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| Bericht |
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| Woche 1 |
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Anschliessend an die 4 RS Vollender von letzter Woche, verliessen uns 5 weitere Soldaten auf ewig. Die Durchdiener vom Sommer. Der Weggang bedauere ich, sie wurden gute Freunde, aber ich wünsche Ihnen trotzdem viel gfreuts im zivilen Leben.
Das etwas sehr geheime von letzter Woche ging am Montag weiter. Auf dem Fahrzeug hatte ich und 4 KFOR Soldaten die Theoretische Fahrerausbildung. Ein Duro dürfte eigentlich jeder Mötti fahren. Aber ein gepanzerter ist schon etwas spezielles.
Eine weitere Ausbildung hatte ich gleich Dienstag und Mittwoch. Am Dienstag mussten wir in Seewen SZ Material, schwerwiegend Stahlträger und Holzlatten aufladen. Aber unser Goldhofer Sattelauflieger war zu kurz. Darum zogen wir ihn ganze 4.5 Meter weiter aus um mehr Platz zu schaffen. Da brauchten wir nur noch eine Menge Spannsets um zu verhindern, dass wir nicht zweimal fahren. Es ist noch happig so ein langes Gefährt zu fahren, erst recht wenn der Schlepper 10 cm nach rechts eingestellt ist. Zum Glück lief alles gut.
Mit einem anderen Goldhofer fuhren wir am Mittwoch in Doppelbesatzung nach Chur. Dort luden wir einen etwas zermümten 6 DM mit Hilfe von einem Stapler und dem Seilzug des Zugfahrzeuges auf die 1m verlängerte Ladebrücke. Das Unfallfahrzeug vom letzten Sommer begleiteten wir auf ihrem LeidensWeg ins Krematoriom.
(Schrottplatz) Der Schrottplatz lag nahe Wohlen im AG.
Wie schon die ganze Woche fuhr ich wieder mit dem Roider zusammen nach Thun. Diesesmal aber jeder mit einem Solo Fahrzeug mit Hebebühne. Wir mussten bei der RUAG 22 Paletten mit Funkausrüstung abholen. Wie abgezählt brachten wir in einen Container 11 Paletten auf die Ladefläche. Die Camions wurden am Nachmittag in Rothenburg entladen. Mit dem Goldhofer durfte ich zugleich einen Puch nach Rothenburg mitnehmen, während ich mein Hebebühne LKW übergab. Für den Puch durfte ich wieder einen Stapler aufladen. Arbeit getan, Tag noch nicht fertig. Freiwillig halfen mir die DD Verkehrssoldaten den LKW waschen. Mersi. Schliesslich kam noch der ersehnte Ausgang, für Roider der letzte militärische FAK Ausgang. Wir verzichteten aufs Znacht und geniessten im ROssini in Luzern eine köstliche Pizzaaa. Bis 23 Uhr verweilten wir uns im Roadhouse oder aber im schwarzen Schaf. Ob der Name was mit dem SVP Wahlplakat zu tun hat?
Bis Ende Freitag war ich dann Viermal beim Hauptbahnhof in Luzern. 1mal Ausgang, 1mal Ablieferen DD MC Roider, 1mal Abliefern Fourrier, der den ZSC Meistertitel immer noch feiterte und noch am Abend beim Abtreten.
Wenn ich mal nicht beim Bahnhof war, dann war ich entweder in Rothenburg beim Puch holen oder in Stans beim Aufräumen und Schlüsselsuchen.
Freitag 18.30 meld mi ab.
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| Woche 2 |
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Diese Woche war brutal anders als die vorhergegangenen. Am Montag war es noch nicht so streng, so hatten wir Zeit einige Einkäufe zu tätigen. Wir richteten uns mit den Ausgaben auf die kommenden vier Monate ein. Nebenbei nahm ich mir Zeit für die Selbstausbildung am Fassi Kran. Am Dienstag morgen früh, musste der Sani Puch nach Rothenburg in die periodische Prüfung (PP). Dafür nahm ich ein Lkw Sattelauflieger mit Eufor beschriftet retour. Am Nachmittag brachte ich mit dem Mulde IVECO Anhängerzug einen Puch mit Schneepflug nach Rothenburg. Dieser Pflug bereitet mir Sorgen. Um ihn aufzuladen mussten nämlich zwei starke Gerüstläden unterlegt werden.
Etwas ganz neues hatte ich am Mittwoch. Zum erstenmal durfte ich Car fahren. Mit einer interessanten fahrt nach Engelberg zeigte mir der Boss wie man es machen sollte. Nun 10 Kilometer fuhr auch ich noch mit dem Car, danach vertiefte ich mich in die Betriebsanleitung. Bei fragen wende ich mich nicht etwa an den Renault Service, nein, ich wende mich an die Fahrer der Militärmusik.
Der Donnerstag war ein sehr spezieller Tag. Zum ersten Mal durfte ich selber einen Sondertransport fahren.
In Schiznach nahe Lenzburg lautete unser Auftrag einen Holzbunker aufzuladen und ihn nach Genf ins Palexpo zu verfrachten.
Als wir aber ankamen halfen wir den dortigen Soldaten zuerst einen ISO Container zu verschieben. Mit dem Fassi war das kein Problem, wären da nur nich Strom und Telefonkabel gleich oberhalb des Containers. Nach langer Zeit war dieser Nebenauftrag erledigt und wir hoben das ca 5 Tonnen schwere und 3.3m breite Holzgestell auf den Sattelaufleger. Zum Glück aber war das ganze Gefährt noch mit 3.95m noch unter der Schwellgrenze. Trotzdem verlief die Fahrt recht Kämpferisch. Gleich bei Schiznach kam schon die erste Baustelle. Dort musste ich mich entscheiden, rechts ein beleuchtets Banklogo am Strassenrand mitzunehmen oder links Baustellen Pylonen zu überfahren. Die Lösung war links. So überfuhr ich mit der Überbreite, auf beiden Seiten ca. 35 cm, eine ganze Reihe Pylonen. Vor dem Durchfahren des Kantons Waadt musste ich mich, gemäss Sonderbewilligung, beim Strassenamt oder so melden. Sie teilten mir mit, dass ich vor Yverdon nicht durch die Tunnels darf, ich muss bei Estavayer le Lac die Autobahn verlassen und in Yverdon wieder auf die Autobahn. Dank dieser langen Umfahrung hat die Armee bei einigen Autofahrern eine eher negative Haltung bekommen. Teilweise fuhr ich über Sicherheitslinien, brauchte beide Spuren und behinderte den Verkehr. Ab Lausanne bis Genf konnte ich mindestens 6 Radarkasten messen, zum Glück war keiner für Lkw eingerichtet. Auf dem P49 beim Palexpo Gebäude warteten wir zuerst eine halbe Stunde bis die Verantwortlichen wussten wo abladen. So gegen 1800 waren wir dann auf dem Nachhauseweg. Ich kam erst gegen 2230 in Stans an. Ein geiles Gefühl der Einzige LKW auf der Strasse zu sein. Alles ist so ruhig.
Mein einziger Fahrauftrag am Freitag war ein Steinbock Stapler in Glarus abholen und nach Hinwil bringen. Damit keine Langeweile Aufkam wählte ich die Route mit Hin über Hirzel heim über Sattel und Axenfels.
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| Woche 3 |
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Erst am Donnerstag kamen die ersten richtigen, einigermassen geplanten Aufträge. Montag, Dienstag und Mittwoch erledigte ich diverse Wartungsarbeiten an den Lkw's. Am Mittwoch fuhren wir im kollektiv mit den MP Puchs in Richtung Brünig. Am Abend fuhren wir noch kurz mit dem nächsten Bosnien Kontingent in den Ausgang. Für den Donnerstag erhielt ich eine ruhige Rolle als Figurant für den LOT Kurs. Ich war Beifahrer eines Mannes dessen Frau hochschwanger im Spital liegt. Dies im einen Spiel, im anderen war ich der Mau Mau Shooter (Schussgeräuscherzeuger).
Am Freitag der erste richtige Auftrag. Zum ersten Mal war ich im eigentlich zugeteilten LogCenter, in Othmarsingen. Dort mussten wir zu zweit, einer mit dem Goldhofer Sattelschlepper, ein anderer mit dem Goldhofer Anhänger, wir mussten 2 Schneefräsen abholen und nach Stans bringen. Wir kamen gerade Rechtzeitig zum Zmittag in Stans an. Gleich danach fuhr ich alleine mit dem Fassi 600 Kran, also einem 8x8 Iveco auf den HOmberg nahe bei Hellbühl. Der Kühler am Kran kam in den Stress, den ich musste einen 7t schweren Container mit einem versetzten Schwerpunkt auf die Lkw Brücke nehmen und 10m weiter daneben wieder ablegen. Tja die ganze Schwere Prozedur dauerte fast 2 Stunden.
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| Woche 4 |
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So richtige Fahraufträge hatte ich und der einzige WK Möti keine. Von Montag bis Mittwoch waren wir mit dem Auswechseln des Swisscoy Konvoi. Es kamen 2 Anhänger Züge und einen Schlepper vom Kosovo und genau dasselbe fuhr am Dienstag Abend in Stans ab. Ich und der WK Möti führten Mat Kontrollen durch, tankten voll, waschten die Lkw sowohl aussen wie auch innen und machten die vielen PD's. Als kleine Abwechslung dazwischen stellten wir für den Orientierungstag den Fahrzeugpark auf, dazu der 8x8 Fassi und der gepanzerte Duro. Der grösste Erfolg der Woche ist, dass die Putzmaschine 2000 wieder funktioniert. |
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| Woche 5 |
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Zuerst wollten wir am Montag das Kapitel KFOR Konvoi abschliessen. Wir führten auf allen Fahrzeugen eine saubere Matkontrolle durch, putzten jeden staubigen Winkel aussen wie auch innen, so korrekt wir alles machten, erstaunte es den Zeugheusler dass wir bereits am Nachmittag mit der anderen Arbeit beginnen konnten. Wir räumten die Ladung zweier Container aus dem Kosovo aus. Nebst einigen Reifen bestand die Ladung auch aus Paletten und Kartons. Dabei sortierten wir alle Kartons und Paletten mit Splitterschutzwesten, CRC Schutzschildern und Kampfschüsseln 69?? aus und luden sie umgehend in einen Lkw mit Hebebühne.
Mit Containern hatten wir es auch am Dienstag zu tun. Mit dem IVECO Fassi 600 hoben wir einen Container aus der zweiten Reihe mit Zivilschutzkleider drin über einen anderen Container hinweg. Kaum 3000 Meter später waren wir auch schon im Zeughaus angelangt und stellten den Container platziert hin. Nach dem erledigten Auftrag am Vormittag konnte ich alleine endlich am Dienstagnachmittag den am Vortag geladenen Lkw mit Hebebühne ebenfalls am Zeughaus abladen. Bis allerdings abgeklärt war, wo und wie die Kampfschüsseln und der Grümpel verteilt werden müssen, wurde es auch schon 1500. Nun düste ich wieder nach Rothenburg um einen Duromotor abzuholen. Keine Ahnung für was das gut sein sollte, da wir eigentlich ca. 15 Duros auf Platz haben. Tja und informiert wird man auch selten.
Der Mittwoch begann ganz nett. Wir füllten bei diversen Lkws Motorenöl nach bis wir kein Öl mehr hatten. Danach kuppelten wir den lange Zeit im Regen gestandenen Goldhofer Anhänger mit dem dazugehörigen Solo Mulden IVECO zusammen. Wir fuhren gemütlich ohne böse Absichten zum Waschplatz und begannen mit dem was man auf einem Waschplatz so alles macht. Kaum so richtig in Fahrt gekommen wurden wir drei aufgespaltet, es hagelte nur so vor lauter dringenden Aufträgen. Schnurstrax holte ich von der Fahrzeughalle einen Goldhofer Sattelschlepper, fuhr aufs Arsenal, liess die Rampen hinuter, fuhr mit dem gepanzerten Duro auf die Ladebrücke, sicherte die Ladung und plötzlich staunte man nur noch. Was schon abfahrbereit Eigentlich kann dieser Auftrag nicht vor Dienstag ausgeführt werden. :-)))
Am Nachmittag holte ich zu später Stunde noch einen grossen Renault, der im Militär als Car bezeichnet wird. Punkt
0600 begann für die aus Othmarsingen geholten Schneefräsen von letzter Woche der letzte Marsch zur harten Arbeit. Mit der Radfräse fuhren wir bis nach Realp, die Fräse ohne Räder, also mit Raupen, transportierten wir sogar über die momentane Sperrgrenze am Furkapass hinaus. Blöderweise war die Raupenfräse auf dem 21.5m langen Anhängerzug und nicht auf dem Schlepper. Um irgendwie normal den Berg wieder hinuter zu kommen, stossten wir den Goldhofer Anhänger mit allen 480 Pferden in einer Kurve in die Schneeweide hinaus bis wir mit dem Muldenkipper genügend Platz hatten um vorwärts den Berg hinab zu fahren. In Andermatt luden wir als nächstes 2 von 3 Pistenfahrzeugen auf. Mit den Pistenfahrzeugen auf der Ladebrücke die Schöllenen hinunter war es eine nette Herausforderung für die Motorenbremse. Jedoch bis nach Othmarsingen sollte sie wieder erholt sein. Beim AMP Othmarsingen luden wir über die Mittagszeit die 2 Pistenbauer ab. Der Anhängerzug musste nochmals über die Teufelsbrücke in der Schöllenen nach Andermatt noch das verbleibende Pistenfahrzeug abholen. Die eigentlich geplante dritte Fräse von vergangener Woche kam vom Tessin, darum fuhr das Militär umweltbewussterweise ohne Ladung nochmal nach Andermatt.
Wieder 0600 Abfahrt in Stans nach einem harten Ausgang. Da ist man schon am Tag vorher voll ausgelastet, darf dann kaum richtig in den Ausgang um am Freitag wiederholt am 0530 aus den Federn zu gehen. Nun die Fahrt war noch angenehm, kein Stau nichts bis nach Basel wo ich den Soldat für den Kosovoeinsatz am Flughafen bereits am 0715 in den Krieg ziehen lies. In Stans zog es mich dann auf dem direkten Weg ins Ziel (warmes Bett). Lange hielt die Ruhe nicht inne. Am 1100 ging’s weiter. Zum letzten Mal auf den Homberg bei Hellbühl nahe Ruswil. Mit dem Fassi 600 drosselten wir in Rekordzeit den Berg hoch. Oben angekommen brauchten wir keine halbe Stunde um den 8 Tonnen Container aufzuladen. Bemerkung: Alleine brauchte ich fast einen ganzen Nachmittag. Mit leisen 300 Kilo zuviel nahm uns dann im Grauholz die MP raus. So ein Schwein auch, dass sie nicht wägen konnten. So war dies nur eine Routinekontrolle und keine Strafzettelvergabe. Gleich die nächste Ausfahrt nutzen wir um den Container bei der RUAG in Bern abzuladen. Als wir in Stans ankamen, war bereits die restliche Kompanie beim Abtreten. 1630 Uhr. |
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| Woche 6 |
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Da am Freitag niemand mehr da war um zu sagen wie der Dienstag aufgeteilt ist, vermag mein Kopf am Dienstagmorgen zu welcher Zeit wohl?? Klar wieder früher am 0600, nicht erahnen dass wir eventuell nicht genügen Diesel haben könnten. So fuhren wir los Richtung Frauenfeld. Stau 1 in Baar, Nummer 2 und 3 in Zürich und beim Retourweg von Frauenfeld nach Uster gleich Stau Nummer 4. In Frauenfeld luden wir eine Rangierloki 08 der Schweizerarmee. Mit der modernen Loki welche 18 schwer ist, mussten wir am 1200 in Bellinzona sein. Kichern kichern. Es war leicht später am Nachmittag am 1630 Uhr bis wir endlich das Ziel erreicht hatten. Es lief so einiges schief. Der Höhenunterschied von Chur bis Hinterrhein, Ort beim Tunneleingang zeigte sich alarmieren auf die Tankanzeige. Knapp vor dem roten Bereich füllten wir noch 260 Liter vor der Tunneldurchfahrt auf. Da hatten wir Schwein, dass noch eine kleine Tankstelle vor dem Loch steht. Der Anhänger mussten wir aber abhängen um zu tanken. Auf dem Kiesplatz dauerte es sicherlich weitere 10 Minuten um den Anhänger wieder anzukoppeln. Eigentlich waren wir bereit um den Tunnel zu passieren. So doof nur, dass ausgerechnet zu dieser Stunde der San Bernandino nur von der Tessiner Seite befahren werden konnte. So nutzen wir die Gelegenheit und assen in der Halbenstunde Ruhezeit unser Zmittag. Im Tessin in Bellinzona fuhren wir zuerst noch in die Falsche Himmelsrichtung bis wir dann endlich am Ziel angelangt sind. Das Tagesziel nicht zum HV in Stans zu sein, hätten wir ebenfalls erreicht, wenn da nur nicht das HV verschoben worden wäre.
Am Mittwoch mussten der WK Soldat und ich getrennte Wege gehen. Sein Auftrag war 4 FUGs von Chur nach Mels zu verschieben und am Schluss zwei solcher FUG nach Stans zu nehmen um am Donnerstag, seinem letzten Diensttag die Feldumschlaggeräte in Burgdorf abzuladen. Mein Auftrag war fast ähnlich, anstatt die alten FUG musste ich bei der Wacker Neuson AG in Volketswil die nächste Generation Feldumschlaggeräte abholen. Wiederum am 0600 Uhr war eigentlich Abfahrt von Stans. Die neue Generation FUG sind so genannte Bobcats oder so ähnlich. Dies sind so kleine Bagger, welche verschieden artig eingesetzt werden können. Man kann bei denen die Front wechseln und schon kann man aus einem Bagger einen Gabelstapler machen. Auch kann man die Front durch einen Bohrer ersetzen und zum Felsen brechen einsetzen.
Mein Nachmittagprogramm wusste ich schon am Morgen. Für mich galt es den P3 von Rothenburg nach Kreuzlingen zu verschieben. Aber als ich den Auftrag starten wollte, musste ich für eine Stunde die Fahrzeugausstellung wegräumen. Dadurch verlor ich Zeit und es bestand zum Glück keine Möglichkeit mit dem Spezial Duro rechtzeitig nach Kreuzlingen zu gelangen.
Leider gab es noch einen Donnerstag und so wurde der Mowag Duro 3P am Donnerstagnachmittag nach Kreuzlingen am Bodensee überführt. Nach der Überführung gingen wir im Kanöndli in Frauenfeld das Znacht geniessen. Zurück in Stans waren wir allerdings erst gegen 2200 Uhr. Vor der Verschiebung nach Kreuzlingen hatte ich meinen ersten Gefahrenguttransport. Ich durfte Munition von Sarnen nach Thun, mit der aufgeklappten orangenfarbigen Tafel, transportieren.
Zu allererst brauchten wir jeden Mann am Freitagmorgen. 24 Puchs mussten von der Kaserne in die Halle 3 verschoben werden. Die ganze Verschiebung für 5km dauerte knapp 2 Stunden.
Danach wiederum das gleiche wie am Vorabend. Ein weiterer P3 verschoben wir nach Kreuzlingen. Nach der Rückkehr mit dem Löfti Skoda war dann schon bald Feierabend. |
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| Woche 7 |
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Wie die vorherige Woche endete, ging die siebte Woche weiter. Gleich als erstes fuhr ich mit dem gepanzerten Duro via Sihltal und Stadt Zürich nach Kreuzlingen. Nach dem dritten Essen in Frauenfeld wählten wir den Heimweg via Stadt Zürich, der Goldküste nördlich des Zürichsees entlang nach Wollerau dann einen Schleichweg bis wir in Zug wieder auf die Autobahn fanden. Wir hatten auch alle Zeit die Routen selber zu wählen und die Schweiz besser kennen zu lernen.
Am Dienstag brauchte ich einen ganzen Tag um ein Unfallfahrzeug zu laden und am entsprechenden Ort zu platzieren. Natürlich brauchte ich nicht so lange, aber ich musste warten bis der Oberstleutnant mir am Nachmittag erst den gestellten Unfallort zeigte. Zwischendurch machte ich einen Car Ausflug nach Engelberg damit ich am Donnerstagabend mit genügen Fahrpraxis den internationalem Besuch ins Militärmuseeum chauffieren kann. Des Weiteren erkundete ich am Mittwoch noch mit dem Car das Seelisberggebiet. Nach 100km Fahrpraxis war ich nun bereit für den Carauftrag am Donnerstag. Etwas Einzigartiges machte ich auch am Mittwochnachmittag. Zu zweit mussten wir zwei seit zwei Jahren nie gebrauchte Muldendumper auf dem Militärareal bewegen. Und das nur weil sie bald Service haben und der Händler nicht das Gefühl hat, die Armee kaufte die Dumpers nur zum anschauen. Am Fronleichnam, dem zweiten heiligen Donnerstag im Mai hatten wir unseren größten Auftrag. Mit zwei Sattelauflegern, einer davon mit, der andere ohne Rampe und einem Anhängerzug fuhren wir nach Chur um speziell für die Euro Absperrgitter abzuholen. Wo die anderen Lkw im Militär nur höchstens 2 Set Gitter laden können, brachten wir ohne weiters mit unseren Lastwagen 4 Sets auf die Ladefläche. Da alle LogCenter in der Zentralschweiz am Donnerstag einen auf heilig machten, lieferten wir die Gitter erst am Freitagmorgen aus. Noch zum Wochenende fassten wir 2 Wabra's mit dem Schlittenanhänger. Nächste Woche geht wohl die Post ab.
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| Woche 8 |
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Schon ist auch die Achte Woche als Durchdiener vorbei. Nicht nur die Fans der Schweizernationalmannschaft sind vom EM Fieber gepackt, auch das Militär. Man merkt es auf den Strassen, es sind mehr Fahrzeuge des Bundes auf den Strassen anzutreffen. Dank der EM fassten wir extra vom Log Center zwei Wabra Anhängerzüge, welche am Dienstag und Mittwoch fast 700 Kilometer unterwegs waren. Am Montag bereite ich den Fahrzeugpark für die kommende Woche vor. Am Dienstagmorgen auf die 0700 Uhr waren wir bereits mit den Wabra und einem Puch im LOTH. Mit einem Anhänger 87 und 3 Container mit einem Flat machten wir uns unterwegs nach Kandersteg. Zur Mittagszeit konnten wir alles an Ort und Stelle absetzen und waren bereits am 1600 Uhr wieder im LOTH am Vorladen für den nächsten Tag. Dabei mussten wir mit 4 Containern, einer davon auf dem IVECO Fassi, einem Flat und einem kleinen 87er Anhänger nach Bern in die Bundeshauptstadt. Bis zur Mittagszeit waren wir auch mit Abladen fertig. Das coolste an der Mission in Bern war, dass wir mit den LkW durch eine Enge Kurve manövrierten, die Strasse war eigentlich eine Fussgänger und Radstrasse. Auch waren Bäume und Gebüsche ein Hindernis für den Kran. Ganz speziell war ein Container, dessen Schwerpunkt war nicht etwa in der Mitte sondern leicht versetzt ist. Dazu brauchte man einen schweren Adapter welcher den Schwerpunkt überwinden und besser verteilen soll.
Am Donnerstag waren wir wieder mit den Schneefräsen ausliefern beschäftigt. Zu zweit verkehrten wir Unabhängig voneinander zwischen dem LOTH und Andermatt. Fast so wie eine Standseilbahn kam mir unser Auftrag vor, war der eine im LOTH beim Abladen, war der andere im Regenwetter in Andermatt und lud eine Radschneefräse auf. In der Mitte kreuzten wir uns dann wieder, die Mitte dabei war per Zufall unsere Kaserne in Stans. Nun der Tag war für mich noch nicht vorbei, während die anderen im Ausgang waren, hatte ich einen langen Fahrauftrag. Mit dem Car durfte ich Personen aus 14 Nationen welche militärisch in der Schweiz verweilten, von der Kaserne vier Kilometer weiter zur Talstation der Stanserhornbahn chauffieren. Am 2230 Uhr hatten sie genug vom Regenwetter auf der Bergspitze, darauf wurden sie mit dem KFOR Ex-Einsatz Car liebevoll von mir zurück chauffiert. |
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| Woche 9 |
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Noch eine Woche bis zur EM und der Aufwand vom Militär nimmt kein Ende.
Am Montagvormittag war ich schon am 1030 Uhr in Elgg in der nähe Winterthur. 2 Sanität Hist Container musste ich auf den Wabra Anhängerzug aufladen. Sobald ich in Stans zurückgekehrt bin, legte ich mich schlafen. Am 2200 rückte ich zu später, verbotener Stunde noch aus. Mit der Sanitätspolizei verabredeten wir uns am 0030 auf der Raststätte Grauholz. Insgesamt lieferte die Swissint 3 San Hist Container, 2 aus Elgg einer ab Bronschhofen, nach Bern. Die 2 Container welche zurzeit in der Bundesgasse und der eine in der Nägeligasse im Einsatz sind, wurden von uns abgeladen. Als ich erst am 0330 in Stans zurück war, musste ich sogar über die Barriere klettern um noch ins Bett zu gelangen. Bis nach dem Mittag verweilte ich im Bett, beinahe hätte ich einen Schneefräse Auftrag verpennt. Am Dienstagnachmittag holte ich die letzte Schneefräse ab. Diese war nicht in Andermatt sondern im Glaubenberg. Eine einfach geile Passstrasse von Sarnen nach Entlebuch. Am Mittwochvormittag brachte ich die Fräse dann zum LOTH Othmarsingen. Am Donnerstag vollendete ich die San Hist Container Aufträge. Der letzte Container in Elgg musste nach Thun zum Eisstadion. Irgendeiner dachte ein Container sei 4.5m lang und plante alles mit dem Falschen Mass ein. Leider machte ich ihnen einen Strich durch die Planung.
Sinnlos war der Auftrag am Freitag. Mit dem Fassi musste ich in Belfaux nahe Freiburg einen BBC Tankcontainer abholen. Als ich dann vor Ort war, war es nicht ein üblicher BBC Container sondern einen weissen grösseren Container. Wegen dem Stichwort BBC wechselte ich den Fassi mit einem Wabra. Aber da es einen anderen, eben nicht BBC Container ist, konnte ich den weissen Tankcontainer nicht mitnehmen, da das Fahrzeug ansonsten 4.10m hoch gewesen wäre. Tja so fuhren wir wieder leer retour nach Stans. |
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| Woche 10 |
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Der 190. Konvoi der Swisscoy erreichte am Samstag die Schweiz. Am Montag und Dienstag sowie Donnerstagvormittag waren immer mindestens 4 Leute beim Lkw waschen, abgeben, austauschen und vorbereiten für die Abfahrt in den Kosovo. Nebenbei mussten die mitgebrachten Container ausgeladen werden. Aufträge hatte ich nur zwei die ganze Woche. Am Donnerstagabend vor dem Ausgang mit 40 Leuten von Kriens ins Stadttheater Luzern und am Freitag musste ich den nicht ganz wirklich richtigen BBC Container von Belfaux nach Emmen überführen, diesmal mit einem Fassi. Die WK-Soldaten kamen allerdings die Woche durch auf ihre Kosten. Einige durften mit dem 12.5m3 Mulden LKW Holzschnitzel nach Kreuzlingen überführen.
So einige Stunden verbrachte ich in dieser Woche in der Trsp Zentrale as Stv, des Stv des Löftis Stv’s Stv. Noch irgendöpis klar? |
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| Woche 11 |
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Die ganze Woche brachten wir mindestens 5 Fz oder Anh in die Rep. Die Fahrschule der Militärpolizei für den Einsatz brachte es fertig 2 Anhängerbremsen zum verhocken, die Einspritzdüse eines Duros zum ausspritzen und das Getriebe zum Heulen zu bringen. Der grösste Ölteich, nicht Ölscheich, verdankten wir einer defekten Fassikranhydraulikleitung. Dabei mussten rund 40m2 mit Ölbinder abgedeckt werden. Das entspricht etwa 5 ölbindemittelsäcke.
Das absolute Highlight der Woche und meiner Karriere bisher war am Dienstag. Welch ein geiles Gefühl mit 53 Tonnen und 3.3 Meter von Thun nach Walenstadt zufahren. Wir transportierten mit einem Goldhofer Sattelschlepper eine Schützenpanzer 2000. Über den Hirzel war es besonders aufregend, da mussten noch so einige Lkws anhalten. Am Donnerstag stellten wir 4 Unfallfahrzeuge mit dem Kranlkw, Merlo, Kalmar, Goldhofer Anhänger und Mulden Iveco für ein Unfallszenario bereit. Dabei handelte es sich um einen Auffahrunfall wobei dann vier von uns zum Unfall geschehen den Durchgangsverkehr spielen mussten. Mit den neuesten Puchs fuhren wir auf der Halbwegsgeländepiste mit viel Freude und ein klein wenig mehr Fahrpraxis im Nachhinein. |
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| Woche 12 |
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| Tja die letzte Woche der WK Soldaten d.h. es ist Kompanieabendwoche. Am Montag besuchten wir mit dem Feldi die NEAT in Erstfeld anschliessend war geplant den Grill in Seedorf bei den Inseln aufzustellen aber der Plan viel ins Wasser und wir grillierten in Altdorf. Am Abend führte uns der Feldi noch durch die Urner Hauptstadt. Am Dienstag war dann Mitarbeiteressen der Swissint. Es waren Leute von Zivilisten bis zum Oberst anwesend. Mit dem Car durfte ich die Personen von Stans auf den Bürgenstock verschieben. Vorher ging ich aber eine Runde Fahrpraxis sammeln nach Seelisberg. Mit drei Kipper Iveco à 12.5m3 Volumen fuhren 3 Leute vom gastierenden FU Bat 22 mit Holzrinde von Thun nach Isone dies 4 Tage lang. Insgesamt fuhren 10 Lkws in dieser Zeit durch den Gotthard. Die Durchdiener verzichteten freiwillig auf den befohlenen Sport in der Halle, nur damit wir den Durofzpark der MP-Fahrschule von einem Heuhaufen zu einem Heustapel umwandeln konnten. Den einzig richtigen Auftrag hatte ich am Freitag. Mit zwei Sattelschleppern verschoben ich und der neue Durchdiener die letzten 2 Piranhas von Rothenburg nach Herisau. Zuvor überbrachten 2 WK Mötis die ersten 3 der insgesamt 5 Swisscoy Piranhas. |
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| Woche 13 |
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Auf dem Flugplatz Bouchs NW stand die ganze Woche eine Breitling Super Conny. Leider wurde der Pilot nicht richtig instruiert wo er den grossen Flieger hinstellen sollte. Swissint sei dank haben wir einen grossen starken und fein abgestimmten Mercedes mit Wandlerschaltkupplung. Mit dem 2638 Mercedes drehten wir den 44t schweren Flieger um 90 Grad.
Am Mittwoch brachte ich einen mit Munition gefüllten Container nach Herisau zu den Piranhafahrer Rekruten. Echt interessant war der Ablad des Containers. Wir mussten den Container um 180 Grad umdrehen und genau an Ort und Stelle platzieren. Mit dem fleissigen Helfer war das kein Problem. Auch die Platzsorgen für die Hilfstützen erübrigten sich. Da ich ohne Anhänger unterwegs war wählte ich den Retourweg über die Wasserfluh. Echt krass die Strasse teils Kurven sind tödlich für einen Lkw mit solch schlechtem Einschlag.
Für den Donnerstag behielt ich den Lastwagen gleich. Am Morgen durfte ich zum dritten Mal einen speziellen Container der Luftwaffe und RUAG auf den Homberg verschieben. Der Container musste im richtigen Winkel auf der Höhe abgesetzt werden, dies ist nur mit dem Fassi möglich. Kaum hatte ich den Container platziert musste ich wieder nach Bern zum Verwaltungsgebäude und 2 weitere Container heben. Den ersten Container nahm ich auf den Lkw, kaum aufgeladen luden wir noch für eine andere Einheit die Absperrgitter auf einen 10DM. Anschliessen lüpften wir im Zeughaus Bern den Container vom Fassikran auf einen Wabra Anhänger. Im nächsten Schritt auf der Seite gegenüber des Gebäudes luden wir zuerst weitere Absperrgitter auf den 10DM, dann den speziellen Durchgangscontainer mit dem versetzten Schwerpunkt auf den FassiIVECO. Danach die schwere Spezialhalterung auf den Saurer. Die ganze Ladung mit einem Zusätzlichen Anhänger 87 verschoben wir nach Othmarsingen. Blöd nur auf dem Rückweg nach Stans staute der Verkehr von Gisikon bis zum Stadttunnel. Toll 2 Stunden weniger Ausgang.
Am Freitag verreiste endlich das FU Bat ich hatte die Ehre sie mit einem 6DM nach Otmarsingen zu überführen, so lieb ich bin nahm ich den alten Mercedes Car für diesen Auftrag. Positives dabei ist Sound und eine sicherlich angenehmere Reise weder auf der Ladebrücke eines Sauerers.
Am Nachmittag gaben wir einen Schlepper in Rothenburg ab und bereiteten den nächsten Konvoi nach Suva Rekka vor. |
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| Woche 14 |
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Zum ersten Mal in meiner Militärkarriere durfte ich mit einem militärischen Fahrzeug ins Ausland. Der Auftrag Schweiz – Kosovo wurde schon einen Monat im Voraus geplant. Die Woche vom 7. – 11. Juli 2008 konnte ich kaum erwarten. Anstatt am Sonntagabend rückte ich erst am Montag ca 1600 Uhr in Stans ein. Der Grund war die befohlene Ruhezeit als Vorbereitung für die bevorstehende Nacht.
Gegen 1800 Uhr trafen alle Teilnehmer des Konvois ein. 4 Fahrer waren von der Swisscoy 18, 2 von der Swissint darunter ich, einer war ein LBA Mitarbeiter und ein anderer von der mobilen LBA in Thun. Zirka am 2000 Fuhren wir mit 2 Schleppern IVECO einer davon mit Rampe, beladen mit einem SaniDuro, der andere ohne Rampe, beladen mit einem gepanzerten SaniDuro, zusammen mit zwei Mercedes Anhängerzügen mit Containern sowohl auf dem Lkw als auch auf dem Anhänger, ab in Richtung Süden. Unser erster Halt war noch 2 Meter in der Schweiz kurz vor dem Grenzübergang in Chiasso zur Uhrzeit 2215. Nach Milano und zwei Mautstellen wechselten wir zur ersten Stunde (0100 Uhr) auf einer Raststätte zum ersten Mal vom Fahrer zum Beifahrersitz oder umgekehrt. Jeder Lkw hatte Doppelbesatzung. Morgenfrüh nach einigen Zwischenhalten ca am 0520 sahen wir zum ersten Mal die Sonne im Meer spiegeln. In Ancona, nach der Mautstelle am Ende der Autobahn, fuhren wir alles Richtung Porto (Hafen). Wir waren rund eine Stunde zu früh am Hafen. Der böse italienische Wächter am Hafen hatte wohl zu wenig geschlafen, weshalb er uns zurück wies. So drehten alle vier Lkws um und suchten einen Parkplatz in der Umgebung. Ca 1 km zurück von der Anfahrtsstrecke machten wir uns selber einen Parkplatz am Strassenrand. Alle 8 Personen versuchten in der Morgensonne bei, bestimmt schon 25 Grad und sehr trockener Luft, eine Prise Schlaf einzuziehen. Ich machte es mir auf der Liegebank im IVECO 6x6 bequem, ohne Klimaanlage bei ausgeschaltetem Motor war das aber ähnlich einem Treibhaus. Als freundliche Geste der Schweizerarmee fuhren wir zum Trotz am 0750 Uhr wieder zum Hafen retour obwohl er erst am 0800 öffnen wollte. In der Zwischenzeit aber hatte der Wächter wohl ausreichend Kaffee bekommen und liess uns vorher die Einfahrt gewähren. Bis zur Ankunft der Fähre um ca 1230 Uhr versuchten wir alle zu schlafen, die einen auf der Ladebrücke, andere in den SaniDuros und wieder andere im Lastwagen. Nach dem Schlaf hatten wir noch ausreichend Zeit um sich eine Aludose Mineral zu gönnen und den Tank mit den Reservekanistern nach zu füllen. Ungefähr um 1340 konnten die 4 Lkws der KFOR als ziemlich letzte Camions in den Rumpf der Superfast Ferries IV einparkieren. Kaum einparkiert mussten wir unser Zimmer beziehen. Es war ein kleines Zimmer mit einem Fensterlein mit Dusche und WC und 2 Betten und 2 Klappbetten. Keine Halbestunde war vergangen waren wir bereits an der Bar auf dem obersten Deck und schon war die Fähre dabei sich von Italien zu entfernen. Auf der Fähre hatten alle genügend Zeit sich aufzufrischen, vorzuschlafen und zu verpflegen. Im à la Carte nahmen alle miteinander ein richtiges Menü zum Abendessen. Einige tauchten noch auf Deck im kleinen Salzwasserhaltigen Swimmingpool. Der letzte war bereits vor 2300 Uhr im Schlafzimmer zu Bett gegangen. Am ersten und zweiten Tag fuhren wir bereits 770km
Klopf Klopf und Igoumenitsa waren die ersten Worte welche wir am Mittwoch zu hören bekamen. Bereits am 0430 nahm uns das Weckpersonal aus dem Schlaf. Gemütlich zmörgeleten alle im Cafe. Schnell ging es weiter, um 0530 legte die Fähre in Griechenland an, eine Viertelstunde später waren wir bereits auf der Autobahn nach Ioanina. Ab dem Hafen in Igoumenitsa begleitete uns die griechische Militärpolizei den ganzen Tag mit einem Puch bis an die Grenze von Mazedonien. Je nach Lust und Laune begleitete uns auch ein Fahrzeug der zivilen Polizei. Eine Halbestunde nach dem Anlegen auf griechischem Boden tankten wir zum ersten Mal randvoll auf. Während dem tanken hatten andere Zeit die Scheiben zu wischen und Vorrat am Kiosk für einen Spotpreis zu besorgen. Berg auf und Berg ab ging es den ganzen Morgen, da wurden Lkws überholt die hatten um einiges zu viel geladen. Die doppelte Sicherheitslinie galt in Griechenland wohl nur als eine gestrichelte Linie. Da gab es Überholmanöver bei denen man in der Schweiz das Billet abgeben konnte. Wir durften nie den Anschluss zur griechischen Polizeibegleitung verlieren. Auch nicht bei einer Ampel. Nicht nur einmal war es der Fall, dass kurz nach der Durchfahrt des MP-Puchs die Ampel auf Rot wechselte, da galt es Augen zu und durch bei Rot und dies gleich mit 4 Lastwagenzügen. Erstaunlicherweise hupten nur wenige frustrierte. Einmal überholte einen Pw mit französischem Nummerschild einen Lkw unseres Konvois nach dem anderen, obwohl der Lenker kaum die hälfte seines Überholweges überblicken konnte. Kurz die griechischen Berge waren nichts für schwache Nerven, auch wegen der fehlenden Kloschüssel auf jedem WC im ganzen Land. Die ganze Bergstrecke fuhren wir auf den Strassen E90 und E92 alles in Richtung Thessaloniki, Metsovo und Larissa. Vor Larissa im Osten des Landes tankten wir am heutigen Tage bereits zum zweiten Mal. Nach dem Auftanken und nach Larissa fuhren wir weiter in Richtung Thessanoliki immer das Mittelmeer in Augenweite. Nach einer Mautstelle im Osten in Richtung Norden folgte ein schönes aber enges Tal. Die Grenze von Mazedonien erreichten wir um 1545 Uhr. Die ganze Wegweisung folgten wir der Hauptstadt Skopie. Verrücktes gab es auch in Mazedonien dem Land mit dem rot-gelben Mond Wappen. Da war gleich nach dem Zoll doch Tatsächlich ein Mann mit dem Fahrrad auf der Autobahn. Komisch auch die Baustellen, da wurde die Ampel nicht etwa im Minutentakt von Grün auf Rot gewechselt sondern nach einer gewissen Anzahl Fahrzeugen. Wie es das Schicksal wollte, fuhren die hinteren beiden der Swisscoy KFOR Lastwagen auch bei Null bei der Ampel vorbei. In der Nähe von Skopie mussten wir vor der einreise in den Kosovo zur NSE. An jenem Ort lagerten die Fahrer der MNLU des 18. Swisscoy Kontingents ihre Einsatzausrüstung. Streng nach Vorschrift mussten alle den Pass zum allerersten Mal vorweisen. Wir kehrten wieder um und fuhren nach Skopie. Quer durch die Hauptstadt trauten alle unseren Augen nicht. Erstaunlich diese Kultur, in solch schlimmer Lebensqualität wirken viele fröhlich. Bei der bekannten Zigeunerkreuzung feierten die Erwachsenen zum Glück eine Hochzeit, so dass nur die Kinder auf der Strasse bettelten. Bei einem Mercedes kletterten die Bettelkinder sogar an den Rückspiegel. Nicht unweit des Bettelplatzes weiter in Richtung Beogard waren wir schon an der Grenze zum Kosovo. Fürs Militär wurde ein eigener Zoll aufgebaut mit strengen Kontrollen. Als das Tageslicht zu verschwinden beginnt, fuhren wir bereits auf den Kosovo Strassen. Die Verhältnisse auf der Strasse waren verwunderlich. Da fuhren Mähdrescher mit 5m breite ohne Rücklicht, wenn überhaupt mit Licht auf der Hauptstrasse, jeder Lkw musste zum kreuzen einen Meter aufs Land ausweichen. Der Strassenrand war im Dunkeln an Teilstrecken mit Feuerchen bemerkbar. Die Feuerchen waren aber keine Lampen, sondern Abfall der angezündet wurde. Über den Dulje Pass war die ganze Strecke am Strassenrand einen tiefen Wasserkanal, aus welchem es unmöglich wäre mit den Reifen rauszukommen wenn man hinein fährt. Kurz vor der Stadt Suva Rekka bemerkten wir erst nach dem Überholmanöver, dass uns ein Traktor ohne Licht entgegen kam. Mit dem Funkgerät warnten wir aber die hinteren Lastwagen vor der Gefahr. Auf einer kleinen Anhöhe war dann links das Camp Casablanca der Schweiz und Österreich um 2130 zu sehen. Die Lkws stellten wir nach 765km am zweiten Tag und insgesamt 1535 Kilometern und nach dreimal volltanken auf den Degenplatz ab. Kurzerhand bezogen die Vier Gäste die Container und anschliessend nahmen wir für 4.20 Euro ein schmackhaftes Essen im Swiss Chalet ein. Bis 2300 gönnten wir uns das ein oder andere Nervenstärkende Bierchen. Am Donnerstag standen wir erst am 1000 Uhr voll ausgeschlafen auf. Nach einem Frühstückskaffe im Österreicher Hof luden wir den Konvoi aus. Nach getaner Arbeit war aber schon bald Mittagszeit. In der von Österreich geführten Kantine gibt es saumässig gutes Essen. Ich erkannte sogar einige Infanteristen welche im Februar und März in Stans die Ausbildungskurse besuchten. Ich war damals für sie einer von vielen Schauspielern für jegliche Szenarien. Am Nachmittag mit frischer Energie mussten wir unsere Lastwagen waschen. Anders gesagt: Wir fuhren sie waschen. Kaum 200 Meter von Camp entfernt war ein Waschplatz wo das Militär ihre Fahrzeuge hinstellen kann, und dann von den Kosovaren gereinigt wird. Dadurch fördert die Schweizerarmee die Wirtschaft vor Ort. Die Qualität von den Wäschern erstaunte. Die Lastwagen glänzen nachher aussen wie auch innen. PS: Sogar besser als die von mir gewaschenen Lkws. Nach dem Waschdurchgang luden wir noch die SaniDuros ab und dann hatten wir endlich Zeit das Camp zu durchsuchen. Da gibt es einen Friseur, ein Fitnessstudio, einen Swimming Pool, Volleyball Felder, Fussball und Unihockeyfelder, Basketballkörbe, einen leerstehenden Eisenbahnwagon, dazu noch diverse Restaurants und Beizen wie das Swisschalet, das Pulverfass, den Ö-Hof uvm. Der Donnerstagabend dauerte nicht viel länger als der vorhergehende, denn am 2300 ist im ganzen Camp Nachtruhe. Rechtzeitig um 0930 wurden die 4 heimkehrenden Konvoifahrer, einige Feriengehende der Swisscoy und wenige Besucher vor der schweizerischen Poststelle im Kosovo vom pinkfarbenen Setra Car abgeholt. Die Fahrt zum italienischen Camp war für einige ein Blick in eine Fremde Welt. Überall sah man Abfall am Strassenrand liegen, viele Kinder warteten mit einem Hochdruckreiniger am Vorplatz ihres Hauses auf einen Kunden. Man sah diverse alte Fahrzeuge aus der Schweiz, da sah man einen Rhäzünser Saurer, alte Postautos, Migros Kühlwagen und so einige weitere Lkws.
Bei den Italienern im Kosovo erwartete uns die schweizerische Militärpolizei und durchsuchte unser Gepäck nach Drogen und Schmuggelware. Ich war nicht der einzige der das Deo Spray zurücklassen musste. Mein dritter Flug im Militär war nicht so angenehm wie die vorhergehenden. Die Propeller der Maschine übertönten alle Gespräche und Informationen der Begleitdame. Dafür aber hatte man diesmal die Möglichkeit die Ostküste der Adria zu bewundern. Diese Fluglinie zog sich über Festland. Die ganze bisherige Woche bekamen wir keinen Tropfen Regen ab, bis wir ins Alpengebiet kamen blieb das auch so, doch die ersten Wolken zeigten sich vor Österreich. Beim Landeanflug in Basel blitzte es auf allen Seiten des Flugzeuges unser Pilot brachte uns noch reibungslos auf den Boden als ein gewaltiger Sturm aufkam. Äste flogen auf die Landebahn und überall sah man es blitzen hörte lautes donnern. Am Flughafen Basel holte uns der Durchdiener Verkehrssoldat von der Swissint ab. Um 1600 fuhren wir in Basel ab, wie es üblich ist kamen wir auf der Heimfahrt in den Stau im Autobahndreieck. Schlussendlich waren wir um 1900 Uhr wieder in Stans. |
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| Woche 15 |
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Noch 6 Wochen Militär und davon eine unbestimmte Anzahl Ferientage. Um meine Ferien einzuziehen nahm ich bereits am Donnerstagabend Ferien über meine 16. DD Woche bis zum 28 August 08.
Bis ich schlussendlich abtreten konnte dauerte es aber und es gab noch dies und das zu tun. Als erstes mussten wir die zwei Mercedes des vorhergehenden Konvois in die Schweiz putzen, ausräumen und dem AMP abgeben. Für die ganze Arbeit benötigten wir gerade mal einen halben Tag zu zweit. Am Nachmittag ging ich mit einem WK Soldaten auf die Fahrschule nach Engelberg und zeigte ihm unseren Top Fahrzeugpark. Die Mercedes in Rothenburg wurden am Dienstagvormittag liebevoll von meinen Händen eingeschmiert. Trotz der Zentralschmierung waren ca. 70 weitere Nippel zum schmieren. Am Nachmittag bekam ich kurz einen spontanen Auftrag. Dies erst gegen 1500 Uhr. Rasch wie möglich ging ich mit einem Hebebühne Iveco mit dem Container nach Sursee zwei Zelte laden. Aufgrund eines grammatischen Fehlers auf dem Auftragsdokument hätte kurzerhand noch nach Emmen ein Fass Autoschampo holen müssen, liess es aber auf Grund des Kompanieabends sausen, schliesslich musste ich mit dem alten Mercedes Car 21 Leute auf die Allweghöhe fahren und später nahe der Grillstelle ausladen. Unbemerkt am Abend wechselte ich den Car mit einem Duro aus, damit die Kompanie nach dem gemütlichen Beisammensein nicht noch zum Car marschieren musste. Am Mittwoch besuchte ich nach langer Zeit wieder die Mowag in Kreuzlingen. Mit einem Adjutant holten wir kurz vor Mittag zwei umgerüstete gepanzerte Duros der dritten Generation, IIP oder auch GMTF genannt. Die Armee hat davon 120 Fahrzeuge für die Infanterie bestellt, davon hat die Swissint fünf Stück. Als das Wetter von schön auf schlecht bis grusig umstellte, fuhr ich mit einem Fassi IVECO zusammen mit einem Mercedes Anhängerzug für Container über den Brünig nach Thun zur Ruag. Ein Container war 8500 Kilo schwer. Mit dem Fassi 8x8 hat man gerade noch 7700 Kilo Nutzlast. Demnach hätte ich überladen gehabt, wobei im Ausweis stand noch eine Ausnahme bis 40 Tonnen, welchen mich aus dem Seich hob. Wegen des schweren Gewichts und keiner vorhanden Motorbremse beim Mercedes 2635 wählten wir den Heimweg via Bern auf der Autobahn. |
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| Woche 17 |
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Meine letzte Woche bei der Swissint. Es wurde mir aber erst am Donnerstag mitgeteilt, dass es meine letzte Woche war.
Tja in der letzten Woche war wieder alles so wie vor meinen Ferien. Noch im halben Tiefschlaf am Sonntagabend teilte mir der Disponent mit, dass ich gleich am 7 Uhr am Montagmorgen mit einem Adjutant nach Thun muss. Danke für die Info, aber bis zum AV wäre ich auch wach gewesen. Genau zur Znünizeit waren wir in Thun, leider war Niemand vor Ort. Bei der Ruag holte der Adjutant einen gepanzerten Mowag Duro (3P). Ich durfte dann mit seinem Auto nach Stans über den Brünig zurück. Anschliessend ans Zmittag chauffierte mich der Verkehrsoldat nach Othmarsingen von wo ich das seltene Privileg hatte den 3 Achser Pneukran 1040 nach Stans zu überbringen. Das Fahren mit dem Pneukran ist etwas anders als mit einem gewöhnlichen Lkw. Normale Lastwagen haben keinen Überhang über die Fahrerkabine. Der Pneukran schon, weshalb ich auch ziemlich erschrak als ich die Kreiselkombination in Stans durchfahren habe. Am Abend sogar nach dem HV stellten die Möttis die Muldenkipper in die Fahrzeughalle am Flugplatz, anschliessen schmierten wir zusammen noch die Goldhofer bis kurz vor Mitternacht. . Genau wie am Vortag durfte ich wieder nach Thum an den genau gleichen Ort. Diesmal holte ich einen Sanitätsduro fürs Vorortlager Emmen ab. Zum zweiten Mal wählte ich den Heimweg durchs Emmental. Schlussendlich ist man keine Viertelstunde über den Brünig. In Emmen gab ich das Fahrzeug ab, damit die Werkstatt den Duro einsatzfähig für die Swisscoy machen kann. Nach Stans zurück ging ich mit dem gepanzerte Infanterie Duro. Der Dienstagnachmittag war der wohl langweiligste Teil der Woche. Mein Motorfahrer Herz schlug erst richtig am Mittwoch und Donnerstag. Endlich richtige Aufträge. Am Donnerstagmorgenfrüh um 0615 Uhr waren wir zu zweit mit den Iveco Muldenkippern zwischen Sattel und Steinenberg im Kanton Schwyz und liessen uns die Mulde mit Baumrinden füllen. Bereits um 0700 Uhr waren wir vollbeladen mit gesicherter Ladung unterwegs nach Isone. Alles lief gut, so waren wir mit den Power Lkw um 1000 Uhr in Isone wieder leer gekippt. Da wir früh aufstanden, waren wir der Zeit weit voraus, da wir der Zeit weit voraus waren, gingen wir über den Gotthard. Genau zur Mittagszeit waren wir auf 2091 m.ü.M. Fleissig wie wir sind, gingen wir ins schöne Muotathal die nächste Ladung Baumrinde vorladen. Unterwegs kam uns noch der Dritte Kipper, ein Mercedes 2538 mit Wandelschaltkupplung, dazu. Im Stalden vor dem Hölloch waren drei grosse Haufen Rinden parat. Wir vermochten kaum einer der drei zu entfernen. Mit einem Pneubagger lud uns einer aus der Werkstatt der Schelbert AG. Es ging einiges schneller als mit dem Baumstammkran am Morgen. Im Konvoi fuhren wir mit ca 30m3 Rinden nach Stans zurück. Vor dem Nationalfeiertag gingen wir zum zweiten Mal ins Tessin. Doch diesmal war alles anders als geplant. Auf der Höhe Bodio geriet der älteste Lkw, der Mercedes in Panne. Der Fahrer konnte kein Gas mehr geben. Er konnte den Lkw gerade noch bis zum nächsten Parkplatz auslaufen lassen. Wir suchten den Fehler und fanden ihn auf dem Motorblock. Vor der Einspritzdüse ist zwischen dem Fusspedalgasgestänge ein komisches Teil abgebrochen. Später stellte sich heraus, dass es sich um den Regler handelte. Ich telefonierte in die Werkstatt nach Emmen, welche mich weiterleiteten nach Bellinzona und noch vor dem Mittagessen kam der beste Mechaniker von Bellinzona. Das krasse an der Panne war, dass es eine gute Panne war. Denn der Mechaniker baute das Übergangstück zum Regler aus, und schloss das Gasgestänge direkt an die Einspritzdüsen an. Hehe und jetzt, während die Iveco Kipper schon fast wieder auf dem Gotthard waren, nach dem sie in Isone kippen waren, fing mein Abenteuer erst an. Ohne den Regler konnte ich so schnell wie der Lastwagen hergibt, fahren. Auf den Mte Ceneri hatte ich noch das Nachsehen gegen einen Sattelschlepper, aber leer auf dem Rückweg bis nach Airolo hatte so mancher Berufsfahrer grosse Augen gemacht. Einer ganz besonders. Ich sah schon von weitem, dass ein Lkw andere Lkws und sogar Wohnwagen überholen musste. Aber ich merkte, dass ich doch ein bisschen schneller war. Nach Faido schliesslich gelang mir das Überholmanöver. Ich überholte mit einem V8 Motor und 380 Pferden unter dem Arsch einen Iveco Stralis Euro 5 ebenfalls V8 (vermutlich) und mit 500 Pferden unter seinem Arsch. Das zeigt eindeutig die Deutschen Pferde sind stärker. Auch den Gotthard hoch hatte ich gegen kein Auto das Nachsehen. Anständig blieb ich aber und nutzte die Gelegenheit keinesfalls um beim Tacho die Nadel an ihre Grenzen zu bewegen. |
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