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| Bericht |
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| Woche 1 - Hallo Armee |
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Natürlich würde Woche 1 hart. Nach vielen Jahren im zivilen Leben plötzlich etwas ganz anderes. Doch manchmal sind auch die schlimmsten Erwartungen noch nicht schlimm genug. Mir ging es zumindest so in Woche eins.
Gleich am Montag musste per 10:00 Uhr in Wangen eingerückt sein. Sogleich wurde uns ein Heftchen in die Hände gedrückt, um die Gräde auswendig zu lernen. Ebenfalls lernten wir das berühmte „warte zum sekkle, sekkle zum warte“ bereits kennen. So mussten wir etwa 40 Minuten warten, bis das, was um 10 Uhr hätte sein sollen, statt fand. Es gab dann eine Ansprache von irgend jemandem, der uns gleich zeigte, die man ins Achtung und ins Ruhen steht. Leider sieht man von zuhinterst nichts 
Am Nachmittag wurde mit der Material-Fassung begonnen und auch das Gewehr erhielten wir.
Nach einer schlechten Nacht dann Dienstagmorgen früh fürs AV in Formation stehen. Zeit zum Morgenessen: Keine. Rennen muss man natürlich, um danach im Kalten herumzustehen und zu warten. In dieser Zeit darf man aber nichts machen ausser Warten eben. Der Tag war dann vollgepackt mit Waffenmanipulation, CUA, GT-Einrichtung, VMSV, Sporttheorie, PD...
Am Mittwoch (nach einer weiteren, sehr schlechten Nacht) Morgensport ab 5:15. Nach dem AV Theorie. Erstaunlicherweise hatten wir an diesem Tag sogar für das Mittagessen mehr als 10 Minuten Zeit! Es wird also besser Am Nachmittag etwas Theorie zur Feldpost und abends noch mehr Theorie.
Am Donnerstag mussten wir erstmals (und seither immer) mit Kampfkomplett unterwegs sein. Und das ist extrem schwer. Natürlich kann man damit nicht laufen, nein, man muss damit Rennen. Auch an diesem Tag gab es nur 10 Minuten für PD/ID, was lächerlich ist, weil es nicht reicht.
Am Freitag Sturmgewehr-Manipultionen, Mittagessen aus der Gamelle (unter dem gewohnten Zeitdruck) und am Nachmittag Theorie zum Fatran und den Fahrzeugen.
Schönerweise fand an diesem Tag auch schon die erste Fahrstunde statt!
Erfreulicherweise durften wir an diesem Tag mit der ganzen Packung noch den 5 Km-Marsch machen Die Stimmung war dabei aber erstaunlich gut!
Samstag endlich nach Hause! Natürlich musste zuvor die Zimmerordnung mehrmals erstellt werden und es gab schon wieder Theorie zum Weekend. Ich hatte dann irgendwann Weekend, viele aber hatten Nacharbeit zu machen (Test Gradlehre, Test An- und Abmelden, Test Gewehrmanipulation) usw...
Fazit Woche 1 (geschrieben nach Woche 8):
Die erste Woche ist ganz klar die Schlimmste. Weg von den Freiheiten, die man im zivilen Leben hatte - rein in den Stress und den „Club“, in dem die Frage nach dem Sinn immer wieder gestellt werden muss.
Etwa in jedem Psychologiebuch würde stehen, dass man unbedingt von Anfang an (hart) durchgreifen muss, wenn man danach respektiert werden will und auch etwas erreichen möchte. Was mir in den ersten Wochen das Zivildienstgesuch gefährlich nahe gebracht hat (andere haben es ausgefüllt...) ist eben der Versuch, Unterwürfigkeit, Gefolge und Ordnung zu erreichen. Natürlich hat man als Rekrut immensen Anschiss, wenn nicht mehr normal mit einem geredet wird, wenn man 17 oder 18 Stunden am Tag folgen muss, wenn es für alles eine Regel gibt und man fast immer die Klappe halten (Schnauze tief) sollte. Aber bereits in der ersten Woche wurde uns aus neutraler Quelle gesagt, dass wir unbedingt drei Wochen durchhalten müssten, weil es danach deutlich besser sei. Und nach acht Wochen sage ich deshalb allen, die irgendwann noch in die RS müssen, folgendes:
Ja, ihr werdet Anschiss haben. Ja, ihr werdet keine Zeit für Euch, die Dusche oder das Essen haben. Ja, auch ihr werdet euch fragen „Woher sollen wir das jetzt wissen oder können?!“
Aber: Ja, es wird je länger desto besser. Ja, irgendwann macht es auch euch (manchmal) Spass, weil ihr fahren dürft. Ja, irgendwann werdet ihr auch die ersten (schlimmen) Wochen verdrängt und überwunden haben und irgendwann werdet auch ihr stolz darauf sein, Motorfahrer zu sein. Denn ihr werdet den besten Job in der ganzen Armee haben! Also: Kopf hoch und durch!
PS: Weil unser Zugführer am Anfang doch sehr strikt durchgegriffen hat, so ist unser Zug - meiner Meinung nach - am Anfang zwar untendurch, aber sind wir sozusagen inzwischen dafür belohnt, weil wir selbst wissen wann es worum geht, uns selbst am Riemen reissen können und vor allem besser sind als die Anderen 
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| Woche 2 - Scharf Schiessen |
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Einrücken Sonntag 22:45. Das Schöne daran: Alle hatten den gleichen Anschiss wie ich... wenigstens bin ich nicht alleine 
Montag neuerdings um 6:30 im Warteraum fürs AV stehen (vorher immer 6:15 oder 6:20). Leider Regen.
Danach wurde bereits scharf geschossen! Gewehr einstellen und Gewehrmanipulationen korrekt ausführen waren die Ziele des morgens.
Am Nachmittag Fatran und Manöver mit den Iveco’s auf dem Manöverplatz (Parkieren seitwärts und rückwärts sowie Engpässe befahren). Am Abend stand Schuma und der ABC-Anzug auf dem Programm. In diesem Anzug schwitzt man extrem. Zudem mussten wir mit der Schuma mehrere Minuten herumrennen (das ist relativ mühsam, vor allem beim ersten Mal mit der Schuma überhaupt herumzulaufen).
Am Dienstag wieder um 6:20 im Warteraum, weil gewisse Leute immer ihre Sachen vergessen (es sind immer dieselben)... Den ganzen Tag hatten wir Fahrzeugübernahme, also alles ausbreiten und auf Vollständigkeit kontrollieren. Leider war es sehr kalt und regnete zeitweise, was vor allem den Dokumenten nicht gefiel, die auf dem Boden lagen.
Am Abend der 1. Ausgang. Nach mehrmaliger Zimmerordnung erstellen hätten wir rund 25 Minuten Ausgang gehabt. Aber die meisten verbrachten ihn damit, sich endlich einrichten zu können.
Mittwochs wieder Morgensport um 5:15. Es regnete so fest, dass die Aare fast über die Ufer trat und alle völlig durchnässt waren. Am Morgen fand das erste Mal CE-Theorie statt. Dabei bin ich eingeschlafen =( Viele andere auch (das sollte noch oft vorkommen...)
Nach dem Essen in der Kaserne Theorie Unfallverhütung, Militärpolizei, Feldpriester, ABC, EO, Sold und schliesslich das Nachtessen (riesen Stress, weil die Theorie zu lange dauerte). Nach dem Essen ins Chleihölzli rauf, wo wir Theorie über Kollektivfahrschule und Zeichengebung zum Manövrieren hatten.
Donnerstag wieder CE-Theorie, Mittagessen, Einzelfahrschule am Nachmittag. Wir hatten bereits den Anhänger dabei! Wir fuhren über Langentahl (Kreiseldorf), Burgdorf nach Ramsei und wieder zurück. Am Abend gab es beim ersten Versuch bereits Ausgang! Welche Freude 
Freitag KD2 (Kurzdistanz-Schiessen), Drillpiste, Zugschule. Nachmittags Fatran, Manöver II (mit Steyr und Saurer diesmal; ihr glaubt nicht wie schnell Rekruten rennen können, um einen Saurer-Schlüssel zu ergattern. Tipp: Saurer-Nummern beginnen mit 32XXX (6DM) und 33XXX (10DM). Steyr sind 13XXX) und am Abend den Trifit-Sporttest.
Diese Woche hatten wir wieder mehrere Abgänge und Zugsumteilungen sowie zwei neue Rekruten. Die Zugsumteilungen sind immer sehr schade...
Samstag Urlaub von 6:50 bis Sonntag 22.45... eigentlich.
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| Woche 3 - Fahren, Lernen, Schiessen |
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Am Sonntag musste ich bereits um 20:30 in der Kaserne sein, um danach diejenigen, die mit dem Auto kommen, bis 22:15 einzuweisen.
Montag aufs Chleihölzli rauf und Theorie zu Unfall / Schaden / Schadensrapport / Tachoscheibe / Manöverzeichen II.
Am Nachmittag fand dann die Kollektivfahrschule 1a statt. Ich hatte während diesen knapp 2 Stunden einen Iveco 6x6, mit dem es doch deutlich schwerer ist als mit einem 4x4 (und sogar mit einem Steyr, wie ich inzwischen weiss). Wer auf einer KFS Landschaden macht, repariert den am Ende selbst. Also künftige Rekruten: Der Rückwartsgang ist keine Schande, sondern eine Hilfe!
Am Abend Theorie Unfall, Finnenbahn (rennen) und das Rennen im Kreis um einen Fixpunkt herum, das ihr bestimmt von irgendeinem Video kennt. Das machte sogar Spass 
Am Dienstag Einzelfahrschule mit Manöver Rückwärts (Kreisfahren, Geradefahren), das mir meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist. Am Nachmittag Theorie CE (ich sollte fortan in den Theorien wach sein. Lustig ist jedoch, anderen beim Einnicken/Schlafen zuzuschauen).
Am Abend das zweite Impfen und ein extrem spätes Nachtessen mit fabelhaften Schnitzeln! So lange waren die Rekruten bisher noch nie am Essen und so viel haben die meisten im Militär noch nie gegessen!
Zudem noch die 2-stündige Mat-Kontrolle und danach rund eine Stunde Zeit bis zum ABV (Luxus!).
In der Nacht auf Mittwoch erwarteten wir eigentlich einen Feueralarm. Dieser blieb allerdings aus. Vielleicht habe ich ihn auch verschlafen Seit ich mit Ohrenpfropfen schlafe (Tipp! Ihr erhält welche bei der Material-Fassung), schlafe ich wunderbar.
Der Morgen war geprägt von Gewehrmanipulation, Gefechtsformationen und Gefechtszeichen. Zudem gab es einen Schiesstest. Bevor der allerdings starten konnte, musste irgendwo Munition gefunden werden. Schlussendlich rissen wir den ebenfalls anwesenden Rettungstruppen ein paar Schuss aus, bis unsere Munition kam 
Am Mittag war ich schon wieder Fassmannschaft-Ersatz. Und diesmal sehr glücklich darüber. Die anderen hatten nämlich Zugschule. Es sah erbärmlich aus und entsprechend motiviert klang der Zugführer
Nach dem Essen Manöver III (Test von Manöver I) und Fatran/Selbststudium CE. Am Abend gab es den Wochentest, an dem wohl nicht sehr viele bestanden haben und Selbststudium CE.
Der Donnerstag sollte der letzte Tag der Woche sein, da das sehr sehr lange erwartete frühe Abtreten angesagt war. Doch zuerst galt es, den Tag zu vollenden, welcher für meinen Pool B mit Kollektivfahrschule 1b begann (Steyr). Der Parcours war mehr oder weniger der Gleiche wie KFS 1a, jedoch mussten alle einen Steyr fahren. Diese Kiste hat absolut keinen Radeinschlag, was das Kurvenfahren doch anfänglich sehr schwer macht. Trotzdem ist es mir leichter gefallen als mit dem Iveco 6x6 - ganz einfach weil der LKW deutlich kürzer ist - und schmaler. Zudem zwischendurch noch Tafeln mit Höhenbeschränkungen auf der Geländepiste, um zu testen, ob wir die Masse der Fahrzeuge wirklich kennen. Der Steyr ist 3.52 hoch, einige fuhren jedoch am 3.50m-Schild durch und wurden entsprechend angehalten.
Am Nachmittag FD4 (Fachdienst) mit Anhäger An- und Abkupplen mit den verschiedenen Modellen sowie Luftüberbrückung von einem Fahrzeug zum anderen.
Um 18:55 dann endlich das „Sie haben Urlaub bis Sonntag, 22:45“. Es war leider 10 Minuten später als geplant, weshalb viele den Zug verpassten. Dank dem ausgeteilten Z’Nacht-Säckli war das aber kein Problem  |
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| Woche 4 - Gemütlich |
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Wie üblich um 22:45 einrücken. Speziell an dieser Woche: Alle Zugführer sind in Ausbildung, weshalb nun die Gruppenführer das Sagen haben.
Am Montag hatten wir zuerst Theorie CE. Am Nachmittag Theorie Arbeitslosigkeit, Sicherheitspolitik, Grundschulung und San-Dienst. Allzu gut habe ich noch den Satz im Kopf, dass es nach Woche 3 besser würde mit dem Stress (übrigens von verschiedenen Fahrlehrern stammend). Tatsächlich hatten wir in dieser Woche plötzlich Freizeit rund im die Ausbildung!
Dienstag wieder Theorie CE am Morgen und Einzelfahrschule am Nachmittag. Abends Ausgang.
Mittwoch: Repetition Schiessstellungen, Manipulation im Dunkeln und 300 Meter schiessen. Im 300 Meter-Stand muss man das Gewehr total verstellen, weil man mit der KD-Box-Konfiguration gar nichts trifft. Ich habe das Gewehr seither nicht mehr umgestellt, was mir bis zum letzten KD-Schiessen in Woche 8 noch einige Male Mühe gemacht hat 
Am Nachmittag Manöver 4 (Test von Manöver 2), Fatran und zwischendurch das Gespräch mit dem BO (Berufsoffizier), ob er die jeweilige Person zum Weitermachen sieht oder nicht. Mich trifft es zum Glück nicht :-)
Da bald Schnee kommt, übten wir am Donnerstag gleich Schneekettelen (auch im Sommer hätten wird das geübt hehe). Am Nachmittag gab es dann Kollektivfahrschule 2. Eigentlich wie 1a und 1b, aber mit Saurern. Diese Dinger machen unheimlich Spass zum fahren, sind aber ganz schön schwer, um sie ruckelfrei zu schalten. Abends grosser Ausgang.
Der letzte Lange Wochentag war einmal mehr mit Einzelfahrschule und CE-Theorie belegt (das sind die gemütlichsten Tage). Am Abend hatten wir noch einen Sporttest. |
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| Woche 5 - Business as usual |
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Nach dem gewohnten Einrücken und einer Nacht stand am Montag zuerst ABC auf dem Programm. Am Nachmittag Fatran, CE-Studium und Manöver - erstmals mit Anhängern.
Am Abend Theorie Kartenlesen.
Mit Morgensport startete der Dienstag, aufstehen um 4:45 Uhr. Es goss mal wieder in Strömen. Gemäss Picasso gab es am Morgen Theorie (und danach Praxis) zum Thema San-Dienst. Am Nachmittag wurden wir auf Burgdorf verschoben (das erste Mal, dass wir überhaupt verschoben wurden und nicht liefen!). Dort hatten wir San-Dienst an Puppen, die wir am Leben halten sollten.
Eigentlich hätten wir ab Abend Ausgang gehabt, doch viele entschieden sich dazu, stattdessen CE-Theorie zu lernen und zu Bögelen (hat sich ausgezahlt).
Mittwoch: CE-Theorie und Einzelfahrschule. Am Abend Impfen (auch Schweinegrippe, die die Mehrheit jedoch ablehnte) und wieder eine Mat-Kontrolle.
Am nächsten Tag Fatran (Fahrsimulator), Manöver und CE-Selbststudium. Am Nachmittag KD4-Schiessen. Thema: Verteidigung. Zudem gab es noch eine Tarnübung, Erstkontakt mit den schlecht abwaschbaren Farben.
Am Abend stand ein weiteres Mal CE-Selbststudium auf dem Plan.
Am Freitag hatten wir Kollektivfahrschule 3. Das Higlight dabei: Wir durften über eine Schwimmbrücke fahren! Diese war aber nicht als feste Brücke, sondern als Floss, das jeweils drei Lastwagen vom einen Ufer an das andere brachte.
Am Nachmittag kamen wir beim Fachdienst 6 ins Schwitzen, da Radwechsel angesagt war. Mit ein paar Tipps von den Gruppenführern wurde es jedoch beim zweiten Versuch deutlich einfacher.
Die Woche war bereits am Freitag zu Ende, kurz nach 19:00 durften wir nach Hause gehen  |
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| Woche 6 - ...auch diese Woche geht vorbei |
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Am Montag das altbekannte EFS und CE-Theorie. An diesem Tag fand das letzte Mal CE-Theorie statt. Am Abend waren wir im Chleihölzli und kuppelten Anhänger an und ab.
Dienstag = schlechter Tag: San-Dienst und ABC-Ausbildung. Schlecht, weil sehr unbeliebt 
ABC stand auch am Mittwoch auf dem Programm. Diesmal ging es in die Gaskammer, um die absolute Dichtigkeit zu testen. Am Nachmittag stand KD5 auf dem Plan. Weil wir die Schuma am Morgen schon anhatten, durften wir gleich damit schiessen Man sieht damit zwar „nichts“, doch traf ich erstaunlich gut! Sogar besser als zuvor ohne Schuma 
Dazwischen die theoretische CE-Prüfung, welche die Mehrheit bestanden hat. Der erste (kleine) Schritt zum Motorfahrer ist also erreicht 
Auch der nächste Tag brachte die unbeliebten Ausbildungen: ABC und San-Dienst. Im San-Dienst ging es diesmal darum, eine verletzte Person aus einem brennenden Fahrzeug unter Beschuss zu bergen und dann Deckung und unter weiterem Beschuss zum Rettungshubschrauber zu bringen. Ich glaube, das war das für uns bisher anstrengendste Übung überhaupt. Die schwersten Leute des Zuges lagen auf der San-Barre und wir mussten sie schleppen. Was mir wie etwa 15 Minuten vor kam, dauerte in Wirklichkeit über eine Stunde und kostete manchen Tropfen Schweiss...
Der Freitag begann mit Morgensport, wechselte hin zu KD6, Manipulation Sturmgewehr, Inspektion, einem Mittagessen aus Curry-Johny (gar nicht soo schlecht!) und einem Nachmittag mit Grundschulung. Natürlich mit Tarnfarbe 
Am Abend stand noch ein gemütlicher Vitaparcours an.
Diese Woche war nicht nur vom Programm her nicht sehr beliebt, sondern auch der Winter liess grüssen. So war es eiiiiskalt und wir ständig draussen. Ausserdem war ich die ganze Woche Fassmannschaft, was mir die Woche noch ein wenig unbeliebter machte. Doch: Auch das geht vorbei  |
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| Woche 7 - Die Soloprüfung |
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Fachdienst gab es zu Wochenbeginn: Anhänger an- und abkuppeln. Am Nachmittag: Fachdienst. Diesmal zum Thema Ladungssicherung. Dabei merkten wir, wie schwer es ist, so zu laden, dass alle Vorschriften erfüllt sind und die Ladung trotzdem noch einigermassen logisch wieder ausgeräumt werden könnte.
Am Dienstag fuhren wir den ganzen Tag. KFS4 Diesmal hatten wir Anhänger dabei. Der Tag konnte zwar nicht schöner werden, trotzdem hatten wir noch einen Ausgang 
Manöver, Fatran und CUA (Thema Kriegsvölkerrecht). Am Nachmittag hatten wir die Probe-Soloprüfung. Am Abend bestand die Möglichkeit, sich die Militär-Sport-Auszeichnung (MSA) zu holen. Da ich diese geholt habe und die Woche zuvor die CE-Theorie mit 0 Fehlern bestanden habe, habe ich mir das Leistungsabtreten in Woche 9 bereits gesichert
Tag der Wahrheit am Donnerstag: Können wir fahren oder nicht? Wir in Pool B hatten zuerst Manöver, Fatran, CUA am Morgen. Ein bisschen nervös, passierte ein kleines Missgeschick beim Manövrieren. Dennoch war am Nachmittag die Soloprüfung, die wir alle bestehen wollten. Von den sieben anderen, die mit mir zeitgleich Prüfung hatten, haben alle bestanden! Das war schon ein kleines Highlight für uns!
Der Freitag war geprägt von der Inspektion Zugschule. Natürlich wollten wir der beste Zug von allen aktuellen Mötti-RS‘en werden. Leider lagen wir nach ein paar kleinen Fehlern nur gleichauf mit den anderen Besten. Deshalb müssen wir noch etwas warten, bis die Detail-Auswertung ergibt, ob wir unser Ziel erreicht haben.
Nachmittags Grundschulung. Getarnt wurden nicht nur die Gesichter, sondern auch Beobachtungsunterstände und ein Puch. Zudem erlernten wir verschiedene Arten der Distanzeinschätzung. Den ganzen Tag durch hatten alle Vorfreude auf den Abend: 15km-Marsch Es regnete durchgehend, auch von innen wurde ich nass Mir persönlich fielen die letzten etwa drei Kilometer extrem schwer, weil meine Füsse unglaublich zu Schmerzen begannen - Blotere hani aber kei einzigi übercho
Als ob das nicht genug wäre, musste ich bereits um 0400 wieder aufstehen, um in der Zutrittskontrolle Wache zu halten. Naja, immerhin gibt es bei dieser Kaserne keine Wochenend-Wache. Danach musste ich noch zur Nacharbeit bleiben (erstmals), weil ich einen Test verhauen habe. |
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| Woche 8 - Die coolste Woche bisher |
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Gleich am Montag hatten wir einen Tag auf der Geländepiste. Und dieser war extrem eindrücklich. Ich fuhr zuerst mit einem 10DM über die Piste - und hatte gleich bei den ersten Hindernissen das Gefühl, aussteigen und die Schrauben aufsammeln zu müssen. Es ist beeindruckend, wie diese alten Laster knorzen und knattern, viel mehr jedoch, wie sie alle Hindernisse ohne Probleme überwinden! Am Eindrucksvollsten war natürlich die Elefantenrutsche. Sieht man sie, ist man beeindruckt. Versucht man, sie per Fuss zu „besteigen“, ist man noch etwas mehr beeindruckt (ohne Anlauf unmöglich). Und fährt man mit dem LKW runter, hat man das Gefühl, bald einen Salto zu machen 
Zudem fuhren wir am Nachmittag im kompletten ABC-Anzug über die Piste. Die Schuma erschwert das Sehen deutlich (Distanzen einschätzen fiel vielen schwer).
Am Abend gab es noch Theorie Wachtdienst und die Antwort auf die Frage: Warum brauchen Motorfahrer ein Sturmgewehr? Eben, wegen dem Wachtdienst 
KD7 (Kurzdistanz schiessen) am Dienstag morgen. Es sollte das letzte Mal sein, das wir in der Box sind. Das freute die Mehrheit, denn viele mögen das irgendwie überhaupt nicht (300m hingegen schon). Das Thema war das am Vorabend gelernte vom Wachtdienst. Auffallend: Es ist unheimlich schwer, in einer bestimmten Situation das Richtige zu machen; sei es nur eine Warnung, ein Warnschuss oder Schiessen auf jemanden.
Am Nachmittag FD10 mit Schneekettelen und Radwechsel (diesmal beides unter Zeitdruck). Dabei kam ich so ins Schwitzen, dass ich mir erstmals seit Langem wünschte, weniger angezogen zu haben.
Mittwoch EFS am Morgen; Manöver, CUA (Kartenlehre), Fatran am Nachmittag. Im Fatran war ich diesmal auf der Autobahn unterwegs. Im Fatran mit 80 zu fahren ist definitiv kein Vergnügen Am Abend noch ein WPD (also auf allen Fahrzeugen komplette Material- und Funktionskontrolle).
KFS5 führte jeden aus unserem Zug mit einem Fahrzeug samt Anhänger am Donnerstag über die Strassen. Am Morgen und am Nachmittag fuhren wir zwei verschiedene Schlaufen. Beide waren von teilweise extrem engen Stellen geprägt. Nach dem tollen Tag folgte am Abend ein weiteres Highlight: Das Weihnachtsessen. Die Küchenmannschaft verwöhnte uns mit einem 4-Gang-Menü während 2,5 Stunden! Das Essen war vorzüglich -> Danke!
Auch am Freitag durften wir wieder fahren. Eigentlich war Doppelbesatzung und Anhänger geplant (KFS6). Allerdings fielen in der Nacht einige Centimeter Schnee, weshalb die Anhänger stehen gelassen wurden. Die Strecke war als Erste nicht jaloniert, also mussten wir nur nach Karteneintrag fahren. Wir fuhren durch Solothurn, Grenchen, Delémont, Passwang, beide Hauenstein-Pässe, Suhr, an den Hallwilersee und wieder zurück nach Wangen. Dieser Tag war ohne Zweifel der bisher Schönste!
Zudem wurden wir am Abend zu 3 Wochen Weihnachtsurlaub entlassen  |
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| Woche 9 - Da sind wir wieder |
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Montag:
Einrücken per 1100 Uhr, natürlich waren wir alle total erfreut, endlich wieder im Militär sein zu dürfen Nach dem Essen startete die Ausbildung mit spannenden Themen wie SanDienst, ABC und Sturmgewehr. Zudem ging es darum, die Fahrzeuge mal wieder laufen zu lassen nach 3 Wochen in der Kälte. Einige hatten tatsächlich etwas Mühe, die meisten hinterliessen als Freudengruss eine riesige Abgaswolke.
Der Tag kam mir ungewöhnlich lange vor, wohl auch wegen dem Abendprogramm, dass bis lange in die Nacht dauerte. Thema: Hören, Sehen und Schiessen in der Nacht.
Dienstag:
Inspektion in den am Vortag geübten Themen. Das Spezielle dabei: der neue Kadi nahm bei uns die Gewehr-Inspektion ab und verlangte etwas, das niemand verstand. Die Auflösung: Wir hätten eine Störung erstellen sollen, also beispielsweise zwei Manipads laden sollen 
Am Nachmittag fand gleich die Nacharbeit für die Inspektion statt und zudem das 300 Meter-Schiessen (Schiessabzeichen). Am Abend standen noch zwei Schul-Tests auf dem Programm.
Mittwoch:
An diesem Tag schneite es so stark, dass wir den Schnee wachsen sehen konnten. Am Morgen lernten wir, mit dem Funkgerät umzugehen, am Nachmittag erstellen wir ein Telefonnetz (für die Feldtelefone). Allerdings waren wir so schnell fertig und hatten alles mögliche geübt, dass wir uns zwischendurch mit dem Schnee vergnügten =) Am Abend spielten wir etwa 3 Stunden Fussball in der Halle.
Donnerstag:
Zum letzten Mal stand heute CUA/Manöver/Fatran auf dem Plan. Am Nachmittag entsprechend Fahrschule, also die Vorprüfung für den Anhänger.
Freitag:
Wie bereits bei letzten Mal wurden wir aufgeteilt, Pool A hatte zuerst Prüfung und parallel dazu Fahrzeug-Kunde. Mein Pool war derweil damit beschäftigt, die Fahrzeuge zu schmieren. Ich hatte einen Saurer und musste relativ oft kriechen, um die Schmiernippel zu erreichen! Zur Freude des Tages haben nahezu alle die Prüfung bestanden! Um den Tag noch zu versüssen, erhielt ich Leistungsabtreten, zusammen mit 6 anderen. Ausserdem verliessen uns an diesem Abend auch alle Anwärter. |
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| Woche 10 - 2-Tages-Übung "Witz" |
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Montag:
Dass wir früh auf müssten, war klar. Um 0400 war es soweit, gleich als erstes mussten wir die Handys abgeben. Um 0500 startete die Theorie zu den nächsten zwei Tagen (was allerdings schon mal nicht richtig klappte). Sie dauerte entsprechend bis 0830, danach lernten wird Personenkontrollen und Fahrzeugkontrollen durchzuführen. Unser Kadi war so lieb und liess uns in der Kaserne schlafen Wahrscheinlich wären wir draussen verfroren, es war eiskalt! Zum Essen kriegten wir übrigens einen Chili-Jonny, dem ich aber den Curry-Jonny vorziehe!
Dienstag:
0415 aufstehen, um ab 0500 im Chleihölzli zu sein (warten). Dabei erhielten wir ein nicht so tolles Frühstück. Weiter ging es wie am Vortag mit dem Programm, wobei es noch kälter war! Z‘Mittagessen gab es Kutteln (!!). Essbar war das nicht, lediglich die Sauce dazu konnte ich nutzen, um die zwei Scheiben Brot als Mittagessen zu nutzen. Zum Übungsabschluss stand der ABC-Marsch auf dem Programm, welcher rund 5km lang war. Beim abschliessenden Ausziehen erfroren wir fast, da das Ausziehen angeleitet war, ich (wie so viele) jedoch nur im nassgeschwitzen T-Shirt da stand!
Um uns wieder versöhnlich zu stimmen gab es zum Z‘Nacht eine super Lasagne 
Den Tag verbrachten wir übrigens mit viel liegen, was niemanden wirklich störte 
Mittwoch:
Schon wieder Inspektion, diesmal FGA (FunktionsGrundAusbildung). Dazu gehörte Schneekettelen, Radwechsel, Anhänger an- und abkuppeln, Theorie über alles mögliche sowie beim Marschparkdienst Fehler am LKW zu finden.
Donnerstag:
Den ganzen Tag hatten wir Kollektivfahrschule - Nr. 7; die letzte also. Wir fuhren mit Duros und Puchs samt Anhängern nach Moudon, Romont, um den Murtensee und zurück. Solange es kein Nebel hatte, war die Strecke sehr schön! Zudem gab es auch noch den lange erwarteten Zugsabend, allerdings eine Woche zu spät, weil die Anwärter schon weg waren...
Freitag:
Am Morgen repetierten wie die schlechteren Punkte von der FGA-Inspektion, hauptsächlich Anhänger an- und abkuppeln. Am Nachmittag lernten wir das Seilspill des Saureres kennen. Mit dem Steyr kann man das zwar auch, der hat allerdings so oft Störungen, dass man es lieber sein lässt Es folgte das erwartete Abtreten am Abend! |
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| Woche 11 - Im Zeichen des TdA |
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Montag:
Den ganzen Tag hatten wir Repetition AGA und FGA. Es war in den Augen aller äusserst sinnvoll Am Abend gingen wir eine Stunde Joggen und spielten danach eine Stunde Volleyball.
Dienstag:
Heute fand der Schleuderkurs in Hinwil statt. Ich fuhr mit einem 6DM dorthin, der mir allerdings einige Sorgen bereitete. Inmitten eines Berganstieges fielen alle ganzen Gänge aus, fahren konnten wir fortan nur noch mit zugeschaltetem Halbgang =( Der Tag an sich machte allerdings Spass, das Verhalten der verschiedenen Fahrzeuge bei Wasser, Bremsungen und Steuern zu lernen. Am meisten Spass machte mir jedoch das Driften mit einem Steyr 
Mittwoch:
Zu aller erst wurden wir über die VBA informiert, bzw nach langweiligem Geplapper endlich die Listen aufgelegt. Ich komme am Woche 14 nach Brugg zu der Genie-RS. Etwas enttäuscht war ich, weil ich unbedingt zur SwissInt nach Stans wollte... Allerdings konnte das keiner von uns.
Das Tagesprogramm war Ausbildung Wabra, also mit dem Hakengerät der Iveco 6x6 und 8x8.
Donnerstag:
Auch heute stand WABRA auf dem Programm. Wie schon gestern war es unendlich kalt draussen und eine Bise verschlimmerte alles noch!
Am Abend bereiteten wir uns auf den Tag der Angehörigen vor (TdA).
Freitag:
Heute sollte eigentlich der TdA komplett vorbereitet werden. Allerdings war es so wie schon oft: Jemand plant, jemand wirft über den Haufen, nichts klappt. Etwas verwundert war ich, dass trotz dem Chaos das Meiste vorbereitet war.
In der Nacht auf Samstag begann heftiger Schneefall, was uns in der Nacht beim Zugschule-Üben bereits sorgen machte.
Samstag:
Um 0500 standen wir auf und verschoben ins Chleihözli. Dort verbrachten wir die meiste Zeit damit, den Schnee irgendwie zu beseitigen, damit man überhaupt noch etwas sah. Leider was aus dem Schnee mittlerweile ein Eisplatte geworden, so dass bei der Vorführung der Zugschule nicht allzu viel wunschgemäss klappte. Es war die bislang längste Woche, weil wir erst Sa Nachmittag gehen durften. Ausserdem verabschiedete sich unser Zugführer zum letzten Mal von uns. |
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| Woche 12 - Im Zeichen von ADR/SDR |
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Die ganze Woche hatten wir ADR/SDR-Ausbildung, also Gefahrengut. An den Abenden gab es Sport, Ausgang oder Materialkontrolle. Wer etwas zu Hause hatte, musste es bezahlen. Was für ein Glück, wurde die Kontrolle erst am Montag angekündigt... Nach Hause durften wir am Freitag morgen schon  |
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| Woche 13 - Im Zeichen des Abschieds |
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Montag:
WEMA war das grosse Thema: Wiedererstellen der Marschbereitschaft, also abgeben aller Fahrzeuge (waschen, Material gemäss Etat einordnen usw). Nachträglich muss ich sagen, war es sehr gut organisiert!
Dienstag:
Am Morgen gaben wir alle Iveco ab, einige mussten auf Thun. Das machten wir am Nachmittag. Diejenigen, die nicht fuhren, blieben zurück, putzten das Chleihölzli und schauten einen Film. Auf dem Weg zurück von Thun herrschte wieder Schneefall pur.
Mittwoch:
Der Tag war geprägt vom 25km-Marsch. Wir wurden nach Utzensdorf gebracht und liefen zurück. Zum Glück / Pech hatte es in der Nacht viel geschneit. So wurden wenigstens die Schuhe nicht allzu schmutzig, der Boden war oft weich, allerdings teilweise mit Eis untersetzte. Alle 5km gab es einen Zwipfposten, zu viele Pausen für unsere Wünsche. Der Marsch ging viel einfacher als die bisherigen, so dass wir nicht wirklich müde waren. Wir gaben an diesem Tag das Corps-Material ab. Am Abend wurden wir zu SOLDATEN befördert 
Donnerstag:
Dass das Ende in Wangen naht, war unübersehbar. Wir gaben das Material den Zeughäusern zurück, hatten einen Gewehr- und Schuma-Grossparkdienst. Abends reinigten wir bereits die Unterkunft, um am Freitag schneller nach Hause zu können.
Freitag:
Bis 0930 putzten wir die Kaserne blitzblank, danach warteten wir im Filmsaal nebenan, bis wir um etwa 1200 abtreten hatten. Nur war es also vorbei mit der Grundausbildung, fortan hofften wir darauf, viel fahren zu können und blickten bereits auf eine sicherlich unvergessliche Zeit zurück. Ich werde nicht schreiben, es war eigentlich eine geile Zeit, wie das alle anderen tun Ja, irgendwie war es das. Man vergisst zum Glück oft die Momente, in denen man totalen Anschiss hat, es eiskalt ist, usw. Und viele sagen bereits, sie würden die RS nicht mehr anfangen, keinesfalls jedoch, wenn sie nicht Mötti werden können... Einheitlich jedoch die Meinung über die letzten drei Wochen: Sie waren so gemütlich, dass wir nicht mehr ungerne einrückten und gerne noch etwas geblieben wären, wenn wir mehr hätten fahren können  |
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| Woche 14 - VBA 1 |
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Montag:
Motiviert, weil etwas Neues begann, rückten wir gegen 1000 in Brugg ein. Von Wangen kommend, war natürlich vieles ungewohnt, so beispielsweise die Grösse des Areals. Dass hier nicht viel klappt, wurde uns leider schon am ersten Tag demonstriert: Material fassten wir unpassendes in der Grösse und ungewäschenes, verschimmelte Gamellen usw...
Ab Dienstag:
Anstatt uns aufzunehmen, verspotteten uns die bereits seit 13 Wochen dort „wohnenden“ Spez-Möttis anfänglich. Natürlich war es nur eine Frage der Zeit, sie dauerte allerdings subjektiv lange 
Die ganze Woche verbrachten wir damit, die Fahrzeuge der Spez-Möttis zu waschen, damit sie dies abgeben oder auf die (für sie erst nächste Woche startende) VBA vorbereiten konnten.
Ausserdem hatte der Feldi in dieser Woche nicht die beste Laune, was unsere beiden Ausgänge stark verkürzte. Ein Woche zum vergessen also...
In Brugg gibt es ausserdem noch etwas komisches: Um keinen Konflikt zwischen den Zügen zu haben, müssen die Möttis gleichzeitig wie die nicht-fahrenden Züge aufstehen und dürfen auch nicht vorher in der Kaserne wieder auftauchen. Das ist ziemlich mühsam... Die Woche war total zum vergessen!
Die Vorschau auf die VBA brachte Zivilschutzanlagen, eine Durchhalteübung und „einige werden an ihre persönlichen Grenzen kommen“ mit sich, was die Vorfreude nicht gerade vergrösserte 
Viel von dem, was wir in Wangen gelernt hatten (=gut erzogen ), legten wir bereits ab der ersten Woche schrittweise ab. So liefen wir mit den Händen in den Hosensäcken rum, rauchten mit Kopfbedeckung, liessen den Motor mal laufen und stiegen aus, fuhren alleine rückwärts usw... Ich staunte, wie schnell wir Disziplin verlieren! |
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| Woche 15 - VBA 2 |
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Montag:
Nach der Fahnenübergabe (eine langweilige, fast lächerliche Zeremonie) verschoben mir mit über 100 Fahrzeugen nach Weinfelden, in der Nähe von Frauenfeld. Unterwegs erwartete uns die MP fröhlich, fand fast überall etwas unpassendes und so kam auch ich über eine Stunde verspätet in Frauenfeld an, wo wir die Fahrzeuge parkten.
Positiv: Die Zivilschutzanlage hier ist schön!
Dienstag:
Die Nacht durch hatte ich leider Wache in der Kälte, so dass ich am heute ziemlich down war. Während dem Tag kam der Befehl, dass fünf Möttis von uns (allesamt aus Wangen) fortan in Berg stationiert sein werden. Die Unterkunft dort schreckte mich gleich ein, total veraltet und nahezu kein Platz. Wir wurden dorthin verschoben, weil die ab sofort dem Ramm-Zug zugeteilt sind.
Mittwoch:
Heute fand eine Übung in Schmerikon statt, bei der ein Puch an das andere Ufer übersetzt wurde (übers Wasser). Weil jemand vergessen hatte, auszukundschaften (die LKW hatten im „gedachten Gebiet“ keine Zufahrmöglichkeit), fiel das Mittagessen aus und wir hatten 4h Verspätung. Nachtessen gab es erst um etwa 2130. Da ich lange nichts gegessen hatte war meine Laune ziemlich bissig und ich war froh, wollte mir niemand sagen, ich solle noch dies oder das, ansonsten hätte ich wohl übel zurück gefaucht 
Zu erklären gilt es folgendes: Bei diesen Übung gibt es immer einen Bereitstellungsraum (Warteraum, wo die FZ stehen) und einen Einsatzraum, wo die Übung stattfindet, die FZ aber nicht stehen sollten.
Zu unrecht hoffte ich, die Organisation (und vor allem die des Essens) sei einmalig schief gelaufen...
Donnerstag:
An diesem Tag war das Wetter schön, eine Übung fand in Rüdlingen statt. Da ausnahmsweise Bereitstellungsraum=Einsatzraum war, konnte ich nicht endlich wie lange erwartet relaxen, sondern hatte den ganzen Tag Patroullie (alles muss bewacht werden)...
Freitag:
Eigentlich hätte heute ein 25km-Gefechtsmarsch stattfinden sollen. Leider leider waren wir mit der heutigen Übung (Stegbau) so langsam, dass wir nicht mitmachen konnten Allerdings lag die Langsamkeit weniger an den Soldaten als am Wetter. Zwischendurch windete und regnete es extrem (alle Übungen finden bei diesem Zug im Gewässer statt). |
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| Woche 16 - VBA 3 |
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Montag:
Frei Einrücken per 2200
Dienstag:
Eigentlich waren Wachtdienstschiessen sowie Schiessen im BG4 (ABC-Anzug inklusive SchuMa) geplant. Unterwegs erhielt ich ein Telefon, dass ich fahren müsse (wir hatten in der VBA fest zugeteilte FZ). Deshalb war ich den ganzen Tag weg =) Wir von Wangen hatten das sowieso alles schon.
Mittwoch:
Auch heute gab es wieder eine Übung (irgendwie immer das Gleiche...). Allerdings war etwas anders, nämlich fehlte der Schlüssel zum AMP (Fahrzeuge parkieren) diesmal sehr lange, so dass wir erst nach Mitternacht zurück kamen in die Unterkunft.
Donnerstag:
Heute schon wieder das Gleiche, einfach an einem anderen Ort.
Freitag:
Am Morgen hatten die 300 Meter-Schiessen (Abzeichen), bei dem ich deutlich besser war als noch in Wangen. Am Nachmittag fanden die Vorbereitungen für die DHU statt. |
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| Woche 17 - VBA 4 - DHU |
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Montag:
Um 0330 begann die DHU bereits. Wir holten in Weinfelden zwei Spez-Möttis ab und holten anschliessend die FZ. Weil es fürs Aufstellen einen Kran gebraucht hätte (kommt immer von der KataHi in Bremgarten), der aber nicht kam und nicht kam, herrschte Leerlauf. Nachdem ich den Zugsanhänger abgestellt und die Ramme abgeladen hatte („mein Zug“), holte ich in Frauenfeld einen Bürocontainer mit einem Iveco, am Nachmittag / Abend war ich wieder im Frauenfeld, um Fahrbahnplatten für die Brücke zu holen. Allerdings musste ich nach ein paar Metern anhalten, da ich nicht mehr fahren durfte (Ruhezeit).
Dienstag:
Die Übung wurde fortgesetzt. Ich wurde einige Male in den Einsatzraum gebeten, konnte aber wieder gehen, weil man den jeweiligen LKW doch nicht brauchte. Seit dem Vortag hatten wir Schichtbetrieb, damit zu jeder Zeit mitdestens 2 von uns 5 fahren durften. Essen gab es mal wieder keines, nachdem ich am Vortag mit einem Jonny vorlieb nahm. Um heute etwas zu essen, besorgte ich mir wieder einen, obwohl heute eigentlich gekocht wurde. Wie sehr oft wurde aber im Bereitstellungsraum kein Essen angeboten =(
Mittwoch:
Heute ging ein Wunsch in Erfüllung! Ich wollte ein mal im Militär ausschlafen und an diesem Tag durfte ich das! Satte 10 Stunden hatte ich Zeit zum Schlafen Zu tun hatte ich an diesem Tag nicht viel.
Donnerstag:
Obwohl der Tag früh begann, fuhr ich doch nur eine Stunde den ganzen Tag über, den Rest wartete ich. Essen auch heute Fehlanzeige. Da ich davon langsam genug hatte, ging ich eben mit einem Puch/Duro etwas kaufen. Wenn es mich gebraucht hätte, wäre mir das ziemlich egal gewesen... Inzwischen waren auch einige Rammer ausgelaugt / krank. Zu erwähnen ist, dass es diese Woche wieder extrem kalt war, schneite, ein starke Bise windete! Es war selbst im Saurer unangenehm, es zog regelrecht durch die Kabine!
Freitag:
Die zuvor aufgebaute Brücke (diesmal meiner Ansicht nach eine sehr interessante Konstruktion) wurde zurückgebaut/abgerissen. Am Nachmittag führten wir eine Materialbereitschaftskontrolle durch und genossen die erstmals seit langem scheinende Sonne! Danach gingen wir zurück, um auf die Befehle für die nächste Übung zu warten, die gegen 2200 starten sollte.
Samstag:
Um 0500 waren wir wieder unterwegs - erstaunt darüber, dass die Übung nun doch nicht stattgefunden hat! Am Nachmittag/Abend war ein 4-6h Dauertragen im BG4 (ABC-Anzug komplett) geplant, ich hatte aber das Glück, bis etwa 2100 Fahrzeuge waschen durfte 
Sonntag:
35km Marsch. Das einzige Problem des Zugführers unterwegs war „suberi Einerkolonne“. Ausserdem, immer wenn jemand höheres irgendwo war, mussten wir die Ohrstöpsel verstecken. Alle Verpflegungssationen (jeweils nach 8km) mussten wir mit einem Igel sichern und einer nach dem anderen Essen/Trinken holen. Natürlich interessierte mich das herzlich wenig, schliesslich mussten das auch die anderen Züge nicht machen... Lächerlich...
Vom Marsch kam ich als letzter zurück, viele brachen ab, viele gaben den Rucksack unterwegs ab. In unserem Zug erreichten aber alle mit Vollpackung das Ziel, so wollte auch ich es irgendwie nicht abgeben (dass man das konnte, erfuhr ich erst nach der letzten Pause!). So hatte ich während der gesamten nächsten Woche Blattern, Muskelkater und Rückenschmerzen! Irgendwie ist es ja bekannt, dass man nicht 30kg am Rücken haben sollte, nur im Militär ist das noch nicht angekommen! |
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| Woche 18 - VBA 5 - Tschüss RS |
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Montag:
Den Tag verwendeten wir dazu, um von Berg/Weinfelden/Frauenfeld nach Wohlen zu verschieben, wo wir fortan untergebracht waren. Die Unterkunft war nochmals um einiges enger als in Berg, was entsprechend ein grosses Chaos mit sich brachte!
Das Essen kam ab dieser Woche aus Bremgarten, es schmeckte auch viel besser! Vor allem das Morgenessen, das wir seit Brugg kennen, ist schrecklich! Zu trinken gibt es Wasser mit Ovo drin, ein bisschen Milch und teilweise auch noch Kaffee zugemischt! Nichts mehr mit O-Saft wie in Wangen oder Milch! Weshalb? Kostengründe! Irgendwer kann da nicht rechnen, es war sowohl in Wangen als auch in Bremgarten möglich, anständiges Morgenessen zu besorgen!
An diesem Tag feierte ich auch noch Abschied vom Saurer, den ich während der letzten Wochen fuhr. Ich wünsche ihm alles Gute 
Dienstag:
Abrüsten und Material abgeben in diversen Gruppen. Ausserdem wurde es erfreulicherweise wärmer =)
In Brugg beim Zeughaus traf mich der Schock. Was dort alles herumsteht ist unglaublich! Millionen von Franken an Spezialfahrzeugen / Aufbauten (bsp Schwimmbrücken, Rammplattformen) stehen dort einfach so rum und werden nicht gebraucht! Das Gleiche trifft auf Baumaschinen zu. So hat man in Brugg beispielsweise 15 (unbezahlbare) Rammbagger, von denen jeweils einer gebraucht wird! Von den Fahrzeugen, die in den AMP‘s herumstehen, schreibe ich lieber gar nicht...
Mittwoch:
Mein Auftrag war den ganzen Tag: Anhänger für Anhänger mit einem Iveco 6x6 von Bremgarten nach Brugg zu überführen. Am Abend gab es dann noch eine gross inszenierte Fahnenübergabe, die in den Augen aller Soldaten total lächerlich war. Den Sinn habe ich bis heute nicht verstanden 
Donnerstag:
Heute rüsteten wir den Resten ab und gaben die LKW in Othmarsingen ab. Etwas komisch war es, den letzten Innenteil des seit Dienstag abgegebenen Schlafsackes ebenfalls abgeben zu müssen, da es in dieser Unterkunft durchschnittlich gerade einmal 9 Grad bei etwa 80-85 Prozent Luftfeuchtigkeit hatte!
Freitag:
Wer hat nicht darauf gewartet! Endlich ist es fertig! Vom frühen Morgen an stand ich nur herum, von 0700 bis 1700 wartete ich am gleichen Ort (mit einem Gros der Kompanie), da es nicht genügend Arbeit für alle gab. Leider erhielten wir keinen Sold, wegen der grossen Materialverluste (da ich erst seit 3.5 Wochen in diesem Zug war, regte ich mich nur minim auf)... Immerhin gab es EO! Wichtig war ohnehin nur, dass wird endlich abdüsen konnten!
Die ganze Woche hindurch sahen wir in Brugg die neuen Rekruten, denen ich viel Spass in den nächsten 18/21 Woche wünsche und als Tipp mitgebe, das Gehirn so oft als möglich auszuschalten, bzw. möglichst wenig zu hinterfragen, weil das Meiste sowieso keinen Sinn ergibt. Wenn man es einfach macht ohne sich aufzuregen, geht es sowieso einfacher. Allerdings heisst das nicht, dass man nicht protestieren oder alles mit sich machen lassen sollte!
Nun habe ich bis Mittwoch Ferien, danach beginnt die Durchdiener-Zeit bei der Katastrophen-Hilfe in Bremgarten. Ich hoffe, dass wir dort die frische Motivation gut einsetzen können und nicht wie in Brugg bereits in der ersten Woche total „verbrannt“ werden! |
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