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| Bericht |
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Severine |
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Motorfahrer |
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Motorfahrer VT RS 48 1 05 Burgdorf |
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Woche: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 |
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| Woche 1 |
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Montag, 21.3.05:
Knapp einen Monat nach meiner Rekrutierung hiess es um 10Uhr in Burgdorf einrücken. Natürlich reiste ich mit dem ÖV an, da ich weder ein Auto noch ein Motorrad besitze. Nach der allgemeinen Begrüssung kam die Zugzuteilung. Mit den anderen beiden Mädels kam ich in den Zug 3 (oder Zug Tanner ), wo wir gleich das An- und Abmelden lernten.
Die Küche überraschte uns schon vor 12Uhr mit einem köstlichen Z’mittag, denn wir reisten kurz danach im Duro nach Wangen a. A., um unser persönliches Material zu fassen. Für uns Frauen gab es noch keine Ausgangsuniform, da scheinbar nicht jedes Zeughaus „frauentauglich“ ist. Nachdem wir erst nach 18Uhr nach Burgdorf zurückkehrten, hatten wir eine riesen Verspätung zum Abendessen, da auch noch das gesamte Material auf dem Platz kontrolliert werden musste und anschliessend die Zimmer bezogen wurden. Mit vollem Bauch liess es sich dann doch besser zuhören beim Theorieblock mit allgemeinen Informationen. Schliesslich durften wir uns im Zimmer einrichten und duschen, bevor um 23.30Uhr die Lichter gelöscht wurden.
Dienstag, 22.3.05:
Uäää, schon um 5.30Uhr mussten wir aus den Federn, für einen Langschläfer noch etwas gewöhnungsbedürftig. Nach dem AV hiess es Material fassen zum zweiten und div. Teile zusammensetzen. Nach dem Z’mittag nahmen wir erstmals das Stgw 90 richtig in die Hände. Im Computerraum begannen wir auch schon mit der CUA und erhielten die ersten Informationen zu den Fahrzeugen, die wir zukünftig fahren dürfen. Nach dem Z’nacht und einem Referat über den Sport in der RS ging es frisch geduscht ins Bett um 23Uhr.
Mittwoch, 23.3.05:
Nach dem Frühstück um 6.45Uhr hatten wir Frauen ein Sonderprogramm und verpassten die Ansprache des Schulkommandanten, weil wir in Bern unsere Ausgangsuniformen fassen durften. Scheusslich diese Uniform…der TAZ gefällt mir mit Abstand am besten, auch wenn wir noch zusätzlich zur normalen Uniform einen Jupe und eine Handtasche erhielten.
Der Rest der Kompanie kam auch noch nach Bern, da uns noch ein Arzt in den Mund gucken musste und diejenigen geimpft wurden, die bei der freiwilligen Impfung während der Rekrutierung sich nicht hatten impfen lassen. Wieder zurück in Burgdorf gab es nach dem Z’mittag Infos zur Feldpost. Nach weiteren Übungen mit dem Gewehr hatten wir die erste Theoriestunde bei Frau Suter zur VMSA mit dem ersten Test anschliessend. Erstmals benutzten wir unser „Mannsputzzeug“ und durften uns dann auch selber unter die Dusche stellen. Nach dem ABV wurden die Lichter gelöscht, doch ich lag noch ein Weilchen wach und liess mir die letzten Tage durch den Kopf gehen. Ich fragte mich, welche Schraube wohl bei mir locker sitzt, dass ich mir dies alles freiwillig antue. Es kann nur die Faszination zum Fahren sein und die Neugier, die durch viele Anekdoten von Bekannten geweckt wurde.
Donnerstag, 24.3.05:
Nach dem Frühstück und dem AV hatten wir erstmals ein Treffen mit unserem Fahrlehrer (Adj. Sollberger) und machten einen ersten Gang um unseren Fahrschulsteyr. Erneut standen Gewehrmanipulationen auf dem Programm, die „Sam“ und ich nicht bis zum Schluss ausführen konnten. Ein Fototermin und ein telefonisches Interview für den Sonntags Blick standen an, da wir die ersten Durchdienerinnen in der Geschichte der Schweizer Armee sein sollen. Noch vor dem Mittagessen kam der Truppenarzt aus Bern angereist und erklärte uns, wie das „Kranksein“ funktioniert. Nach der Zugschule wurden wir zu Putzfrauen und Putzmännern, denn in kürzester Zeit sollte die TRUK blitz blank sein, doch so richtig wollte uns dies nicht gelingen, da die Putzausrüstung mehr als dürftig war. Weil Teile der Ausgangsuniform von uns weiblichen AdA’s noch in die Änderungsschneiderei mussten, hiess es zuerst, dass wir im PA-TAZ die Heimreise antreten durften. Als wir dann verspätet Bekanntschaft mit dem Schulkommandanten machten, wurde uns mitgeteilt, dass unsere Ausgangsuniformen doch noch rechtzeitig komplettiert werden sollten. Schade… Durch die Umzieherei kamen wir noch richtig in Stress und prompt vergass ich dann auch wieder die hälfte und musste nach der HV nochmals eine Erlaubnis holen, damit ich nochmals aufs Zimmer konnte. Der Bus der uns zum Bahnhof bringen sollte, hatte zum Glück noch etwas Verspätung. 17.20Uhr und schon war die erste Woche vorbei, Ostern sei Dank. |
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| Woche 2 |
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Ostermontag, 28.3.05:
Da ich „sonntags“ schlechte Verbindungen mit dem Öffentlichen Verkehr habe, liess ich mich zum Bahnhof chauffieren, wo um 18.50Uhr mein Zug fuhr. In Burgdorf wartete um 21.10Uhr ein Bus der uns zur Truppenunterkunft brachte. Schon um 22.15Uhr hiess es Lichter löschen.
Dienstag, 29.3.05:
Heute war Fahrzeugfassen angesagt. Ich sollte den Mercedes Personen-Sprinter fassen und einen Anhänger 87. Da der Sprinter als Vorbild für die Auslegeordnung diente, war er bereits vom Gruppenführer kontrolliert worden, also hatte ich nur noch meine Unterschrift auf das Formular zu setzen. Der Anhänger 87 war auch nicht sehr arbeitsintensiv, was sich dann bei den grossen Anhängern schlagartig änderte. Weil wir die Kleinfahrzeuge fassten, kamen bei uns noch die Anhänger für die Steyr und Ivecos dazu. Nach dem Mittagessen hatten wir etwas Freizeit, in der ich mir ein paar Minuten Schlaf gönnte. Am Nachmittag ging es weiter mit der Fahrzeugfassung und nach dem Abendessen hatten wir ICS-Theorie, in der wir uns in den ICS-Anzug quetschten. Nach dem Schuheputzen war um 22.30Uhr ABV.
Mittwoch, 30.3.05:
Nach dem Frühstück hatten wir Besuch vom Militärpolizisten und unserem Armeeseelsorger. Am Nachmittag setzten wir uns zum ersten Mal in die FATRAN, da wir danach aber gleich die erste Fahrstunde hatten, durften wir noch keine Simulationsfahrt machen. Nach der CUA ging es dann richtig los, erstmals hinter dem Steuer eines Lkws zu sitzen ist schon etwas Besonderes. Mein Fahrlehrer Adj. Sollberger liess uns gleich mit dem Anhänger auf die Strasse. Am Abend stand auf dem Programm etwas ABC-Theorie, die wir mit Übungen draussen noch vertieften. ABV um 22.15Uhr und 30min. später hiess es Lichter löschen.
Donnerstag, 31.3.05:
Am Morgen genossen wir den ersten C/E-Theorieblock mit anschliessenden Übungen dazu. Nach dem Mittagessen machten wir Bekanntschaft mit den Spurketten der verschiedenen Fahrzeuge. Frau hats nicht leicht mit dem Ketten auflegen. Ich wusste ja, dass sie schwer sind, aber dass sie dann noch so mühsam in der Handhabung sind, hätte ich nicht gedacht…
Nach dem wir die Schuhe auf Hochglanz gebracht hatten ging es gleich im Ausgänger zum Abendessen. Der erste Wochentest war an der Reihe. Das HV danach dauerte von 19.30Uhr bis 20.15Uhr, weil wir nicht gut genug geputzt hatten oder der Hauptfeldweibel einfach zu genau nachschaute. Schon um 21.50Uhr mussten wir zurück sein, denn um 22.10Uhr war ABV.
Freitag, 1.4.05:
Den ganzen Morgen verbrachten wir im „Sand“ und schossen durch die Gegend. Da es anfangs noch etwas neblig war und ich die falsche Brille dabei hatte, waren meine Treffer mehr Zufall als etwas anderes. Vor dem Mittagessen durften wir dann natürlich noch unser Gewehr putzen. Wenn man das Essen im Schnelltempo reinschaufeln muss, dann kann es noch so gut schmecken, Magenschmerzen sind vorprogrammiert. Die ICS-Theorie wirkte dadurch recht einschläfernd und das anschliessende Training draussen im ICS-Anzug war etwas mühsam. Noch vor dem Abendessen packten wir unsere Rucksäcke für den 5km-Marsch. Nach dem Putzen beider Paare Kampfstiefel hatten wir selber auch eine Dusche verdient. Eine persönliche Mat-Kontrolle wurde noch vor dem ABV um 23Uhr durchgeführt.
Samstag, 2.4.05:
Bereits um 4.45Uhr klingelte der Wecker. Putzen, putzen und nochmals putzen hiess es, damit wir so früh wie möglich nach Hause durften. Um 7Uhr durften wir dann wirklich gehen. Ein Bus brachte uns an den Bahnhof. |
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| Woche 3 |
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Sonntag, 3.4.05:
Kurz war das Wochenende, zu kurz… Um 22.45Uhr stand ich schon wieder in der TRUK zum ABV.
Montag, 4.4.05:
Diese Woche hiess es täglich 15min. früher aufstehen. Als 2.Zugchef „durfte“ ich zum Frührapport erscheinen und am ABV „Zug 3, Bestand 3, komplett“ melden.
Die Einzelfahrschule führte mich nach Solothurn. Schon bei der Autoprüfung mochte ich die Stadtfahrten nicht und hier ist es genau so. Fussgänger überall und die Hausecken, an denen ich jetzt fürchten muss anzustossen. Das „Ständig auf den Anhänger Achten“ muss erst gelernt werden…
Am Nachmittag gab es CUA, Manöver und Übungen in der FATRAN. Von 19Uhr bis 21.45Uhr rannten wir auf einem „Stern“-OL durch die nahe Umgebung. Für PD/ID blieb nur wenig Zeit, denn schon um 22Uhr war ABV.
Dienstag, 5.4.05:
Da die Fahrübung 1 auf dem Programm war, wurde auf dem AMP ein Marschparkdienst bei allen Fahrzeugen durchgeführt, die gefahren wurden. Den ganzen Morgen fuhren wir im Kreis auf dem Parcours im AMP und wechselten nach zwei Runden jeweils das Fahrzeug, damit mit möglichst vielen verschiedenen Typen gefahren werden konnte. Nach dem Mittagessen ging die Rundfahrt weiter bis zum Abendessen. Vor der HV musste natürlich die TRUK perfekt geputzt werden, damit wir in den Ausgang durften. Doch schon um 22Uhr war wieder ABV.
Mittwoch, 6.4.05:
Zum Sporttest fuhren wir in den „Sand“. Da am Vormittag noch ein Interview für ein Newsletter der „Öffentlichkeitsarbeit Verteidigung“ anstand, hatten wir Durchdienerinnen uns dem Kommandozug, der beim ersten Durchgang den Test machte, anzuschliessen. Die etwas windige Fahrt im IVECO liess die anschliessende Dusche noch angenehmer erscheinen. Das Gespräch mit Major Zürcher dauerte bis kurz vor Mittag und wir kamen nicht mehr dazu C/E-Theorie im Selbststudium anzuschauen. Die Einzelfahrschule führte diesmal nach Langenthal. Im Theorieblock nach dem Nachtessen wurden uns wichtige Punkte aus dem Dienstreglement erläutert. Draussen hatten wir vor PD/ID und ABV nochmals Anziehproben mit dem ICS-Anzug, was äusserst stressig sein kann. Soll mir mal jemand erklären, wie die Schuma in nur 10sek. angezogen werden und dabei die ABCD-Regel sachgemäss ausgeführt werden kann.
Donnerstag, 7.4.05:
Am Morgen ging es mit der Fahrübung 2 los, die uns schon ein paar Meter aus dem eingezäunten AMP führe. Eine merkwürdige Hektik brach aus, irgendetwas war da im Busch… Nachmittags schauten wir bei Regen den Radwechsel an und erfuhren auch den Grund für die „Scheissstimmung“. Aus für mich unverständlichen Gründen soll unser Zugführer ausgetauscht werden, na bravo...!
Armee, nicht fragen, Maul halten!
Nach dem fak. Abendessen ging es in den Ausgang. Als geschlossene Gesellschaft(Zug Tanner) genossen wir den Abend…
Freitag, 8.4.05:
Mit Bedrückung ging unsere Ausbildung auf dem Manöverplatz, im CUA und in der FATRAN weiter. Auch die Einzelfahrschule nachmittags „fuhr“ ich motivationslos ab. Ich freute mich riesig auf das Nachtessen, was bei mir selten vorkommt, da ich essen bloss als Lebensnotwendigkeit anschaue. Ende Woche hiess, dass der Wochenparkdienst durchgeführt werden musste. In der Dunkelheit und bei Regen ging es etwas chaotisch zu und her, da die Fahrzeuge aller Züge durcheinander standen. Trotzt allem war die ganze Aktion recht amüsant. Vor ABV fand noch der Korps-TAZ-Wechsel statt, bevor wir um 23.30Uhr die Lichter löschten.
Samstag, 9.4.05:
Als ich um 4.30Uhr aus dem Fenster schaute, nachdem mich der Wecker aus dem Schlaf riss, staunte ich nicht schlecht- es schneite. Auf 4.55Uhr war der Frührapport angesagt, doch als nach 5.05Uhr immer noch niemand auftauchte, machten wir uns an die Putzarbeiten. HV war dann um 7Uhr und somit endlich Wochenende.
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| Woche 4 |
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Sonntag, 10.4.05:
Ich denke, der gesamte Zug 3 kam mit mulmigem Gefühl nach Burgdorf.
Montag, 11.4.05:
Die Woche begann mit Manöver, CUA und Fahrten in der FATRAN. Bei Kälte und Wind hatten wir nachmittags San-Ausbildung draussen. Brrr- wie soll das bloss im Winter werden. Nach dem Nachtessen sass die ganze Kompanie im allgemeinen Theoriesaal und wurde über Verkehrssicherheit informiert. Im anschliessenden Selbststudium las ich fleissig im C/E-Theoriebuch. Ab heute weht ein anderer Wind und das tägliche Schuhgeputze ist dem Hinterst und Letzten verleidet.
Dienstag, 12.4.05:
Die Fahrübung 3 brachte uns nun richtig auf die Strasse, nachdem wir uns das Memo richtiggehend verinnerlicht hatten. Den Rundkurs Hindelbank-Schönbühl- Fraubrunnen fuhr ich im Verlaufe des Tages 10 Mal. Nach dem Tagesparkdienst gab es zum ersten Mal an diesem Tag etwas Anständiges zwischen die Zähne, nachdem wir am Mittag einen grossen ZWIPF runterwürgten, da keine Zeit für richtige Pausen war. Todmüde fielen wir nach 22Uhr in unsere Betten.
Mittwoch, 13.4.05:
In der Einzelfahrschule war Berg- und Talfahren an der Reihe. Eine schwierige Sache auf schmaler Strasse. Das Fahren auf der Autobahn erschien im Gegensatz wie Urlaub. Durch den chronischen „Schlafmangel“ war ich froh über etwas Zeit am Mittag, an dem ich ein Nickerchen machen konnte. So war mein Gehirn wieder etwas aufnahmefähiger für die C/E-Theorie, die den ganzen Nachmittag dauerte. Vor PD/ID hatten wir noch etwas Zugschule. Um 22Uhr war wie immer ABV.
Donnerstag, 14.4.05:
Die C/E-Theorie wurde gleich um 7Uhr wieder weiter geführt, die mit der Arbeits- und Ruhezeitverordnung zu rauchenden Köpfen führte. Nach dem Mittagessen stand PPD auf dem Programm, was das auch immer heissen soll… Wir befassten uns jedenfalls mit dem Thema „Stress“. Eine zweite Beschriftungsaktion unseres Materials wurde nach einer Mat. Kontrolle durchgeführt. Nach dem Abendessen gab es wieder Zugschule und wir schauten uns einen Film an zum Thema „Erste Hilfe“. Die Kompanieaussprache fand nach PD/ID und der Putzaktion statt, bevor wir in den Ausgang entlassen wurden um 18.30Uhr. Bis 23Uhr genossen wir wieder ein Stück Freiheit, juhuu…
Freitag, 15.4.05:
Zwischen Manöver, Übungen in der FATRAN und CUA fanden heute die Anwärtergespräche mit dem Hauptmann statt.
Diese Woche war theorieintensiv, denn nachmittags hatten wir schon wieder C/E-Theorie. Nach dem Abendessen führten wir den Wochenparkdienst durch und hatten noch Zugschule bis kurz vor ABV um 22.30Uhr. Zum Glück darf man noch bis vor Lilö unter die Dusche.
Samstag, 16.4.05:
Um 4.50Uhr musste ich aufstehen, um noch meine Tasche zu packen. Nach der Totalreinigung der TRUK war um 7Uhr das HV.
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| Woche 5 |
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Sonntag, 17.4.05:
Durch eine Terminkollision war ich viel zu früh in der TRUK. Ich genoss die Ruhe und verpennte sogar das ABV um 23Uhr…
Montag, 18.4.05:
Im Theorieblock hatten wir Batterienkunde (eigentlich darf es ja gar nicht Batterie heissen, sondern Akku!), erhielten eine Demo im Abschleppen (werden wir nie brauchen, da wir nicht selber abschleppen dürfen), übten wir den Glühbirnenaustausch und erfuhren, wie das Überbrücken und das Entlüften funktioniert. Das Mittagessen mussten wir mit etwas Zugschule für die Inspektion verdienen. Am Nachmittag fuhren wir nach Sand in den 300m-Schiessstand, wo wir je 28 Schuss zur Verfügung hatten. Zum Glück hatte ich die Militärbrille, die mir sicherlich überkorrigiert wurde, dabei, womit ich dann doch noch eine Chance auf ein paar Treffer auf der Scheibe erhielt ;-)
Auf die Stunde Selbststudium und das Abendessen folgte die Zugsinspektion, die wir mit Bravour hinter uns brachten. Gewehrmanipulationen, PD, ID und schon war es 22Uhr, Zeit für das ABV.
Dienstag, 19.4.05:
Zug 3 hatte die Fahrübung 4 auf dem Tagesplan. Für die Of-Anwärter hiess es im Tenue A beim Frühstück zu erscheinen. Um 6.20Uhr begann die Reise nach Windisch AG über Kirchberg, wo noch 3 Anwärter der Kp 2 hinzu stiegen. Im modernen Rekrutierungszentrum absolvierten wir diverse Tests zu Kombination, Logik, Sprachverständnis und Merkfähigkeit. Es erscheint mir etwas unsinnig, nochmals die gleichen Tests machen zu müssen, die schon an der Rekrutierung (bei mir nicht einmal 2 Monate her) durchgearbeitet wurden. Auch der Motivationsfragebogen war der Selbe. Wirklich neu waren der Kombinationstest anhand von Fliessbildern, der Merktest (100% absichtliche Überforderung!) und die Kurzpräsentation, die während 40 Minuten vorzubereiten war. Das Mittagessen war super, mit grossem Salatbuffet. ;-) Nach einem Gespräch mit 2 Psychologen war der ganze Spuk auch schon vorbei und wir warteten, warteten und warteten, bis wir endlich abgeholt wurden. Auch im Handyzeitalter dauert es manchmal lange, bis Informationen an den richtigen Ort gelangen. Das Abendessen mussten wir schnell in uns hinein stopfen, da wir erst nach 18.15Uhr wieder in Burgdorf ankamen. TAZ montieren für die Nacharbeit und ab zum Wochentest und das anschliessende HV.
Schon um 22Uhr war wieder ABV und um 22.20Uhr Lichterlöschen. Ich freute mich riesig auf die 6 ½ Stunden Schlaf.
Mittwoch, 20.4.05:
Ich kam um 5.15Uhr doch kaum aus dem Bett. Auch nach dem Frühstück war ich hundemüde und konnte mich bei der Theorie über Sicherheitspolitik nur mit notieren wach halten. Die Gruppenarbeit in der Anatomiestunde über Herz-/Lungenkreislauf war eine gelungene Abwechslung zu den bereits gewohnten Theoriestunden.
Nach dem Mittag repetierten wir San D und schrieben in der CUA den Test dazu.
Um 18Uhr gab es bereits wieder Abendessen und anschliessend Selbststudium. Während der ABC-Übung machten wir den IPA-(Bananengas) und Tränengastest mit der Schutzmaske. Die Zeit war etwas knapp bis zum ABV um 22.30Uhr, deshalb musste der ID bis nachher warten.
Donnerstag, 21.4.05:
Am Morgen verschoben wir wieder nach Sand, diesmal zum Kurzdistanzschiessen. Ich sage dazu nur noch: Gewehr putzen sollte man können… ;-) Am Nachmittag standen Üben in der FATRAN, CUA und Manöver auf dem Programm. Es lief alles schief, solche Tage soll es geben… Nach PD und ID ging es in den fak Ausgang. Ich ass in der TRUK, die Kückenmannschaft macht ihren Job wirklich gut. Da wir unserer Meinung nach den Boden mit wischen nicht wirklich sauber bekamen, suchte ich die dürftigen Putzutensilien zusammen, die wir zum „feucht Wischen“ benötigten. Nach einem kleinen Imbiss ging ich nach 22Uhr ins Bett um mir etwas mehr Schlaf zu gönnen.
Freitag, 22.4.05:
Ich glaube, das mit dem früh ins Bett gehen ist keine so schlechte Idee. Für die C/E-Theorie war ich dadurch immerhin einigermassen fit. Nach dem Mittagessen ging es zur einzigen Fahrstunde in dieser Woche. Fahrstil „grauenhaft“, würde ich, nach einer Woche ohne fahren, mal sagen. Das Stadtfahren in Bern war dann doch nicht mehr so schlimm. Nach dem Abendessen führten wir den Wochenparkdienst durch. Für PD und ID hatten wir diesmal genügend Zeit bis zum ABV um 23Uhr.
Samstag, 23.4.05:
Noch vor 5Uhr war Tagwache, um die TRUK bis 6.20Uhr auf Hochglanz zu polieren. Nach der Zugsaussprache hatten wir Abtreten um 7Uhr. Mit einem Volvo-Car erreichten wir den Bahnhof, so dass wir noch den Zug nach Bern erwischten.
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| Woche 6 |
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Sonntag, 24.4.05:
Um 22.10Uhr fuhr wieder unser Bus zur TRUK. Bis 22.45Uhr mussten die Letzten anwesend sein für das ABV um 23Uhr.
Montag, 25.4.05:
Diese Woche darf ich als Zugchefin wieder früher aufstehen, um zum Frührapport zu erscheinen. Den ganzen Morgen wurde uns C/E -Theorie vermittelt, so dass die Köpfe rauchten. Nach dem Mittagessen machte ich mich auf zur letzten Fahrstunde vor der Soloprüfung, jedoch fuhren wir dann doch mit Anhänger durch Bern. Um 18Uhr war das Abendessen und danach fand wieder der TAZ-Tausch statt- die Wäscherei übers Wochenende war also für die Katz. Mit Selbststudium ging es weiter und Sport im finsteren musste dann auch noch sein. Für eine Dusche vor ABV um 22.25 reichte es nicht mehr und danach gab es leider nur noch kaltes Wasser- brrr. So war ich wenigstens pünktlich zum Lichterlöschen im Bett ;-)
Dienstag, 26.4.05:
Nach dem Frühstück begann der Tag wieder mit Manöverübungen, Fahren im FATRAN und Bogenlösen für die Theorieprüfung. Am Nachmittag durften wir in die KD-Box zum Schiessen- Treffen ist Glücksache, vor allem bei Kurzfeuer.
Nach dem Abendessen lösten wir den Wochentest und ich durfte auf dem AMP div. Manöver üben gehen. ABV war schon um 22Uhr und Lichterlöschen um 22.15Uhr.
Mittwoch, 27.4.05:
Wie schon gestern hatten wir morgens Manöver, Übungen im FATRAN und CUA bis am Mittag. Am Nachmittag stand der letzte C/E-Theorieblock auf dem Programm mit anschliessendem Bogenlösen. Nach dem Abendessen ging es weiter mit Selbststudium bevor wir einen kleinen Emmenlauf machten, um uns sportlich zu betätigen. Hätten wir noch schneller die Schuhe geputzt, dann wäre mehr Zeit zum duschen geblieben. Die Zugchefs verlieren zusätzlich nochmals 5 Minuten, weil man immer überpünktlich zum ABV erscheinen muss. Um 22.35 mussten die Lichter gelöscht sein.
Donnerstag, 28.4.05:
Zug 3 durfte heute auf die Fahrübung 6 (die FÜ 5 wurde saisonalbedingt ausgelassen) Für die Anwärter stand die Kaderselektion2 auf dem Programm, wobei wir alleine und in Gruppen Kurzreferate vorbereiteten und im Anschluss abhielten. Das war eine spassige Angelegenheit, man wurde zwar dabei mit Adleraugen beobachtet, doch man gewöhnte sich schnell daran. Denis L. Vaucher, der CEO der Loeb AG war unser Moderator und stellte uns Zwischenfragen oder hackte nach, wenn er etwas genauer wissen wollte.
Ohne Pause wurde bis vor 12Uhr gearbeitet. Für uns vom Zug 3 ging es, mit Lunch im Kampfrucksack, direkt auf die Fahrübung. Auf dem Wechselplatz in Langnau wurde umdisponiert, da durch ein Falschfahrer und unserem Herdentrieb ein kleineres Chaos entstand. Auf dem Wechselplatz in Hasle (LU) machten wir dann auch nur kurz halt. In Ramsei freute ich mich schon zu stark auf Essen und Trinken, dass die Konzentration auf 0 sank. Das hiess: minus Rückspiegel, minus Blinker, div. Kratzer & Beulen plus ein grosses Problem…
Nach dem HV um 19.45Uhr und dem fak. Abendessen durfte ich dann das Unfallprotokoll und ein Formular 6.5 ausfüllen gehen. Bis zum ABV um 23Uhr blieben noch 20 Minuten zum schlafen.
Freitag, 29.4.05:
Neuer Tag neues Glück? Nach dem Frühstück und dem AV hatten wir Anwärter ein Treffen mit dem Hauptmann, der uns das Resultat vom gestrigen Assessment mitteilte. Jetzt heisst es für mich Prioritäten setzten…Führen oder Fahren.
Am Morgen hatten wir Übungsstunden zum C/E-Theorie lernen, nach dem Mittagessen ging es mir an den Kragen. Die Fahrt machte Spass, dank dem super Wetter. Für die Prüfung reichte es aber dann doch nicht mehr.
Nach einer Stunde Selbststudium hatte ich auf dem KP die Einvernahme, das für mein Disziplinarstrafverfahren protokolliert wurde.
Wie immer freitags war nach dem Abendessen der Wochenparkdienst an der Reihe. Wir erhielten einen kollektiv ZS, worüber an der Zugsaussprache nochmals gesprochen wurde. Für mich bedeutet dies, dass ich für den Rest meiner RS topmotiviert und freudlos meine Arbeit zu erledigen habe! Meiner Meinung geht die Rechnung aber nicht ganz auf…
Um 23Uhr musste ich dann wieder zum ABV und um 23.15Uhr mussten die Lichter aus sein.
Samstag, 30.4.05:
Mein Wecker klingelte bereits vor 4.45Uhr, damit ich um 4.55Uhr in Tenue A zum Frührapport erscheinen konnte. Nach einem Buttergipfel machten wir uns ans Putzen. Nach der Kompanieaussprache um 6.20Uhr konnten wir pünktlich um 7Uhr abtreten und wurden mit einem Bus zum Bahnhof gefahren.
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| Woche 7 |
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Sonntag, 1.5.05:
Um 22.45Uhr mussten wir zum ABV wieder in Burgdorf sein. Wie immer kam ich mit dem Bus, der um 22.10Uhr ab Bahnhof fuhr. Ich haute mich schnellst möglich aufs Ohr, denn ich hatte Migränekopfschmerzen der übelsten Sorte.
Montag, 2.5.05:
Ohne AV fuhr Zug 3 bereits um 6.20Uhr in den Sand. Wir hatten Zugschule, repetierten in Kleingruppen San D, Manipulationen mit dem Gewehr und ICS-Anzug anziehen. Auch Schiessen in der Kurzdistanzbox stand auf dem Programm. Wieder zurück in Burgdorf putzen wir unsere Gewehre, bevor wie immer pünktlich um 12Uhr das Mittagessen bereit war. Dann ging es weiter mit Kartenlehre und Selbststudium für die C/E- Theorieprüfung. Nach dem Nachtessen übten wir weiter C/E-Theorie bis zum kleinen Emmenlauf, denn wir als sportliche Betätigung der Woche durchführten. Während dem Schuheputzen konnten wir uns kaum halten vor Lachen, weil einer wegen einem fiesen Streich einen Maikäfer in der Sporthose hatte. Um 22.15Uhr ging ich zum ABV und löschte das Licht um 22.25Uhr. Ich überstand den Tag dank einer Menge Kopfschmerztabletten ganz gut.
Dienstag, 3.5.05:
Um 5Uhr wurden wir alle unsanft aus dem Schlaf gerissen. Schon als wir unsere Zimmertüre öffneten konnten wir erkennen, dass es nur ein Probealarm war. Die Verbindungstür, die uns Frauen vom Rest des Zuges trennte war offen und die Vorgesetzten waren alle in korrektem Tenue unterwegs. Ganz normal hatten wir dann um 6.45Uhr Frühstück. In der FATRAN absolvierte ich noch meine letzten Übungen, es lag gerade noch in der Zeit, dass ich normal in die Nachschulungs-Fahrstunde gehen konnte. Es darf nämlich nach einer Fahrt in der FATRAN 2 Stunden nicht auf der Strasse gefahren werden.
Nach dem Mittagessen hatte ich noch die letzte Möglichkeit für die C/E- Theorieprüfung zu lernen, die dann von 16- 17Uhr stattfand. Glücklicherweise gab es keine längere Wartezeit und das Resultat wurde mitgeteilt. Bestanden. Nach dem Abendessen hatten wir HV, doch der ganze Zug hatte Nacharbeit in Manöver, Tachoscheibenausfüllen, Gewehrmanipulationen und Zugschule. Ich werde mir zum Geburtstag vorbeugend einen Block Formulare 6.5 schenken lassen müssen, wenn ich mein Lachen nicht zu beherrschen lerne.
Bis zum ABV um 22Uhr blieben uns noch komfortable 45 Minuten. Die Lichter mussten bis 22.15Uhr gelöscht sein.
Mittwoch, 4.5.05:
Um 7Uhr stand für mich die Soloprüfung zum Zweiten an. War eher weniger erfolgreich, man kann nicht immer gewinnen…
Am Vormittag erhielten wir noch eine Einführung zur CPR (Cardio-Pulmonale-Reanimation) und Infos zum Umweltschutz. Das Ausfüllen von Unfallprotokollen übten wir nachmittags, sowie das Memorieren. Für die Fahrübung 7 machten wir auch gleich den Karteneintrag- Das wird eine Fahrt werden…
Bevor wir um 18.15Uhr in den Urlaub entlassen wurden, putzen wir nach PD und ID die Truppenunterkunft. |
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| Woche 8 |
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Sonntag, 8.5.05:
Diese Woche fängt ja gut an. Nun hätte ich einmal die ideale Zugsverbindung gehabt, aber dieser blöde Zug musste natürlich eine „technische Störung“ haben! Zum Glück gibt es Kameraden, die zur Hilfe eilen. Rechtzeitig schaffte ich es so zum ABV um 21.45Uhr.
Montag, 9.5.05:
Der Tag begann mit CUA und Manöverübungen, dann stand nochmals die Soloprüfung an. Das Mittagessen schmeckte schon viel besser, als das Frühstück es tat- ein Felsen viel von meinem Herzen. Am Nachmittag ging es gleich wieder los mit fahren. Die letzte Fahrstunde durfte ich noch vor der Prüfung mit Anhänger geniessen. Nach dem Abendessen, PD und ID durften wir bereits in den Ausgang bis um 22Uhr.
Dienstag, 10.5.05:
Den ganzen morgen versuchten wir in Wangen a. A. vergeblich die beinlosen Puppen mit Hilfe der CPR(Cardio- Pulmonale- Reanimation) zum Leben zu bringen. Mit schmerzenden Handballen absolvierten wir den Laientest und kehrten fürs Mittagessen zurück nach Burgdorf. Um 13Uhr setzte ich mich guten Mutes in den Fahrschulanhängerzug. Nach gut 90 Minuten stand ich wieder im AMP und hatte das ultimative Geburtstagsgeschenk zum 20. geschafft. Vor PD und ID repetierten wir die Marschroute für die Fahrübung7 und wurden um 18.30 an der HV in den fak. Ausgang entlassen, dank dem Nachtschiessen am Donnerstag. Um 23Uhr war leider schon wieder ABV.
Mittwoch, 11.5.05:
Die längste Fahrübung stand vor der Tür. In Biel, Dulliken/Däniken und vor Rothenburg hatten wir unsere Wechselplätze. Nach zwei Etappen Duro und einer Puch freute ich mich auf eine Fahrt mit einem Saurer- aber ich musste Steyr fahren! Vor dem Abendessen führten wir den TagesParkDienst durch, danach hatten wir Kriegsvölkerrecht in der CUA(am Computer) und Zugschule. Schuhe putzen und duschen, schon war wieder Schlafenszeit um 22.30Uhr.
Donnerstag, 12.5.05
Am Morgen wurden wir in die Kunst der Jalonage eingeführt und nach dem Mittagessen verschoben wir in den Sand zum Schiessen in der KD-Box. Auch nach dem Nachtessen in der Truppenunterkunft ging es wieder in den Sand zum Nachtschiessen. Wirklich als „dunkel“ konnte man es erst bezeichnen, als wir zum Hülseneinsammeln kamen. Das Gewehr mussten wir nicht mehr putzen, da wir am Freitag wieder Schiessen auf dem Programm hatten- somit blieb mehr Zeit zum Schuhe putzen und duschen bis zum ABV um 23Uhr.
Freitag, 13.5.05
Wir fuhren in den Wald zum Tarnen. Mit Tarnnetzen, Zweigen und Ästen versteckten wir einen Duro in Gesellschaft vieler Insekten, die uns zum fressen gern hatten. Wie angekündigt ging es am Nachmittag in den Schiessstand im Sand. Das Gewehr war anschliessend sichtlich dankbar für die Reinigung, denn es war schon Rost im Anmarsch. Da um 18Uhr das HV stattfand schlüpften wir nach PD/ID in die Ausgangsuniform und freuten uns riesig, dass wir nach Hause durften. |
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| Woche 9 |
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Montag, 16.5.05:
Um 21.45Uhr fanden wir uns wieder in der Truppenunterkunft ein.
Dienstag, 17.5.05:
Da wir für die Inspektion AGA in den Sand verschieben mussten, wurde die Tagwache um eine halbe Stunde vorverlegt. Wir begannen mit Zugschule und in 5er Gruppen zeigten wir unser Können bei ABC-Bereitschaft/Alarm, SanDienst und Gewehrmanipulationen. Für das Mittagessen fuhren wir wieder zurück nach Burgdorf. Ausnahmsweise hatten wir 3 Frauen Verstärkung erhalten von 5 Interessentinnen, die einen Schnuppertag besuchten. Einmal mehr übten wir den Radwechsel (uff, dass alles so schwer sein muss…) und das Anlegen von Verbänden. Nach dem Gewehrputzen, einer Generalreinigung unserer Schutzmasken, PD und ID war es schon Zeit für das Abendessen. Um 19Uhr wurden wir in den Ausgang entlassen, nachdem die üblichen Putzarbeiten erledigt waren. Ich genoss mind. 2 Stunden Schlaf, bis zum ABV um 22Uhr.
Mittwoch, 18.5.05:
Es sickerte durch, dass wir am Morgen die Spurkettenmontage repetieren, dies aber unter erschwerten Bedingungen. Für jede Tätigkeit, die wir ausführten wurde ein C-Alarm ausgelöst, nachdem wir uns im Bereitschaftsgrad 2 hielten. Somit arbeiteten wir ausschliesslich im C-Schutzanzug und rangen mit den Schutzmasken nach Luft. Ein positiver Nebeneffekt war, dass die Abgase, die beim Laufen lassen der Motoren zum vor oder zurückfahren, den Atem nicht stocken liessen oder zumindest nichts riechbar war. Nach dem Mittagessen wurden wir in die Kunst der Nutzung eines Seilspiels eingeführt. Auf dem Parkplatz führten wir Trockenübungen durch, um die korrekte Bedienung zu üben. Das Abendprogramm bestand aus dem Kameradenhilfe-Test, den ich um einen Punkt versaute. Hätte ich gewusst, dass der Test dermassen ABC-lastig ist...
Noch ein wenig Zugschule, PD und ID waren auf dem Programm, bevor wir uns nach 22Uhr zur Ruhe legten.
Donnerstag, 19.5.05:
Zur Abwechslung gingen wir wieder in die KD-Box zum Schiessen. Kurz nach dem Mittagessen hatte die gesamte Kompanie einen Fototermin. Fotografen sind Gauner, für ein Foto Fr. 9.-/14.- verlangen ist einfach unverschämt!!!
Nach einer Einführung zum Gebrauch des Funkgerätes SE 135 bereiteten wir uns auf die Zugschulinspektion beim Oberst vor. Die guten Resultate brachten uns das Wochenende um einiges näher. Ab 18.30Uhr genossen wir vorerst den Ausgang bis 22.45Uhr.
Freitag, 20.5.05:
Es bestand gleich zweifach die Möglichkeit am Morgen, Deko für die Ausgangsuniform zu holen. Zuerst schossen wir im 300m Schiessstand im Sand- leider fehlten mir am Schluss 3 Punkte fürs Abzeichen. Für den Sporttest fuhren wir nach Summiswald, wo wir in der Sporthalle die verschiedenen Tests absolvierten. Pendellauf, Standweitsprung und 12min-Lauf war für uns Frauen gleich, doch das Stangenklettern wurde durch Sit-ups ersetzt und Medizinballwurf fiel ersatzlos weg. Merkwürdig, denn an der Rekrutierung hiess es, dass Stangenklettern aus Sicherheitsgründen total abgeschafft wurde und wir Frauen dort auch Medizinbälle durch die Gegend werfen mussten.
Egal, Hauptsache punkten und einen „Sugus“ holen…
Am Nachmittag hatten wir Kleinfahrzeugkunde, nach PD, dem Nachtessen, ID und div. Reinigungsarbeiten durften wir wie versprochen um 19Uhr nach Hause. |
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| Woche 10 |
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Sonntag, 22.5.05:
Wieder machte ich mich gegen 20Uhr auf den Weg nach Burgdorf, um pünktlich nach 22Uhr in Burgdorf zu sein.
Montag, 23.5.05:
Wir lernten das Kabellegen und das korrekte Anschliessen des Feldtelefons 96. Da das Wetter scheusslich war, verlegten wir die Kabel quer durch die Truppenunterkunft. Bis zur Mittagspause unterhielten wir uns über Hygiene und die verschiedenen Tenüvorschriften. Der Nachmittag hätte dann ruhig etwas länger dauern dürfen. Auf der Geländepiste in Wangen a. A. verging die Zeit viel zu schnell, auch das Fahren mit Schutzmaske in abgesperrtem Gelände war viel zu rasch vorbei- es brauchte beinahe mehr Zeit den ICS-Anzug an- und ausziehen als für das Fahren selber. Direkt nach dem Nachtessen ging es an einen OL im Wald bei immer mehr Regen- durchgefroren freuten wir uns auf eine warme Dusche, doch da alle gleichzeitig duschten, war der Boiler doch etwas überfordert. Todmüde fiel ich nach 22Uhr ins Bett.
Dienstag, 24.5.05:
Ich hatte das Vergnügen, bereits jetzt schon den WABRA- Kurs zu absolvieren, der normalerweise erst stattfindet, wenn die Anwärter die Kompanie verlassen haben. Da in Burgdorf zu wenige Hakengeräte vorhanden sind, nutzten wir vom Pool B die Fahrzeuge im AMP Wangen a. A.. Wir lernten das Aufziehen von Abrollbehältern, das Montieren des speziellen Adapters, um dann auch Container auf- und abzuladen. Am Mittag assen wir bei der Kompanie 2 mit, das hiess für uns erstmals Gebrauch von der Gamelle zu machen. Das Abendessen bestand aus einem Lunch, den wir von unserer Küchemannschaft erhalten hatten. Wir waren dann so spät dran, dass noch das ABV um 15min verschoben werden musste auf 22.15Uhr.
Mittwoch, 25.5.05:
Es folgte der 2. Teil der WABRA- Ausbildung in Wangen a. A. Nun konnten wir das Auf- und Abladen von Abrollbehältern und Container und deren Positionierung auf Anhängern üben mit Berücksichtigung von äusseren Einflüssen, z.B. Hochspannungsleitungen. Am Nachmittag stellten wir wieder alles so hin, wie wir es am Vortag angetroffen hatten, auch die Fahrzeuge putzten wir ganz gründlich, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Schliesslich gehören wir zur Kompanie 1, das verpflichtet ;-)
Nach dem Abendessen, das wir wieder in Burgdorf zu uns nahmen, wurden wir doch noch genauer über das Entlüften des Motors instruiert, obwohl das sowieso nie selber ausgeführt werden darf. Um 22Uhr war schon ABV.
Donnerstag, 26.5.05:
Auf dem Wochenpicasso stand zeitlich unbestimmt die Übung Barbarossa. Bis zum AV verlief alles normal. Doch dann wurde die ganze Kompanie in Vollpackung in 6DM/10DM verladen und an ein unbekanntes Ziel verschoben.
Nach einem kurzen Marsch aufwärts gelangten wir zum Swisscomsendeturm auf dem Bantiger. Dort erhielten wir geografische Infos und erfuhren einiges über den Sendeturm. Die Aussicht von der öffentlich zugänglichen Plattform ist einfach genial, Blick auf Bern, das südliche Juragebirge und natürlich auch Eiger, Mönch und Jungfrau präsentierten sich im Sonnenschein. Nach einer Mittagspause ging es kurz nach 12Uhr auf den 15km Marsch, der uns zum Schiessplatz Sand führte. Total verschwitzt und durstig machten wir erst mal Pause. Im Wald stellten wir Biwaks auf oder buddelten für ein Grabenfeuer. Weiter erhielten wir Instruktionen zu den Gefechtszeichen und ein Demoschiessen auf diverse Gegenstände (Autotüren, PET-Flaschen, Konservendosen, Knochen, Holzstücke, Sandsäcke, Luftballone und Gebüsche). Nach dem Abendessen, das aus der Feldküche kam, entklapperten wir unser Gepäck und machten unsere Kleidung nachttauglich. Auch Gesicht und Hände wurden mit grüner und brauner Farbe angepasst. Nach einigen Infos zum Verhalten im Dunkeln und einer Gefechtsschiessdemo ging es weiter mit dem Marsch in Einerkolonne in die Dunkelheit hinaus. Zeitweise konnte man nicht einmal mehr den Vordermann erkennen. Als hinterste Gruppe bewegten wir uns nur noch handorgelmässig vorwärts, was äusserst mühsam war. Glücklicherweise dauerte dieser Blindgang nicht allzu lange und wir wurden in den Saurern zurück nach Burgdorf gefahren. Feierlich marschierten wir auf den HV-Platz und wurden offiziell zu Motorfahrern ernennt. Nach einem Apéro konnten wir endlich unter die Dusche und hatten um 2Uhr Lichterlöchen.
Freitag, 27.5.05:
Damit wir genügend Ruhezeit hatten, durften wir bis 8Uhr schlafen. Dann hiess es Aufräumen. Die Persönliche Ausrüstung in die Transporttaschen verpacken und das Korpsmaterial abgeben. Nach dem Mittagessen hatte ich vorerst das letzte Gespräch mit Major Zürcher wegen dem News-Letter über Frauen in der Armee, da über das Weitermachen bereits berichtet wird. Das Gewehr musste noch gründlichst gereinigt werden, bevor ich mithelfen konnte bei den üblichen Reinigungsarbeiten. Um 17Uhr hiess es nach der HV Abschied nehmen…
10 Wochen Burgdorf sind zu Ende und es war eine eindrückliche Zeit, die ein Leben lang in Erinnerung bleiben wird. |
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