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VT RS 47-2 (Wangen a. A.) 02.07.2012
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  Manuel
  Motorfahrer
  Artillerie RS 232 Frauenfeld (8. Wochen - Teil 2)
   
  Woche: 8 9 10 11 12 13 14 15
 
Woche 8
 
   

Montag
Um 14.15h musste ich in der Kaserne Auenfeld einrücken. Zu meinem Erstaunen waren wir nur 3 RS-Vollender die ihren Dienst antraten. Nachdem wir das Gepäck im Zimmer deponiert hatten, ging es zusammen mit einem Instruktor auf eine erste Ausfahrt. Ziel war es, sich nach der viermonatigen Pause, so schnell wie möglich wieder an die grossen Fahrzeuge zu gewöhnen. Ich fuhr mit dem 10DM die bekannte Kollektivfahrschulstrecke Frauenfeld-Stammheim-Frauenfeld ab. Nach dem Abendessen fassten wir noch das Korpsmaterial, das aus einem Combinaison, Regenschutz, IVP, Kälteschutzjacke, Leuchtgamasche und einem schwarzen Berét bestand. Der Rest des Abends stand zu unserer Verfügung.

Dienstag
Wir haben das Glück, dass wir bei einem WK eingeteilt sind. Das heisst, dass für uns der Militäralltag den Umständen entsprechend ganz angenehm aussehen kann: Keine Grusspflicht innerhalb der Kaserne, kein AV, kein HV.
Ich hatte drei Fahraufträge über den Tag verteilt. Die Schlümpfe (Bezeichung der UO- Anwärter ) mussten in die Turnhalle und zurück gefahren werden. Zwischendurch waren wir mit Fahrzeugfassung für die UOS und RS beschäftigt. Der Abend stand wiederum zur freier Verfügung. TV, Billard, Jöggele, Ping-Pong,...

Mittwoch
Den ganzen Tag verschoben wir Fahrzeuge. Wir hatten den Auftrag den Fahrzeugpark, für die in drei Wochen beginnende RS, zu erstellen. Das Arbeiten im Freien war diese Woche wirklich kein Zuckerschlecken. Bei einer durchschnittlichen Temperatur von -6 Grad wurde einem bewusst, wie schlecht eigentlich die Winterbekleidung der Armee ist.
Am Abend dann Ausgang!

Donnerstag
Unser technisches Wissen betreffend der Fahrzeuge, wurde von einem Instruktor wieder aufgefrischt. Speziell wurde der Duro, Sprinter, 6t/10t Steyr und IVECO angeschaut. Ausserdem übten wir Kabine kippen, Schneeketten aufziehen und Lasten sichern.
Insgesamt ein sehr informativer Tag, der sicher allen gut tat.

Freitag
Den Freitag benutzten wir, indem wir eine kleine Kollektivausfahrt unternahmen. Das Ziel war, dass jeder Motorfahrer wieder einmal jedes Fahrzeug gefahren ist.
Die Route führte von Frauenfeld aus nach Steckborn, Tägerwilen, Pfyn und zurück nach Frauenfeld. Der Kurs wurde zweimal gefahren.

Samstag
Um 07.20h wurden wir in das Wochenende entlassen.

 
Woche 9
 

Montag
Am Morgen fuhr ich diverse Krankentransporte. Dazwischen pendelte ich zwischen Kaserne und Zeughaus, um defekte Ausrüstungsgegenstände abzuliefern und Aufträge für den Feldweibel auszuführen. An die Aufträge, die wir am Nachmittag erhielten, kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern.

Dienstag
Am Morgen musste ich von 08.00h - 10.00h Wache schieben. Anschliessend holte ich die geflickten Gegenstände, die ich am Vortag ins Zeughaus gebracht hatte, wieder ab. Nach dem Essen war ich eigentlich frei, bis ich um 16.00h wieder auf die Wache musste. Um 18.00h wurde ich abgelöst und konnte mich dann endlich dem Feierabend widmen.

Mittwoch
Heute begannen wir diverse Fahrzeuge von Bronschhofen nach Frauenfeld zu verschieben. Diese werden dann von den Rekruten, die am 27.01.03 einrücken, für Kollektivausflüge und sonstige Fachdienste benützt. Insgesamt mussten wir bis Ende Woche 32 Fahrzeuge überführt haben. Am Abend war dann für alle FAK-Ausgang...........für fast alle. Die Wache durfte ja nicht vernachlässigt werden und so mussten wir RS-Vollender wieder für diesen unbeliebten Job herhalten (Mi, 18.00h bis Do, 07.00h)

Donnerstag
Da wir am Morgen noch nicht genügend Ruhezeit hatten, konnten wir an der weiteren Überführung der Fahrzeuge nicht aktiv teilnehmen. So überbrückten wir halt die Zeit, indem wir Palette mit Munition für die Haubitze in eine Lagerhalle einräumten. Am Nachmittag durfte ich dann auch noch zwei 6DM nach Frauenfeld chauffieren. Am Abend hatten wir dann nochmals Ausgang, den wir auch in vollen Zügen genossen!

Freitag
Am Morgen überführten wir noch die letzten Duro's, bevor es am Nachmittag daran ging, die Fahrzeuge anzuschreiben und an ihren bestimmten Standort zu stellen. Nach einer ausgedehnten Kaffeepause erledigten wir noch den WPD an unseren Fahrzeugen. Nach dem Abendessen sahen wir uns noch einen Film auf DVD an. Um 22.15h war Lichterlöschen......

Samstag
07.20h - Urlaub!!!!!!

 
Woche 10
 

Montag
Nach einem viel zu kurzen Weekend, ging es am Morgen um 07.30h wieder mit der Arbeit weiter. Die allerletzten Puch's mussten noch von Bronschhofen nach Frauenfeld überführt werden. Nachdem sie auch noch gefasst wurden, war der Fahrzeugpark endlich komplett. Am Nachmittag brachten wir noch diverse Fahrzeuge zur Reparatur in's AMP. Nach dem Abendessen dann unser obligate Fernsehabend mit Dosenbier! Um 22.15h war dann für uns aber schon Nachtruhe. Wir brauchten unsere Ruhe, denn der nächste Tag sollte strenger werden...

Dienstag
Wir waren den ganzen Tag mit Materialtransporte eingedeckt. Es ging darum, einige Tonnen Fressalien für die RS, vom Verladebahnhof in die Kasernenküche zu transportieren. Also rückten wir RS-Vollender mit drei 10DM's aus und halfen tatkräftig mit.

Mittwoch
Den ganzen Tag widmeten wir uns der Ausrichtung der Fahrzeuge im Fahrzeugpark. Denn die Lkw's durften nicht einfach ungefähr auf den Platz gestellt werden, sondern mussten fast auf den Millimeter genau aufkolloniert werden. Eine langwierige und ermüdende Aufgabe!
Desshalb waren wir froh, am Abend unseren ersten (!) FAK-Ausgang geniessen zu können. Wir liessen uns im Restaurant Torggel in Frauenfeld nieder und machten Bekanntschaft mit dem grössten Cordonbleu der Schweiz!

Donnerstag
Um 11.45h und 17.30h Uhr musste ich zusammen mit zwei Truppenköchen Polenta und Schweinshaxe auf's Feld bringen, damit die Schlümpfe auch noch zu ihrem Essen kamen. In der restlichen Zeit bekamen wir noch den Auftrag, ca. 20 Anhänger vom AMP in die Kaserne zu überführen. Eine gute Übung, um wieder einmal das An,- und Abkoppeln von Anhängern zu üben.

Freitag
Um 05.30h war für mich Tagwache! Ich musste 25 Schlümpfe irgendwo in's Feld bringen. Es war noch ganz anspruchsvoll, am frühen Morgen, bei leichtem Regen, den 10DM auf der Strasse zu manövrieren, die gerade einmal so breit, wie das Fahrzeug selbst ist. Am Nachmittag verabschiedeten wir uns von den WK-Soldaten, mit denen wir nun drei Wochen lang die Arbeit geteilt hatten. Ihr Dienst ist nun zu Ende; unser geht noch 5 Wochen. Um 13.00h mussten wir für knapp 19 Stunden wieder die Wache übernehmen.

Samstag
Um 07.30h schlossen wir das Wachtlokal - Weekend!!!

 
Wochen 11 - 15
 

Von jetzt an wehte für uns drei wieder ein ganz anderer Wind. Wir mussten wieder auf RS-Betrieb umstellen, was uns in den letzten fünf Wochen immer wieder Mühe bereitete und darum den Offizieren gar nicht gefiel! Mit den einrückenden Rekruten, stiessen auch noch vier andere Motorfahrer zu uns, wobei ich zwei von ihnen noch vom Sommer her kannte.

In den folgenden zwei Wochen waren wir so ziemlich jeden Tag mit Personentransporten beschäftigt. Doch als langsam alle Rekruten ihre komplette Ausrüstung gefasst, bzw. den Besuch beim Doktor hinter sich hatten und den Fitcheck erfüllten, wurden unsere Fahraufträge auch immer seltener. Einige von uns konnten an zwei Tagen auch noch als Hilfsfahrlehrer auf einer Kollektivfahrschule agieren und die angehenden Motorfahrer in die diversen Fahrzeuge einführen.

Ein kleines Büro in der Panzerhalle 5 diente uns als Transport-Zentrale. Hier hatten wir die Übersicht auf alle eingegangen Fahraufträge. Dazwischen führten wir diverse Arbeiten aus, die auch mit dem gebräuchlichen Wort: umepimple sehr treffend bezeichnet werden können. Dazu gehörten: Defekte Fahrzeuge ins AMP verschieben (und das waren nicht wenige), Materialien auf die Fahrzeuge verteilen, jalonieren, unzählige Wagen bepinseln,....

Wichtig war einfach, dass die Fahraufträge pünktlich und korrekt ausgeführt wurden! Danach probierte man so gut es ging sich zu verdrücken. Als das Ganze etwas ausser Kontrolle zu gerieten schien, grief unser zuständige Leutnant ein. Er übte mit uns wieder Zugschule, ACSD, Stgw-Manipulationen,....oder versuchte es zumindest. Wir stellten uns jetzt natürlich quer, weil wir das ganze Prozedere nicht schon wieder über uns ergehen lassen wollten. Na ja,...glücklich schien der Leutnant mit uns nicht immer zu sein!

Dazwischen hatte ich noch zwei "nette" Geschpräche mit dem Major. Es ging wie immer ums Weitermachen. Aber nach langem Kampf und Rücksprachen mit meinem Geschäft, musste ich schliesslich NICHT weitermachen!!!

- Zurückblickend muss ich aber denoch sagen, dass die RS eine interessante Zeit war. Vor allem die Kollegschaft ist wohl das Beste, was man erleben kann; dicht gefolgt vom Umgang mit den Fahrzeugen!!! -

 
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