienstag
Dieser Tag war natürlich der absolut Beste der ganzen Woche!! Den ganzen Tag die 650er fahren war geil, auch ich, kaum einmal mit einem geschalteten Motorrad gefahren, hatte das schnell drin und dann hiess es: FUN!!! Auch bei Einhaltung der erlaubten Geschwindigkeit macht es mit diesem Ding eine Heidenfreude, zu fahren (ein überhöhtes Tempo ist im Militär sowieso nie die daraus resultierenden Probleme wert....)
Natürlich blieben wir nicht den ganzen Tag auf der Strasse, der Töff eignet sich auch suuper für Berg- und Talfahrten, Kiesfahrten etc.

Mittwoch
Dieser Tag war schon weniger lustig...... Fit-Check.... Blödsinn.... gut... wie auch immer, Motto:
12min-Lauf, 1min Liegen, 1min Rumpfbeugen, Beweglichkeitstest (das wohl schmerzhafteste von allem...)
Keine Ahnung was wir am Nachmittag gemacht haben.... auf jeden Fall kam am Abend das Auseinandernehmen und Putzen des Gewehres dran. Glücklicherweise konnte ich das schon... deshalb auch minimale Hirnarbeit an diesem Abend .Deshalb wohl auch das viele laute Geschwätz in unserem Zimmer, dem wir verdanken, dass wir schätzungsweise 30min nach Lilö wieder geweckt wurden und uns in den TAZ zwägen durften um noch ein bisschen laufen zu gehen und 3 Liegen zu machen (angefangen bei 0.1 ). Was gibt es Schöneres als ein kleiner Figg zu später Stunde?!?

Donnerstag
Am Morgen stand das erste Schiessen auf dem Programm, deswegen auch das Putzen und Ausstossen am Vortag. Nach vielen Instruktionen, Lektionen über Über- und Vorbeischiessen von Kameraden im Kriegsfall und einer NGST-Inspektion eines Oberleutnants (mal schauen ob ich die erfüllt habe....) war es endlich soweit: 9 Schuss auf 30m. Natürlich musste gerade mal ein Rekrut unseres Zugs die 3er Automatik ausprobieren . Das Schiessen allgemein war ok, jedoch nichts überwältigendes.
Am Nachmittag mussten wir uns noch mit CUA herumschlagen (Computerunterstützte Ausbildung) sowie einiges über ACSD lernen.
Für zwei von unserem Zimmer war der Tag nach Lilö noch nicht zu Ende, Grund: Kandidat Nr.1 sprach den Korporal anstatt mit Korporal mit seinem Nachnahmen an, Kandidat Nr.2 vergass sein Gewehr im Kasernenhof. Strafe: Nr.1 durfte erneut laufen und Liegen machen, soweit ich gehört habe aber im grösseren Rahmen als am Tag zuvor. Nr.2 durfte abgesehen davon noch jeder Bestandteil des Gewehres einzeln rennend von Punkt A zu Punkt B tragen um es dort wieder zusammenzusetzen.

Freitag
Am Freitag fand die Fahrschule der Kategorie II statt. Ein Halbtag lang wurden Manöver mit dem Puch und Anhänger ausgeführt, den anderen Halbtag lang konnten wir zu zweit eine kleine Spritztour, d.h. ein Rundkurs vom Waffenplatz Chleihölzli über Wangen - Solothurn - Wangen machen. Friedlich, diese Puchs....

Mal gucken was mich die nächste Woche erwartet....

 
Woche 3
 

Montag
Der ganze Tag war Kollektivfahrschule Kat. I angesagt, das heisst wir konnten wieder 7,5 Std lang durch die Region heizen!!

Dienstag
Am Dienstag war eine Inspektion des Schulkommandanten angesagt, in der unsere Kompanie soweit ich es mitbekommen habe nicht gerade brillierte.... Jedoch wird auch gemunkelt das das Mat Mag uns das eingebrockt hat!
Weiter war noch Schiessen in der KD Box, sowie ein San D Block und CUA angesagt.

Mittwoch
Ich kann mich beim besten Willen nur noch an das grässlichste an diesem Tag erinnern: Zugschule natürlich unglaublich schön bei solchem Rekordwetter...

Donnerstag
Erneut durften wir Zugschule üben, so schön... man glaubts kaum, aber schon früh am Morgen bevor die wärmenden Sonnenstrahlen den Asphaltboden heizen, kann man schon schön schwitzen...
Als der Boden dann schön geheizt war, verschoben wir in den Verkehrsgarten, wo man uns eine Einleitung in Verkehrsleiten gab, war aber noch spassig, zugegebenerweise....

 
Woche 4
 

Montag
Nachdem wir ins Chleihölzli verschoben hatten, erwarteten uns dort die drei Pösten 300-Meter schiessen, NGST und San D. Nach dem Mittagessen gab es dann die Zugschule-Inspektion, auf die wir so zugearbeitet hatten! Natürlich etwas herrliches bei solch sonnigem Wetter Wie auch immer, unser Zug schloss mit einem gut-sehr gut als bester ab!!! (war ja klar, hehe...)
Anschliessend ging es weiter mit dem Vrk D im Verkehrsgarten, diesmal noch ein bisschen wärmer als letzte Woche (Tenu Clown wärmte wieder mal...)
Als letzter Programmpunkt kam darauf noch der Bananengastest, der die Dichtheit unserer Schuma zeigen sollte. Wichtig, denn Morgen sollte der berüchtigte Tränengastest stattfinden....

Dienstag
Es war soweit, nach einem Marsch im C-Vollschutz ins Übungsdorf der Rettungstruppen durften wir unsere Schuma in einem Raum gegen Tränengas einsetzen, meine war dicht.... Nun ja, nachher hatte man die Möglichkeit, den Raum noch einmal ohne Schutzmaske zu betreten, auch ich weiss jetzt, wie es sich anfühlt, Tränengas einzuatmen, wie die Tränen fliessen, die Nase fliesst, die Haut brennt... hab sogar ne Schockolade gewonnen!
Am selben Tag fand auch noch ein Block CUA und ein Block San D statt.
Zwei unseres Zuges hatten ausserdem das Vergnügen, mitten in der Nacht den halben Kasernenplatz zu wischen.... was ein in den Friedhof geworfener Kaugummi nicht alles ausrichten kann...

Mittwoch
Die Hälfte des Tages verbrachten wir wieder einmal im Theoriesaal... gar nicht mein Ding.... jedoch lernten wir viel Wissenswertes über das Führen eines mil. Motfz, jedenfalls diejenigen, die nicht einnickten....
Der Nachmittag war jedoch meines Erachtens viiiiel schlimmer....: WPD (Wochenparkdienst) der Puchs, VWs.
Als Dank, dass wir schneller fertig waren als geplant, durften wir trotz der guten Inspektionsresultate noch ein bisschen Zugschule üben... das klappte jedoch auch schon besser.... warum wohl? Anschiss?

Donnerstag
Der Mittwoch war jedoch schnell vergessen, denn am Donnerstag war Fahrschule Kat. II angesagt!!! Während der ersten Tageshälfte konnten wir ein paar Touren mit dem Puchs, den VW-Bussen und manche auch mit einem Sprinter machen , am Nachmittag kam dann das Manöverieren dran, denn am nächsten Dienstag wird die Puch-Prüfung mit Anhänger stattfinden! So übten wir noch ein paar Stunden das Rückwärtsparkieren und -spurwechseln mit Anhänger. Hoffentlich wird das klappen... es sah auf jeden Fall nicht schlecht aus...

Freitag
Noch einiges geiler als der Donnerstag war der Freitag!!! Kollektivfahrschule Kat. I!!! Wieder mit den BMWs heizen!! Soweit ich mich erinnern kann machten wir eine Tour von Burgdorf über Balsthal nach Bubendorf und zurück. Speziell die Autobahn und die Passstrassen waren wieder mal der absolute Hammer!!! Inzwischen hört man immer öfter die Pedale in den Kurven kratzen und sieht mehr und mehr abgewetzte Schuhe am Abend!! ... geil!!! Die zweite Hälfte des Tages stand noch der Manöverparcours sowie Soziusfahren, Berganfahren etc. auf dem Programm. Definitiv der beste Tag! Der einzige grosse Negativpunkt war, dass man wortwörlich schmolz in diesen Töffkombis.... das war das erste Mal, dass wir sie anziehen mussten.... dabei noch über die TAZ-Hosen!!! Diesbezüglich hab ich schon schöneres erlebt....

 
Woche 5
 

Montag
Gerade am Montag morgen waren wieder mal die 3 Posten 300m Schiessen, San D und NGST (Störungsbehebungen) angesagt. hat mir auch schon mal mehr Spass gemacht....
Nach dem Mittagessen hatten wir das erste Mal einen Echteinsatz in Vrk D, wir konnten dabei auf drei Kreuzungen in Wangen stehen und unsere Winkkünste unter Beweis stellen Vor dem Einrücken in die RS dachte ich, das würde das wohl nervendste werden, machte aber erstaunlicherweise verdammt viel Spass!!!
Leider war der Tag noch nicht zu Ende nachher, noch eine öde Theorielektion über den Starkstrohmbefehl, die Geheimhaltung und die Papierführung erwartete uns... gäääähn...
Für mich war der Tag übrigens noch ein bisschen später zu Ende als für die übrigen Rekruten (die meisten zumindest...). Ich durfte in der Nacht noch mit Gewehreinzelteilen von Punkt A zu Punkt B rennen und das Ding wieder zusammensetzen..... das nervendste war aber eher, den TAZ und die Stiefel wieder anzuziehen, nicht die Strafe ansich. Der Grund für diese kleine Nacht- und Nebelaktion war, dass ich den Verschluss im Gewehr vergass..... hoppla...

Dienstag
Am Dienstag übten wir den Einbahnverkehr und die Umleitung und hatten eine erste Einführung in das Funkgerät SE-135 und schon war der Tag vorbei....

Mittwoch
Gerade am Morgen hatten wir eine der beliebten Mat Kontrollen des PA-Materials, zum Glück fehlte bei mir nichts.... Anschliessend war der verhasste Wochenparkdienst (WPD) an den Fahrzeugen dran, jedoch wars diesmal gar nicht so schlimm.... Am Abend durften wir noch ein bisschen Zugschule üben, ein paar neue Moves waren auf dem Programm, etwa samba und gorilla.... hab jedoch nicht alles davon mitbekommen, da ich Fassmanschaft war und in die Küche durfte. Lustige Sache, in der Küche zu schuften... vor allem mit den netten Russen, die so gerne mitarbeiten....
Nach dem Küchendienst war noch ein kleiner Test über die Betriebsstoffe angesagt. Da wird es wahrscheinlich noch ein paar NEF-Überraschungen geben, auch ich stelle an dieser Stelle am besten keine Prognose über meine Resultate auf..... ist wohl besser so....

Donnerstag
Zum Do gibts nicht viel zu sagen: Vrk D. Geiler Tag!!! Der ganze Tag auf diversen Kreuzungen in Burgdorf stehen war echt fun, auch wenn mans nach 15min in den Armen spürte!! Und definitiv war auch mehr Action als in Wangen.

Freitag
Neben relativ öden Sachen wie Radwechseln und Winterkettenmontage war auch noch der Manövertest mit dem Puch mit Anhänger angesagt. Obwohl ich meiner Art entsprechend zuerst nicht zu zuversichtlich war, muss ich sagen dass es im nachhinein eine recht simple Sache war: An eine Rampe fahren, Spur wechseln, 30m rückwärtsfahren. Jetzt erwarten uns noch irgendwann folgende Prüfungen: CUA (Theorie), Fahren im Verkehr (Kat I und II), sowie eine kleine technische Prüfung.
Am Abend erwartete uns DER HAMMER!!! 1h Schwimmbad War geil, hat mich aber mehr fertig gemacht als alles andere in den fünf Wochen RS..... irgendwas läuft da falsch... hehe...

Mal schauen was mich nächste Woche erwartet, auf jeden Fall werde ich für die Zugsani-Ausbildung eine Woche vom Zug weg sein, es wird aber sicher eine Super-Woche ! Nur schade dass ich deswegen erst später für den Schleuderkurs auf Veltheim gehen kann, mein Zug geht genau während der Spezialausbildung . Neben den Zugsanis werden auch die Gefechtsordonnanzen ihre Spezialausbildung in dieser Woche haben.

 
Woche 6 (Zugsanitäterausbildung)
 

Montag - Freitag
Wie schon im Bericht der letzten Woche erwähnt bekam ich die Möglichkeit, zum ZSan ausgebildet zu werden. Dies während der ganzen 6. Woche. Deswegen verpasste ich leider auch Dinge wie Fahrtrainging Kat I (Mtrd) in Veltheim und diverses umherfüseln (kein Witz, ich mag das!!!).....
Trotzdem war die Woche natürlich sehr lehrreich und nützlich, es wurden Themen erlernt bzw. vertieft wie z.B.: GABI; Beatmung, Herzmassage; Verbandslehre; Psychische Kampfreaktionen. Am Donnerstag Morgen war der Prüfungstermin zum Zugsanitäter . Er bestand aus in der Theorie aus einem allgemeinen Teil über Sanität (GABI etc.) und einem CPR-Teil (Beatmung, Herzmassage), sowie aus einem praktischen Teil im GABI und in CPR. Leider reichte es bei mir nicht für ein Leistungsabtreten...
Von Donnerstag Nachmittag bis Freitag Mittag hatten wir den Auftrag, ein Verwundetennest (Vdtn) zu erbauen, dies in einem zerstörten Haus im Übungsdorf der Rettungstruppen. Das ganze machte echt Spass, man konnte dies auch an den Resultaten der Inspektoren sehen: Alle 3 ZSan Gruppen schlossen mit einem Sehr Gut ab. Da ich am Sonntag schon wieder am Morgen einrückte um einen Sportwettbewerb um Burgdorf zu unterstützen, konnte ich am Freitag nach dem Mittagessen nach Hause.... auch ohne Leistungsabtreten...!!!

 
Woche 7
 
Montag
Erst zurück beim Zug war schon eine Zuginspektion in Schiessen KD, San D sowie ACSD angesagt... super, was da geschossen werden musste hatten die Gef Ord und die Z San natürlich verpasst! Trotzdem gab soweit ich weiss keine grössere Probleme, auf jeden Fall schnitt der Zug genügend-gut ab. Im Nachhinein muss ich sagen, Doubletten kniend und stehend schiessen war Fun!
Nach dem praktischen Teil gab es anschliessend einen Theorietest in ACSD...hoppla, mal schauen wie das kam...
Am Nachmittag war noch Auftstellen des Funksystems SE-235 angesagt. Dies mit irgendwelchen 8m Antennen oder so.... Spass wars auf jeden Fall überhaupt nicht....

Dienstag
Da sah der Dienstag geiler aus! Den halben Tag mit dem Mtrd herumcruisen, die andere Hälfte nachholen des Veltheim Fahrtrainings, das eigentlich letzte Woche hätte stattfinden sollen!!!
So macht Militär Spass (auch wenn gemunkelt wird, dass man zuhause beim Socken sortieren mehr lernt als in Veltheim, zumindest mit Kat I...)!

Mittwoch
Am Mittwoch wurden wir mit dem Sporttest überrascht... Wieder mal Sport treiben à la Aushebung nach Armee 95, d.h. mit allen 5 Disziplinen, wie auch immer.... auf jeden Fall: Jipppiiiieee!! Wieder an einem Freitag nachhause gehen (Ich nehme auf jeden Fall an, die Sportauszeichnung gibt ein Leistungsabtreten.... es wurde uns nicht zu 100% bestätigt!!!! )
Nachher fand noch eine Theorie (oder Werbung?!?!) über das Grenzwachtkorps (GWK) statt. Wenns Werbung war: Vor allem das Filmchen fuhr nicht im geringsten ein.... hat mich eher abgetörnt...wenn ich mal wach war...

Donnerstag
Das war wieder einmal ein Hammertag! Da am nächsten Montag/Dienstag eine Verschiebung der Pz RS 222 stattfinden soll, mussten wir den ganzen Tag durch entweder auf den Mtrd hocken oder Detailskizzen von Kreuzungen machen. Hört sich sicher nicht so gut an wies war! Früh am Morgen verschob unsere Gruppe selbstständig von Wangen a.A. nach Kerzers (wobei einer in Flamatt, einer in Fribourg, einer in Romont landete...). Derjenige von Romont wurde darauf direkt abgeschrieben und einer anderen Gruppe zugeordnet (Romont liegt wie ich gehört habe ca. 1,5 Std von Kerzers entfernt!). Die Erkundungsstrecke zog sich von Kerzers über Ins, Esavayer-le-lac bis nach Payerne. Nachdem wir mit diesem Abschnitt fertig waren und eine andere Gruppe bis Moudon unterstützt hatten, verschoben wir nach Thun, wo unsere Ergebnisse präsentiert wurden. Nach selbständiger Zurückverschiebung nach Wangen (für mich: nach langer Zeit im Stau.....) und dem TPD (Tagesparkdienst) am Mtrd war der Tag abgeschlossen.

Freitag
Eine 3stündige Theorie über den Berrm (Bereitschaftsraum) war angesagt....
Als dies überstanden war, hatte ich mit dem anderen Z San die Puchprüfung mit Anhänger, jetz dürfen wir endlich auch allein herumfahren, nebeinbei verpassten wir deswegen noch die Zugschule!
Der Rest vom Tag war vom langweiligsten..... Erstellung eines Berrm + eine Telefonleitung an der Aarebrücke über den Fluss. Natürlich wurde die spassige Variante unter der Brücke durch, d.h. beweisen der Kletter- bzw. Schwimmkünste, hehe nicht erlaubt.....schliesslich sind wir ja auch in einem Blauringlager....
Egal, man hatte ja ein Ziel vor Augen.... und ich meine jetzt sicher nicht die Erstellung des Berrm.... sondern das Wochenende!!!

 
Woche 8
 
Montag
Nun, heute war der erste Teil die Pz-Verschiebung der RS 222 angesagt, für die wir am letzten Donnerstag erkundeten. Der Abschnitt von Thun aus über Gampelen nach Estavayer-le-lac wurde von den 10 Leos gefahren. Der Tag war eigentlich relativ easy, abgesehen davon dass jeder seine paar Stunden an der Kreuzung wartete, bis die Panzer endlich eintrudelten . Jedoch hatten wir es umso schöner, als sie vorbei waren, wir verschoben mit den BMWs selbsständig zum Treffpunkt. Es wird gemunkelt, dass viele dabei nicht die schnellste, sondern die kurvenreichste Route wählten, hehe....

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich mich am letzten Donnerstag über denjenigen amüsierte, der nach sich nach Romont verirrt hatte..... naja.... dafür fand ich den Weg relativ lange nicht mehr von Payerne nach Wangen a.A..... peinlich.... ich war noch ca. ne Stunde länger unterwegs als alle anderen, auch wenn man sich auf dieser Strecke kaum verfahren kann. Ich war wohl ein wenig , hehe...

Dienstag
Der zweite Abschnitt (Estavayer - Moudon - Grolley) fand statt. Diesmal wurden wir jedoch mit den Sprintern transportiert, d.h. nix Brummbrumm mit den Töfflein... jedoch hatte ich nach der verlängerten Töfffahrt am Montag sowieso die Nase voll davon.

Mittwoch
Am Mittwoch unternahmen wir relativ wenig (oder ich kann mich nicht an mehr erinnern.... auch möglich ) Nämlich: Ich war Teil des Kamikazedetachements Rep Motorräder nach Burgdorf verschieben (meist jedoch nur Bagatellen, trotzdem ist erstaunlich, dass innerhalb von 2 Wochen 13 Töffs in die Rep mussten!! Wohlgemerkt habe ich aber eine Abschussquote gleich null!
hehe...)
Am Nachmittag hatten wir noch die Töffprüfung, bestehend aus einem Teil mit Sozius auf der Strasse und einem Fahrparcours oder einer Geländefahrt mit Sozius. Ausser 2 Rekruten bestanden diese Prüfung jedoch alle aus unserem Zug.

Donnerstag
Da am nächsten Samstag der Besuchstag stattfinden sollte, mussten wir natürlich langsam beginnen, diesen auch vorzubereiten. Thema unseres Zuges sollte AGA sein (Allgemeine Grundausbildung), d.h. NGST, ACSD, SanD. Ich war beim SanD eingeteilt und arbeitete an einem Poster mit, während andere füseln durften! Logisch, ich bin nie dabei wenn gerockt wird....

Freitag
Auch dieser Tag wurde dem Besuchstag gewidmet, heute kam ich seit meiner ganzen RS zum ersten Mal zum füseln.... war jedoch nicht so super, d.h. man musste einfach ein bisschen in versch. Formationen gehen und C-Vollschutz erstellen etc...

Samstag
Nun war es soweit.... der Besuchstag verlief soweit ich gehört habe störungsfrei und fand Anklang bei den Zuschauern, absolut sch.... fand ich aber, dass man nicht einmal mit den Angehörigen essen konnte , das betrachtete ich bis anhin als Normalfall. Das musste mal gesagt sein!!

 
Woche 9
 
Montag
Da am Donnerstag eine Inspektion der Zugschule durch den Schulkommandanten sein sollte, war dies natürlich am Montag Morgen genau das erste, was auf dem Programm stand.... fing ja gut an . Danach wurde NGST und SanD repetiert und wir wurden in den Wachtdienst eingeführt. Am Abend hatten wir (soweit ich mich erinnern konnte obwohl wir uns schon in der 9. Woche befanden das erste Mal) ein GPD (Grossparkdienst) an der Schuma.

Dienstag
Am Dienstag Morgen fand als erstes trotz Regen (natürlich...) das Vorwettschiessen für das Schützenabzeichen 1. Grad statt. Ich konnte mit 74 Pkt. nicht klagen .... mal schauen wie es den Tag darauf klappen sollte bezüglich Sugus + Leistungsabtreten.
Danach hatten wir eine kleine Sportlektion, d.h. wir lernten eine kleine Portion über Nahkampf.... immer nützlich für den Ausgang
Auf den Nachmittag konnte man sich echt freuen: Mit dem Puch auf die Geländepiste!!! Das war auch recht fun, muss ich zugeben. Überflüssig war jedoch das herumfahren mit der Schuma mit der Wanna-be-Langweiletöter-Funktion....

Mittwoch
Es war soweit, das Wettschiessen fand bei wunderbarem Wetter statt! Von unserem Zug schafften soweit ich weiss 13 die 72 Punkte, bei mir reichte es glücklicherweise genau für diese 72 verlangten... bringen tuts mir jedoch nicht wahnsinnig viel, denn nur ein Leistungsabtreten war bewilligt worden, egal wieviele Sugus man holt und ob man eine Spezialistenfunktion hat oder nicht.... (Jedoch sollte man im Hinterkopf haben, dass der Kadi kein einziges Leistungsabtreten bewilligen müsste, also: Motto ist, sich privilegiert zu fühlen, so einen netten Kadi zu haben, hehe...)
Am Nachmittag fand noch eine Fachdienstprüfung statt (beinhaltete Radwechsel, Schneekettenmontage, Funk, Melden, Geländezeichnungen). Immer lustig wenn man vor der Theorie die Prüfung darüber hat....

Donnerstag
Bei mir und 3 weiteren unseres Zuges war Verkehrsdienst in Bern angesagt, wobei ich an der unteren Rosengartenkreuzung stand. Auf das Mittagessen mussten wir jedoch wieder zurück sein, da um 1300 die Zugschule Inspektion stattfinden sollte. Bei dieser hätte der Schulkommandant glaube ich mehr erwartet.... naja, man kann nicht immer gewinnen...

Freitag
Am Freitag Morgen war für wieder die 4 selben vom Vrk D in Bern gestern das Fahrtraining mit der Kat II in Thun angesagt. Auf dem Programm stand die Notbremsung mit und ohne ABS sowie Notbrems- und Ausweichmanöver. Dies mit Sprinter und Puch.
Am Nachmittag mussten wir noch den 2. Teil Vrk D in Bern absolvieren.... ich freute mich auch schon mehr aufs winken.... Diesmal war für mich die Kreuzung beim Haus des Sportes dran. Um 1900 konnten diejenigen mit Leistungsabtreten nach Hause!! Jipppiiee!!!

 
Woche 10
 

Montag
An diesem Montag erwartete uns wieder dasselbe wie am Freitag der ersten Woche.... diesmal traf es jedoch nur wenige, natürlich war unser Schlag auch darunter, wir durften den ganzen Sch..... aus unserem Zimmer in das nebenan tragen . Der Grund war, dass die Versetzungen einiger Vrk Rkr leere Betten hinterliessen, dass wieder umorganisiert werden musste.
Danach war wieder mal eine kleine Kaderbeurteilung und eigentlich sollte noch eine Sportlektion stattfinden, die in eine gemütliche Chill-Lektion (meint: im Zimmer herumhängen) verwandelt wurde .
Die Idee war gar nicht so schlecht, hatten wir doch kurz nach dem Mittagessen den 15km Marsch.... Wäre eigentlich childsplay gewesen, wären die letzten 5km nicht so verdammt steil gewesen!! Nebenbei wurden wir nach dem Marsch zu Soldaten befördert.... aber die Freude, dass wir nun mehr Sold bekämen war unbegründet. Fazit: Soldat sein bringt dir einen feuchten Dreck.... gut Deutsch, hehe...

Dienstag
Die Übung Strada fand statt: Die Fz einer Gebirgsdivision oder so (?!?!) sollten von Punkt A nach Punkt B verschoben werden, wobei eine Überschwemmung viele Strassen unbefahrbar machte. Wir hatten also die Aufgabe, diese Verschiebung zu leiten und richteten deshalb einen Berrm (Bereitschaftsraum) ein. Diese Übung zog sich über den ganzen Tag, ich machte also von Morgen früh bis am Abend nicht viel mehr als im Puch mitzufahren, Detailskizzen zu zeichnen und an einer Kreuzung zu stehen, die nur im Falle einer Umleitung in Betrieb genommen worden wäre. Was natürlich nicht der Fall war......

Mittwoch
Am Mittwoch Morgen war erneut Sport auf dem Programm, diesmal fand er aber auch statt. 1,5 Std Sitzball.... oder joggen. Nur 3 entschieden sich fürs joggen, der Rest liess sich gehörig mit den Volleybällen abknallen... autsch... aber spassig wars
Nach der Sportlektion hiess es in die KD-Box mit der Schuma, war noch fun, auch wenn zielen mit der Schuma unmöglich ist...
Am Abend wars dann weniger lustig, der WPD (Wochenparkdienst) an den M1 und M2 Puchs war angesagt, abgesehen vom Anschiss war der Haken an der ganzen Sache: Es war bald stockfinster und das machte uns speziell bei der Inventarkontrolle gewisse Schwierigkeiten...

Donnerstag
Am Mittwoch Abend wurde ich kurz vor Lilö noch informiert, dass bei mir und wenigen andern am Tag darauf ein Grundkurs für den BMW stattfinden sollte.... hmm.... komisch, hatten wir die Prüfung doch schon alle hinter uns. Anscheinend reichen die 8 Std Grundkurs im Zivilen nach dem neuen Gesetz (d.h. ohne Prüfung) nicht mehr aus. Nun ja, was solls.... natürlich ging ich da hin und um ehrlich zu sein, wars echt fett! Nur etwa eine halbe Stunde machten wir solche Slalom-, Notbrems- und sonstige GK-Dinge, die restlichen ca. 5.5 Std war herumfahren angesagt!!!
Nach GK-Ende hatte ich dann noch einen kleinen Einblick in den Wachtdienst, den der Rest vom Zug schon relativ lange übte... da hatte ichs echt schöner...
Um 1900 konnte ich darauf abtreten.

 
Woche 11
 

Montag
Ein super Einstieg in die neue Woche: Eine Dilemmaübung.... das will heissen: Fahrt von Wangen a.A. nach Herzogenbuchsee, während der Fahrt traten irgendwelche Dilemmas auf, die behoben werden mussten. Eigentlich ging es bei dieser Übung eher darum, die Korporäle nach ihren Entscheidungen zu beurteilen. Man sollte noch erwähnen, dass wirklich komplexe Kopfzerbrecher darunter waren wie z.B. Funkausfall oder Pneuschaden.... Die ganze Übung bewegte sich immer irgendwo auf Montagmorgenniveau....
Der Rest des Tages gefiel mir einiges besser: Vorbereitung fürs Gefechtschiessen sowie füseln (Gefechtsrolle, 4-Punkte-Kontrolle)

Dienstag
Der Tag begann mit einer Sportlektion, danach hatten wir eine praktische Übung im Biwakieren, das wir nützlich sein für das Gefechtsschiessen nächste Woche!!!
Der Nachmittag musste ja auch irgendwie gefüllt sein, darum hatten wir eine kleine AGA-Repetition in San D, Gruppenschule, NGST (Störungen)
Am Abend fand noch ein kleines Briefing für die anstehende zweitägige Kompanieübung Zeggato mit einenem zentralen Bereitschaftsraum (Berrm) statt. Unser Zug sollte jedoch nur entweder Einsatzreserve oder zur Verfügung Kp Kdt sein.

Mittwoch
Ü bung Zeggato lief an. Aus Sicht unseres Zuges hätte es Übung Schoggi jedoch besser getroffen, denn unser Tag bestand nur aus Häsibe (Hält sich bereit), Mittag-, Abendessen und Schlafen. Eigentlich hätten wir einen Kurierdienstauftrag von zwei Tagen mit Übernachtung im Feld bekommen, dieser wurde jedoch trotz gut ausgearbeitetem Plan auf einen Tag mit Übernachtung im Berrm verkürzt

Donnerstag
Heute war eben dieser eine Tag, der für die Kurierfahrt noch blieb. Um 0415 war Tagwache, mühsam fand ich speziell, dass wir eine Stunde auf dem Motorfahrzeugpark warteten (und froren), was ebensogut eine Stunde mehr Schlaf hätte bedeuten können .
Vom Zeitpunkt an, wo wir abfahren konnten, wurde der Tag jedoch echt cool, auch wenn unsere 2er Gruppe nur einen Puch (nix Sprinter/ VW = nix Radio) bekam. Im Grossen und Ganzen war unsere Strecke Wangen a.A. - Ebnat-Kappel - Unterwasser - Wangen a.A.
Voilà, der Tag war um und das Wochenende rückte näher!!!

Freitag
Der Freitag war ein fetter Abschluss der Woche: Die Verschiebung der Pz Gren RS 221 nach Hongrin, das bedeutete für uns über 20 Schützenpanzer den Col des Mosses herauf zu dirigieren, die Strecke musste natürlich auch erkundet werden, zum Glück war ich Mtrd-Fahrer und konnte mehre Male den Pass rauf und runter!!! Das einzig mühsame waren die mehreren Stunden Autobahnfahren hin und zurück, am Morgen wars arschkalt, am Abend waren alle übermüdet (kein Wunder bei ca. 460 gefahrenen km!)
Nur noch die Kompanieaussprache und eine kleine Schuhputzaktion am Samstagmorgen stand dem Wochenende im Weg, aber auch das ging schnell vorüber!!! Jippiiiiee!!

   
Woche 12
 

Dienstag
Da wir Ende Woche ein Dienstwochenende haben würden, wurde entschlossen, dass wir dieses Wochenende erst am Montag Abend einrücken müssten
Dafür ging es am Dienstag gerade richtig los: GEFECHTSSCHIESSEN!!! Soll heissen: Es gab einen 5sec-Parcours (in 5sec von einer Deckung zur anderen, schiessen auf Jockeyscheiben in ungefähr 200m Entfernung), KD-Box (die üblichen Kurzdistanzschiessprogramme), Feuer und Bewegung "Housi u Chrigu" (Vorbeischiessübung zu zweit mit Vorrücken von Deckung zu Deckung, Schiessen auf Jockeyscheiben), sowie noch wenige andere Pösten.
Nachdem die Biwaks errichtet waren, ging es los. Ich dachte mir schon, dass das lustig werden würde, jedoch wurde mir der erste Posten "Housi u Chrigu" schon zum Verhängnis: Beim runterrennen aus der Deckung knallte ich mit dem Knie auf den Kiesboden... autsch..... Für mich hiess das humpeln + ein paar wenige Stiche beim hiesigen Doktor...
Somit war für mich das Gefechtsschiessen ansich gelaufen, jedoch konnte ich teilweise trotzdem noch ein bisschen mitmachen, den Gleitschritt in der KD-Box z.B. beherrschte ich ja gezwungenermassen phänomenal (war auch ausserhalb des Standes dank meines Knies meine normale Fortbewegungsart...)
Ich konnte beim Nachtschiessen mit LSP (Leuchtspurpatronen) mitmachen, das machte sogar noch mehr Spass weil ich im Gegensatz zu den liegenden Kameraden auch auf 30m noch stehend 3er-Serien abgeben durfte!! Dazu muss man anmerken, dass Leuchtspur im Dunkeln echt geil aussieht!
Irgendwann in der Nacht mussten wir uns noch Tarnfarbe ins Gesicht schmieren und konnten den RLV (Restlichtverstärker ausprobieren) .
Dann war der erste Gefechtschiesstag vorbei, ich durfte aber noch ein bisschen Wache schieben, glücklicherweise erwischte ich eine relativ angenehme Zeit: Von 2230 - 0030. Dann hiess es, sich in den Schlafsack zu verkriechen um warm zu haben.

Mittwoch
Wegen meiner Verletzung wurde ich während des ganzen Tages als Hilfe für die Korporäle eingesetzt, ich konnte aber trotzdem noch ein bisschen in der KD-Box schiessen, natürlich wieder stehend... .
Am Abend fand ein mit anderen Zügen verglichen lausiger Zugsabend ums Lagerfeuer statt.

Donnerstag
Am Donnerstag Morgen hiess es, die Biwaks wieder abzubauen. Am Nachmittag, zurück in der Kaserne, war Fitcheck Nr. 2 angesagt. D.h. man sollte nach dessen Absolvierung sehen, wie man sich sportlich gegenüber Nr. 1 Anfang RS verändert hat. Ich war da natürlich nicht dabei (Hinkebein....). Ich ging stattdessen ins KA (Krankenabteilung) zur Kontrolle meines Knies. Das Ding tat wirklich heftig weh!! Ich wurde nach einem kurzen Untersuch mit Krücken ausgerüstet und ging wieder meines Weges, mit meinen mitlerweile 4 Beinen....
Am Abend hatten wir eine kleine Theorielektion über Chuck Taylor, den Erfinder der NGST (Neue Gefechtsschiesstechnik). Das wars (auch wenn einige einen Full Metal Jacket-Filmabend erwartet hatten...).

Freitag
Am Morgen war erneut ein bisschen Sport angesagt, deswegen war ich zur Verfügung Feldweibel. Darauf hatte ich noch einmal eine Nachkontrolle beim Doktor, der sich versichern wollte, dass abgesehen von den Schmerzen auf der Kniescheibe mit meinem Knie alles in Ordung sei. Nach einem vorverschobenen Mittagessen machten wir uns auf den Weg nach Aigle VD, um uns für das grosse Defilee und den Besuchstag der gesamten Pz Gren RS 221 (Einmottung der alten Spz) vorzubereiten. Darauf wurde in einer lokalen Zivilschutzanlage übernachtet, wieder mal durfte ich Wache schieben...

Samstag
Schon sehr früh wurden wir auf den jeweiligen Kreuzungen bzw. zugeteilten Orten abgeladen und durften auch dementsprechend lange herumstehen, bis ein bisschen Leben nach Aigle kam. Hin und wieder gab es Komplikationen mit Autofahrern, die ihre Parkplätze nicht fanden und uns um Hilfe baten. Das Problam war weniger das Französisch, mehr dass wir sehr schlecht über die Standort der jeweiligen Örtlichkeiten informiert wurden. Abgesehen davon war unser Einsatz ein voller Erfolg . Da ich eine sehr ruhige Kreuzung erwischte, hatte ich sogar die Möglichkeit, das gesamte Defilee in Ruhe zu geniessen, während andere die gesamte Zeit wie verrückt mit der Verkehrsleitung beschäftigt waren... .
Um 1400 war unser Einsatz eigentlich vorbei, jedoch mussten einige noch länger Unterstützung leisten bei Organisationen wie Parkplatzausweisung etc.
Für mich hiess es währenddessen, ein paar Stunden auf einem Bänkchen zu hocken und zu chillen...
Da alle unbedingt noch an dem Abend nach Hause wollten, ging zurück in der Kaserne alles ruckzuck zackzack, noch nie waren wir so schnell für das HV (Hauptverlesen) bereit, um ungefähr 2100 konnten wir dann endlich abtreten. War jedoch ein kleiner Trost, mussten wir am nächsten Tag schon wieder um 2145 zurück sein...

 
Woche 13
 

Montag
Voilà, das Wochenende war schnell vorbei, es ging wieder los, und wie.... Mit Zugschule! Ich musste dank meiner Dispens (Knie) nicht mitturnen...
Weiter ging es mit....so originell.....einer AGA-Repetition. Beinhaltete San D, Wachtdienst, ACSD.
Anschliessend hatten wir, aufgeteilt in 2 Gruppen: 1. Eine Dilemma-Übung wie auch schon, jedoch mussten diesmal die Sdt ohne Befehle des jeweiligen Korporals selber entscheiden und handeln. 2. CUA (Computerunterstützte Ausbildung) über Fahrphysik sowie Verkehr & Transport...
Am Abend hatten wir wegen der Verdreckung während des Gefechtsschiessens einen GPD an der Schuma sowie eine Repetition in Wachtdienst und ein kleines Briefing über die jeweiligen Aufträge der Einzelnen für die Abschiedsfeier der Trsp RS 286 in Wangen a.A. (nächste RS der Vrk Sdt wird in Romont FR stattfinden).

Dienstag
Heute und Morgen war mit einem Unterbruch die Übung Cerberus angesagt. Auftrag: Mit Kampfmunition ständige Bewachung des Fz-Parks Moosplatz mit Zutrittskontrolle etc.
Der Wachtplan bestand aus je 1h Wache, 1h Pikett (Bereit für Einsatz), 1h Ruhen.
Unser Wachtdiensteinsatz wurde durch die kurz erwähnte Abschiedsfeier unterbrochen, dabei hatte ich das Vergnügen, von 1615 - 1900 draussen zu stehen und Fz-Einweisung zu betreiben (bei Regen, Wind und einer Arschkälte, versteht sich....)
Nach diesem kleinen Einsatz wurde ich ins Mat Mag (Materialmagazin) zum Helfen geschickt.

Mittwoch
Am Mittwoch Morgen wurde der Wachtdienst wieder aufgenommen und wir mussten noch bis 1100 Wache schieben, bis wir vom nächsten Zug abgelöst wurden. Im Nachhinein darf ich mich gar nicht beklagen: Während andere 3h Wache schoben in diesen 2 Tägen waren es bei mir gerade mal 40min, ich bin jedoch ganz froh darüber, weil ich bei dieser Kälte verdammte Probleme mit meinem lädierten Knie hatte.
Nach Übernahme des Wachtdienstes durch den anderen Zug verschoben wir zurück und es fand eine Sportlektion statt (Hindernissparcours), zusehen war wieder mal angesagt... Zu meinem Schrecken erfuhr ich, dass auch noch Schwimmbad angesagt war, das hiess ich konnte auch dort nicht dabei sein . Wenigstens konnte ich mit dem Sprinter den Chauffeur machen.

Donnerstag
Der Donnerstag war für unser Zug reine Vorbereitung für die Schlussinspektion (Übung Arianne oder so...). Einige erstellten den Gefechtsstand mit all den Wänden etc., Einige, dabei war auch ich, erkundeten einen geeigneten Berrm (Bereitschaftsraum) in der Region Herzogenbuchsee. Da ich beim Sprinterfahren am Mittwoch keine Knieschmerzen hatte übernahm ich den Fahrerjob mit dem VW-Bus und kurvte mit einem Korporal und einem Kameraden mit Unterbrüchen 5h durch die Gegend (schlechte Idee, meldete mein Knie am nächsten Tag...) um nach dem Berrm auch einen geeigneten Parkplatz zu erkunden. War grundsätzlich noch fun .

Freitag
Nun, ich war wieder mal zur Verfügung Feldweibel, da ich um 1130 zum Fädenziehen ins KA musste und die Zeit für die Fahrzeugzurückfassung, meinen eigentlichen Auftrag, nicht ausreichte. Also durfte ich alles Mat ins Mat Mag zurückfassen, das nicht mehr gebraucht wurde, darauf half ich in der Küche bei der totalen Klischeearbeit: Kartoffelschneiden (wahrscheinlich etwas 15 von den 100kg...). Nach dem Fädenziehen und dem Mittagessen musste ich im Mat Mag helfen. Natürlich zog ich die Arschkarte und durfte mit einem Kameraden etwa 60 ICS-Schuhe putzen (Wie zur Hölle bringt man den Scheiss aus der Sohle raus?!?! )
An dem Tag waren ausserdem noch die 3. Gespräche, d.h. man traff die glücklichsten und die suizidgefährdesten Soldaten an - Fingerspitzengefühl war gefragt
Es kam spät noch aus, dass die, die selber die Unterschrift setzten (egal bei welchem Gespräch) noch am Freitag abtreten durften, also.... jipppiiiee! Weekend!! Abtreten!
And.... only 2 more weeks to go!!!!

 
Woche 14
 

Montag
Nun nach dem erholsamen Wochenende gings gerade mit dem 30km Marsch los... da ich jedoch immer noch verletzt war, war ich zur Verfügung eines anderen Leutnants, der mich dann in die Küche schickte. Wir bereiteten deshalb das Mittagessen für die Marschierenden vor und errichteten irgendwo im Gemüse, wo der Mittagshalt geplant war, unsere zwei Fassstrassen. Nach einer kleinen Fassstrasse am Ziel sollte unser Tag eigentlich schon vorbei sein. Als wir dann aber schon fast im Bett lagen, hiess es, noch weniges Mat zurückzufassen, was mir persönlich mal wieder eine halbe Stunde in der Kälte mit Tenü Sport beschehrte....

Dienstag
Am Dienstag Morgen ging es bezüglich Kälte wieder passend weiter, es hiess, die anstehende Kp Präsentation einzuüben (und es war wirklich arschkalt! ). Keine Ahnung wie lange wir wirklich im Achtung und in diesem Zwitter-Ruhn (Unterkörper = Achtung, Oberkörper = Ruhn) stehen mussten, aber es kam mir recht lange vor, meine eine Hand ist auf jeden Fall vom derbsten eingeschlafen - kaum wach zu kriegen .
Anschliessend fand etwas richtig sentimentales statt: Das letzte Schiessen in der RS.... ach, so traurig.... Nachdem wir das so knapp überwunden hatten, mussten wir gewissen Fahrzeuge WPDieren (Wochenparkdienst), obwohl Dienstag...?!?! Ich hatte Glück und erwischte einen Sprinter, d.h. keine grosse Matkontrolle .

Mittwoch
Da ja Morgen die Schlussinspektion stattfinden sollte, musste natürlich noch alles gut vorbereitet werden, nun was taten wir? Sicher mal eine erneute Einübung der Kp Präs., anschliessend bereiteten wir unser Thema, die Verkehrsführung mit zentralem Berrm auf Stufe Kp (= ein Bereitschaftsraum für die ganze Kp), vor. Naja, andere taten dies wahrscheinlich, ich war mal wieder Fahrer und... entweder ich fuhr, sass herum oder schlief (wahrscheinlich fuhr ich an dem Tag ca. 1,5h..)

Donnerstag
Nun, es war soweit: Die Schlussinspektion fand statt. Der Start machte die Kp Präsentation (die wir ja inzwischen zur Genüge geübt hatten..). Der Rest des Tages füllten die Präsentation des jeweiligen Themas und die anschliessende Besprechung. Soweit ich mich erinnern kann, schlossen wir mit einem gut-sehr gut oder gar einem sehr gut ab, was ich noch weiss, ist, dass unser Inspizient Oberst im Generalstab Fuhrer sagte, er habe noch nie so eine gute Kp Präsentation gesehen!!! (Kunststück, übten wir das doch schon die ganze Woche...)

Freitag
Puh... bald Wochenende!! Aber erst mal das Programm unseres Zuges: Häsibe (Hält sich bereit)!!! Sozusagen nada, niente, rien, nüüüt!! Gäil, dachte ich mir, denn im Esssaal sollten von heute an für die Arbeitslosen (das erste Mal, dass ich das gerne mal bin, hehe...) dauerend Filme gezeigt werden! Der Auftakt machte Saving Private Ryan... fett! Nun ja, wenn aber plötzlich wieder mal Leute gebraucht wurden, wurden diese natürlich aus dem Esssaal gepflückt... naja, ich sah an diesem Tag 10min Film... jemand musste ja wieder mal die berühmte Arschkarte ziehen.... . Zu dritt durften wir Zelteinheiten, Heringe und Gestänge putzen...jippiiee, wenigsten eine Aufgabe mit Stil.....
Aber warum nörgeln, das Wochenende stand ja vor der Tür und war im Begriff, sie einzutreten!!

 
Woche 15
 

Montag
Yeah!! Die letzte Woche!!
Also, das Tagesprogramm: Als erstes fand eine Fz Abgabe im AMP Burgdorf statt (WEMI an einem Sprinter). Anschliessend war für mich bis zur Korps Mat Kontrolle mit anschliessender Abgabe am Abend chillen im Esssaal mit ein paar DVDs angesagt.

Dienstag
Am Dienstag ging es mit weiteren Filmen weiter, bis wir abkommandiert wurden (was bald einmal geschah ). Dabei durften wir Betten und Spinte aus der Kaserne in LKWs transportieren. Am Abend fand der Kp Abend statt... ich sage dazu nur: Es wird gemunkelt, dass viele, sehr viele Soldaten (+wahrscheinlich auch Kader) recht blau waren und....shit...echt krasse Dinge anstellten in der Nacht...

Mittwoch
Nun, es war wieder mal nicht viel mit Filme schauen, entweder man wurde zum Detachement Wald putzen (auch das Militär braucht Geld...) oder sonst wo zu Fronarbeit verdammt. Ich kam im Mat Mag unter und durfte irgendwelche Kleidungsstücke zählen und bündeln .
Da die Trsp RS 286 das letzte Mal in Wangen a.A. war, fand noch ein kleines Defilee durch die Stadt statt, das wir davor noch kurz einüben mussten. Es hiess nun, noch kurz ein bisschen Kompanieschule zu üben. Anschliessend war der Tag mehr oder weniger vorbei (und es waren nur noch 2 Tage!!!!)

Donnerstag
Diesen Morgen hatten echt viele fast ein Herzstillstand: Der Fw Stv fand es eine recht geile Idee, mal alle mit einer verdammte Hupe zu wecken, die an Fussballmatchen etc. verwendet werden!!! Nun die 12 Köpfe von unserem Schlag schnell skizziert: ....
Das war echt verdammter Horror..... aber eben, das Leben ging trotzdem weiter: Es fand ein GPD an der Schuma statt, ausserdem kam der Waffenmech vorbei, um sich unsere Gewehre anzuschauen. Dazu mussten diese ganz entfettet sein (d.h: gefettet, entfetten da Mech kommt, Inspektion, fetten da Mech wieder weg... kurz: ein Theater wegen ein paar fettigen Fingern...)

Freitag
Der Tag war da!!!! Sogar früher als sonst, wir durften dieses Mal nämlich um 0500 aufstehen . Aber das nimmt man ja alles in Kauf wenn man als Gegenleistung nach Hause darf, hehe...
Nun, das Ziel war, so schnell wie möglich mit allen unerledigten Pösten abzuschliessen (Kaserne abgabebereit machen). Um 1030 waren alle fertig und mit der Vollpackung im E+Z um nach Hause zu gehen. Das ganze zog sich dann aber bis um 1500 in die Länge, d.h. warten, warten, warten.... aber trotzdem, der Zeitpunkt kam und die Berets flogen!!! jippiiee!! finito!!!
Naja.... wenigstens bis zur OS im Mai....

 
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