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  David
  Motorfahrer
  VBA 1 AZ Swissint Dienstkompanie Stans
   
  Woche: 14 15 16 17 18 19 20 21
 
Woche 14
 
 

Am Montag am 900 Uhr rückte ich in Stans ein. Innert einer Stunde hatte ich bereits das Gewehr abgegeben und ein Arbeitstaz und Regenschutz gefasst. Mehr Material brauche ich gar nie, so hiess es. Am Nachmittag als dann alle alles gefasst hatten machten wir einen Rundgang um den Waffenplatz. Nach kurzer Wartezeit wurden wir abgeholt um einen kleinen Ausflug zu machen nach Rothenburg. Einen wörtlich kleinen Ausflug mit einem grossen weissen Car mit 8 Leuten.
Am Abend nach dem HV am 1900 gingen wir schon zum ersten mal in den Ausgang. Dies können wir jeden Tag, allerdings nur in die 2 vorgesehenen Restaurants gegenüber der Kaserne.
Am zweiten Tag der VBA erlebte ich schon einen Auftrag mit. Eine komischen Lokomotive mit der man auf Schienen und Strassen fahren kann, durften wir mit dem Tiefgänger von Sumiswald bis nach Brig transportieren. Die ganze Ladung unterlag einer Sonderbewilligung, da das Gesamtgewicht des Zuges 44 Tonnen betrug. Wir fuhren nicht ganz retour nach Stans sondern nur bis Fribourg.
Denn am nächsten Tag holten wir von Fribourg 12 Stapler mit 4 LkW's ab. Diese luden wir dann wiederum in Rothenburg ab.
Den ganzen Donnerstag sass ich als Passagier in einem Militär Car. Die MOtf DD hatten den Auftrag erhalten Fahrpraxis zu sammeln. Sie sammelten diese auf der Strecke von Stans durch den Gotthard, San Bernandino nach Chur, ins Rheintal, in den Thurgau über den Ricken und dem Urnersee entlang nach hause.
Am Freitag fuhr ich zum ersten Mal mit einem IVECO in weiss. Ich fuhr von Stans nach Thun, der Kolleg fuhr mit einem Container beladen von Thun nach Monte Ceneri und ich wieder von Monte Ceneri nach Stans.

 
Woche 15
 

Zu viert mit 2 Sattelauflieger und mit 2 Tiefgängeranhänger transportieren wir die ersten 2 Tage 25 Raupenschützenpanzer von Rothenburg nach Kriens. Wiederum konnte ich einige Kilometer Fahrpraxis sammeln.
Am Mittwoch war ich ein einem Mercedes Beifahrer. Ich lotzte den Möti von Stans nach Thun über den Brünig. Dabei ist anzumerken der Merc hat den Berghoch mehr Power als ein IVECO. In Thun sollten wir in der Schreinerei einen Burocontainer abholen. Leider hatten wir nicht einen 10 Fuss Container erwartet, sondern einen 20 Fuss Container, so hatten wir die falsche Wechselbrücke aufmontiert. Demzufolge fuhren wir wieder leer über Bern nach Hause.
In Sursee durften wir am Mittwoch wiederum mit dem Vier schweren Lkw's vier Bürökomplex Container abholen und diese nach Thun auf die Panzerpiste verfrachten.
Blöderweise sind diese Container ziemlich alt und haben keine genormten Anschlusspunkte wie die die 20 Fuss ISO Container. So luden wir die Container mit dem 8x8 Fassi Kranwagen auf die Auflieger und Teifgänger. Auf der Panzerpiste luden wir die Container wiederum ab. Ich fuhr mit dem 8x8 nacht Thun und von Thun durchs schöne Äummitau nach Stans. Durch die Abwechslung der Heimfahrten bemerkte ich, dass es ca 15min Unterschied macht über den Brünig, durchs Emmental oder alles Autobahn via Bern nach Stans zu gelangen.
Ca. Zwanzig Fallschirmspringer hatten das Vergnüngen vor dem verdienten Wochenende von mir und einem Kollegen chauffiert zu werden. Da wurden sie um 1000 Uhr von uns in Kandersteg abgeholt und nach Belp gebracht, in Belp sprangen sie wieder aus dem Flieger auf den Fussballplatz am Nachmittag sprangen sie im Luftraum Spiez aus dem Flieger und am Schiffshafen holten wir sie wieder ab und brachten sie nach Belp, als nächstes sprangen sie ca 3000 m oberhalb von Thun aus dem Flieger und landeten mehr oder weniger präzise auf dem Rasen des Schloss Scharund. Zum Schluss wurden wieder einige nach Belp gebracht.

 
Woche 16
 

Während dieser speziellen Woche begann es erstmals wieder zu regnen. Leider war es am Samstag am schlimmsten, geanu dann wenn die Swisscoy (KFOR) Leute ihren Besuchtstag hatten. Naja am Besuchstag, am Samstag, hatten wir erst am 15.15 Uhr abtretten. Dementsprechen waren alle motiviert zu helfen und besonders motiviert endlich ins Wochennende zu gehen. Diese Woche war aus meinem Blickwinkel die bisher negativste. Am Montag gingen wir nach Thun und holten die Container, welche wir die Woche vorher brachten, wieder zurück nach Sursee. Diesmal nur mit dem 8x8 Kran und zwei Tiefgänger Anhänger. Dass heisst wir mussten zweimal mit drei Lkws herumfahren. Am Montag waren wir aber spät dran und verschiebten die zweite Fuhre auf Dienstag. Am Dienstag hatte ich aber kein Vergnügen mehr nacht Thun zu fahren, ich musste für ein Detachement auf Rufverlangen einsatzbereit sein. Nur leider wurde ich nie angerufen und verbrachte den ganzen Tag im Zimmer. meistens :-)
Am Mittwochnachmittag fasste ich einen DUro und fuhr mit 5 Kisten nach Bern nahe der Kaserne, dort lud ich noch 5 weitere Kisten zu und brachte sie zu einer Verpackungsfirma. Beim Durofahren vermisste ich den Radio, so doof nur dass die Autobahn Bern - Luzern fast immer überfüllt ist, demnach kam ich in den Stau.
Am Donnerstag begann der Tag früh für mich. Ich stand zum erstenmal am 03.30 auf, zog mich an machte mich frisch, und ging wieder ins bett als ich bemerkte, dass ich eine Stunde zu früh dran war. Rechtzeitig am 5.00 Fuhr ich von Stans ab, holte in Schwyz ein hohes Tier Adj ab und brachte es zum Arbeiten nach Stans. Danach legte ich mich wieder schlafen bis zum Zmittag. Ab 12 Uhr fuhr ich mit einem Wm nach Bern zu einem Meeting. Während seinem Meeting hatte ich Zeit zum käfelen und jede Menge zum Verweilen. So fuhr mit dem Puch um den Waffenplatz und plötzlich sah ich einen Soldat aus dem ehemaligen Zug 6 in Wangen. Das Highlight war allerdings der Ausgang in Stans. Wir besuchten wieder eine andere Bar und lernen Stans immer besser kennen. Am Freitag figurierte ich zum erstenmal. Für die Kfor Truppen werden immer Übungen durchgeführt. Dazu braucht es aber Schauspieler aus dem Dienstkommandozug. Ich spielte dabei einen verärgerten Bauer dem das Land noch voll mit Mun resten ist. Die Gruppe musste mich beruhigen und verhindern, dass ich ins Land laufe.
Am Nachmittag war es besonders lustig. Mit dem Waser figurierten wir wieder bei einer Übung. Diesmal gab es zwei Autounfälle. Wir mussten aber bevor wir abfahren konnten die Sani Duros wieder beleben. Kein einziger Funke kam aus der Batterie. Wir mussten sogar Überbrücken. Als wir beim Unfallort ankamen machten wir einen schwerwiegenden fehler. Wir stellten den Motor ab. Demnach galt es wieder, Vor Abfahrt - Überbrücken. Tja dumgelaufen. Glückerweise war alles nur eine Übung.

 
Woche 17
 

Nun dann wurde vier Tage lang das gleiche Spiel fortgeführt. Am Morgen galt es meine Schauspielerkünste unterbeweis zu Stellen und am Nachmittag mit dem SaniDuro die Batterie zu laden und wiederum Leben zu retten. Mich würde es wunder was der Bohlen wohl dazu sagen würde.
Besonderheiten der Woche waren der grosse Ausgang mit dem Erobern der Güggeliburg in Attinghausen und der Freitag. Den da stellte man mir Zeit zur Verfügung um mit einem alten Mercedes evtl V8 Motor ( nicht V6 Kaugummi) Fahrpraxis zu sammeln. Am Nachmittag war grosse Flaute und noch das ersehnte Abtretten.

 
Woche 18
 
 
Am Montag und Dienstag lautete mein Fahrauftrag: Diene dem Spez Zug für diese Woche. So brachte ich den Zug mit dem Sprinter zum Schiessplatz und holte ihn wieder ab usw usf. Jedenfalls hatte ich genügend Zeit für mich und meine Augen um DVD zu schauen. Ein zwei Kafi lag schon auch drin. Am Dienstagabend zeigte uns der zukünfte Eidgenössische Schwingerkönig Scheuber Lutz wie er es zum König werden schaffen will. Jeder der genügend Muhm und Schwanz hatte durfte mal gegen ihn antreten. Enttrohnt wurde er noch nicht. Am Mittwoch blieb mir genug Zeit um Material in die Rep zu bringen. Ich liess mir auch Zeit und knipste einpaar schöne Bilder. Der schwarze Tag dieser Woche war der Donnerstag. Eine vom Kadi erlaubte Kneipe neben der Kaserne brannte nieder. Nun ist das Schützenhaus in Wil wohl der Marktführer fürs Militär. Für den Ausgansabend erhielt ich einen ehrenvollen Job. Ich durfte hohe Swisscoys in den Ausgang fahren. Am 20 Uhr wollten sie gehen, und am 0 Uhr musste ich sie wieder abholen. Was dazwischen war bleibt geheim. Aufjedenfall lag ich erst am 1 Uhr im Bett und verpennte zurecht das AV am Morgen wegen der Ruhezeit.
Am Freitag schaffte ich ein Kunststück auf das ich stolz bin. Nachdem ich mit einem Lkw mit dem Container drauf, von Schiznach einen Anhänger 85 nach Stans brachte, musste ich den Anh noch parkieren. Rückwärts mit einem derart doofen Anh, der weniger breit als der Lkw ist einzuparken ist nicht einfach. Da sollten mir einige recht geben. Bittee. Aber nachdem ich das mit Müh und Schweiss geschafft habe, klopfe ich mir selber mal so richtig auf die Schultern.
 
Woche 19
 
 
Diese Woche nenne ich die Boote Woche. Montag Vormittag noch Flaute, dann keine Zeit mehr sich auszuruhen. Beim regneristen Wetter fuhren wir mit drei IVECO Mulden Lkw in den längsten Schweizer Tunnel direkt an die Sonne. Dort Angekommen verständigte man sich mit Zeichensprache mit dem Züghüsler auf dem Mte Ceneri. Nach dem beladen des speziellen Bootanhängers und den MPD's mussten wir warten bis es Abend wurde. Wir fuhren an den Locarnersee und statt Sandwich nahmen wir ne feine Pizza Znacht. Am 2100 kam die MP Ticinese und begleitet uns mit orangem Drehlicht vom Berg Ceneri durch den Gotthard bis in den Schnee nach Göschenen. Die Fahrt war noch lange nicht zu Ende, denn wir durften nur 60km/h fahren wegen der 3.30m Breite der Boote. Um 0 Uhr erreichten wir Stans und mussten schleunigst ins Bett, ansonsten hätten wir Probleme mit der Ruhezeit bekommen. Am Dienstag mussten die Schiffe von Stans noch irgendwie nach Biere gelangen. Die ganze Fahrt auf der Autobahn musste ohne Zwischenstopp verlaufen, da es sich um einen Spezialtransport handelte. In Biere wurden kurz vor Mittag die Boote abgeladen. Ein Anhänger blieb dort, demnach fuhren wir mit einem Solo und zwei Anhängerzügen wieder retour nach Stans. Zum Glück waren wir in jedem Lkw mit Doppelbesatzung unterwegs, so konnte man sich mit Ausruhen und Fahren abwechseln. Am Mittwoch machten wir aus zwei Aufträgen einen gut kombinierten Auftrag. Wir mussten die Anhänger für die Boote zurück nach Frauenfeld bringen und gleich Zeitig eine Mulde voll mit Humus von Hinwil nach Kreuzlingen führen. So klug wir sind, füllten wir die Mulde in Hinwil mit Humus, erreichten Frauenfeld um die Mittagszeit und lösten uns vom Bootsanhänger. Verdient nahmen wir das Zmittag ein. Ich zumindest im Kanonenröhrli. Der erste Militärlimensch dem ich in Frauenfeld begnete war per Zufall mein Ex-Gruppenführer in Wangen. Nachdem ich einem alten Kumpel aus Wangen auf seinem Auto einen Strafzettel verpasste, lieferte ich in Kreuzlingen den Humus ab. Leider lieferten wir ihnen im Faktor 10 Kubik zuviel und so dauerte es eine Weile bis ein Abladeort gefunden wurde.
Den Donnerstag nutzen wir wieder um defekte Fz zur Rep zu fahren und sich selber zu reparieren und mit DVD's weiterzubilden.
 
Woche 20
 

Die ganze Woche war eine Chutze Miste. Alle Tage war ich einer Übung zugeteilt. Ich war der Verantwortliche für den Mercedes Camion mit Hebebühne in welchem CRC Material verstaut wurde. Dies speziell für die KFOR Infanterie. Auf jedenfall fuhr ich die ganze Woche ganze 13km, langweilte mich im Lastwagen unzählige Stunden und pennte schliesslich einmal auf der Rückbank eines Mercedes. Bei der 72 Stunden Übung bestand meine anstrengendste Arbeit beim 80 Säcke à 50 Kilo einladen und ausladen dies etwa 4 mal.

 
Woche 21
 
 
21? Einundzwanzig? Nun dann. Für die meisten meiner Kameraden von Wangen a.A. war dies die letzte Woche. Aus der Dienstkp in Stans schickten wir 4 Soldaten wieder ins richtige Leben zurück. Traurig macht mich besonders, dass wir es wahrscheinlich nie mehr derart schön haben werden. Es war ne tolle Zeit. Danke denjenigen.
Per Zufall fand auch der Kontigents Wechsel der KFOR in dieser Woche statt. Kontingent 18 ging nach Suva Reka und 17 begrüsste man in der Schweiz.
Doch vorher traf am Dienstag das Kontingent 18 in Stans noch letzte Vorbereitungen. Dazu gehört auch der WEMI an den Fahrzeugen. Auf Deutsch, Fahrzeugabgabe. Jedes Auto wurde durch die Fahrer der Dienstkompanie getankt, gewaschen und auf Mängel überprüft. Lustig dabei war es festzustellen, dass fast kein Duro ohne Überbrücken mehr ansprang. An dem Tag wurde so viel überbrückt bis die Kabel zu brennen begannen. Am Abend vergnügten wir uns an den Stanser Musiktagen.
Am Montag schien es für mich ein ruhiger Tag zu werden. Doch wie aus dem nichts kam ein Funk und ich musste einen Major Fachoffizier vom Bahnhof abholen, weil der zugeteilte Fahrer sich nicht zugeteilt fühlte. Eine Halbe Stunde zu spät durfte ich mit ihm nach Andermatt düsen, eine Stunde im Wagen sizten und zur Mittagszeit wieder retour gehen. Am Nachmittag dasselbe Spiel nur nicht nach Andermatt sondern nach Alpnach und Sarnen.
Am Mittwoch hatte ich einen seltenen Auftrag. Ich durfte ein geheimes spezielles Fahrzeug abholen. Geheimstufe Charly verbietet mir mehr darüber zu schreiben.
Am Donnerstag war der Kontingentswechsel. Am Morgen kam eine Maschine in Emmen angeflogen die uns in den Kosovo mitnahm. Als Freiwiliges Hilfspersonal durfte ich das Material, welches das 18 Kontingent braucht einladen. Danach flog ich zum ersten Mal im Flieger direkt nach Kosovo. Unten Angekommen luden wir das Material ab und anschliessend das vom 17 Kontigent ein. Gegen den Abend, wieder zurück in der Schweiz, luden wir alles wieder aus. Es war ein eher anstrengender Tag schliesslich luden wir 4 mal das Gepäck von ca. 100 Leuten um.
Der letzte Tag der RS für die einen und für die Anderen der letzte Tag bei der KFOR. Die Teilnehmenden im Kosovo durften am Freitag, bei einer Zeremonie auf dem St. Galler Klosterplatz, eine Medallie entgegennehmen. Eine Auswahl der Dienstkompanie durfte vor Ort durch den Tag die Vorbereitungen treffen und nach der Zeremonie beim Apero servieren. Tja schön schön am Abend ca. 20.30 wurden die letzten aus dem Militärdienst entlassen.
 
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