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  David
  Motorfahrer
  Motorfahrer VT RS 47 3 07 Wangen a. A.
   
  Woche: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13
 
Noch 2 Tage .....
 
   
Sowohl heute als auch gestern beendete ich eine Menge was ich in den letzten drei Jahren aufgebaut habe. Zum Einen verabschiedete ich mich von meinem Lehrbetrieb und zum Anderen schenkten mir meine E- Junioren im letzen Fussballspiel der Saison noch einen Sieg.

Den ganzen Freitag Nachmittag verbrachte ich mit Rückblicken auf meine Lehre in einem Stahlhandelbetrieb, dessen Standort gleich einer Militärtankstelle und einem vor kurzem erst geschlossenem Zeughaus ist. Bis ich allen Mitarbeiter in der Filiale die Hand schüttelte dauerte es 4 Stunden. Jeder wusste von seiner persönlichen Militärkarriere zu erzählen. Es gibt da einige Geschichten, man könnte gleich ein Buch erfassen.
Am Samstagmorgen haben die Junioren ebenfalls ihr Abschiedsspiel ausgetragen und mit einer zufriedenstellenden Leistung gegen die Steinbeisser gewonnen.
Soweit so gut. Bald gehts Los.
   
Woche 1
 
 

Am Montag 1000 Uhr war Einrückungszeit allerdings wurde diese Uhrzeit missachtet und mehr als 100 Rekruten waren bereits am 0930 anwesend.

Die ganze Woche war erst um ca. 2300 ABV und bereits am 0645 AV d.h. ca. 0530 Tagwache. Jeden Tag stand eine oder mehrere Theorielektionen auf dem Programm mit Themas wie Stgw 90, Hygiene, Weitermachen?, Fahrsimulator, Ordnung und Ablauf in der Kaserne, Fahrzeuge und Zubehör usw....
Die erste Woche war schwerwiegend auf die Ausrüstung ausgelegt, so lernte man jeden Tag etwas neues übers Sturmgewehr dazu und hantierte dabei mit den ungefährlichen ManiPats. An-Abmelden, Grüssen, Zugschule und Formationen sowie über die Grade und Sport in der Armee.
Highlights der Woche waren den Ausgänger fassen (Ausser ich meine Veston ist noch in Bearbeitung), mit allen Fahrzeugen einehalbe Runde drehen, ins FATRAN sitzen und sogar anschliessend eine Stunde mit dem Fahrschulwagen (Steyr) und dem Fahrlehrer ausfahren.
Weniger gut war dann der 5km Marsch im Dunkeln, da man teils kaum den Vordermann sah und dabei die Grundausrüstung und den Kampfrucksack zu tragen hatte. Nach dem Marsch mussten die Kampfstiefel geputzt werden. Die Küche war vorzüglich.

 
Woche 2
 

Gleich am Sonntag nach der Entlassung am Samstag mussten wir bereits wieder in der Kaserne sein. Bei der Anreise wurde einem klar, dass man nicht der einzige Rekrut ist. Jeder Zug war mit Militaris gefüllt.
Gleich am Montagmorgen früh in eisiger Kälte hatten wir auf dem Picasso Fahrzeugübernahme. Zum Glück des Zuges 6 nur die Anhänger 87 (kleine einachsige für Puch und Duro) und die Sprinterfahrzeuge (WA und Personen). Die grösseren Fahrzeuge überliessen wir den Anderen.
Da wir am Nachmittag gut in der Zeit lagen zogen wir den Marschparkdienst vor. MPD. D.h. Fahrzeugkontrolle vor der Abfahrt.
Abends beim Eindunkeln erstellten wir die Fahrzeugtenüs auf allen Fahrzeuge gemäs Mötibehelf.
Am Dienstag hatten wir einen sehr engen Terminplan. Wir erlernten die Kunst der Wegweisung mit den gelb/schwarzen Tafeln. Zugleich bestaunten wir den Innenraum, die Funktionen der Knöpfe und Hebel in der Kabine jedes Fahrzeuges.
Der erste Ausgang wäre nur kurz geworden, darum wärmten viele die Decke fürs ABV auf indem sie im Zimmer blieben. Sowieso mussten wir so viel Schlaf wie möglich einholen, denn am Mittwoch war der ganze Tag mit Theorielektion gefüllt. Unser Kader von Hptfw, Lt, Four, Hptm, MP Polizist, Priester usw... zwängte die ganze Kompanie zuzuhören bei diversen Themas wie z.b. Urlaub, Dienstreglement, Unfallverhütung, Seelsorge uvm...
Anschliessend an den Theorietag mussten wir noch den ersten Theorie Test des VSMV absolvieren. Ohne den wir nicht Motfahrer werden können.
Der Donnerstag vergötterten alle. Wir warteten seit Montag auf den Fahrschultag. Am Morgen führten wir Manöver durch mit dem Steyr, Saurer und Iveco. Dabei mussten wir von beiden Seiten Rückwärts und Rückwärts-Seitwärts parkieren. Ausserdem noch durch eine 90Grad Kurve schlängeln und Rückwärts an eine Rampe fahren. Wer nicht manövrierte war "unterwegs" im Simulator oder am Computer bei der Theorie zur Armeewaffe. Nach einem schmackhaften Essen war dann die erste Fahrstunde mit dem Anhänger. Mit unserem Fahrlehrer besuchten wir Burgdorf und Langental und das alles mit dem Anhänger. Noch schöner ging es kaum, auch nicht im Ausgang. Das von Rekruten beliebte Lokal, das Schützenhouse, war am Halb Zehn Abends Prall gefüllt. Wer keine Lust auf Auswärtsessen hatte konnte in der Kaserne feine Country Fries geniessen.
Der Donnerstag hätte niemals enden sollen. Denn am Freitag scheierlete es noch dazu blies ein kalter Wind. Aber die meiste Zeit waren wir glücklierweise im Theorieraum. Die Kunst des Kartenlesens und Unfallverhütens wurde und beigebracht. Parallel dazu bestaunte einen Teil des Zugs die Kollektivfahrschulstrecke (noch ohne Schnee) während ein anderer Teil lernte im Falle eines nie eintreffenden Falles den Unfallrapport auszufüllen.
Gut die Hälfte der Kompanie 6 durfte am Abend im Dunkeln noch den 12min Lauf draussen absolvieren. In der Halle war es einiges wärmer wo wir dann Fussball und Basketball spielten und den Hindernisparcours übungshalber absolvieren durften.

 
Woche 3
 

Entlich. Die Wochen mit Fahren beginnen.
Am Montag hatten wir die erste Kollektiv Fahrschule. Unser Zugführer vereinbarte mit uns eine Bussenliste. D.h. wenn wir einen Pilon überfahren, Rückwärtsfahren ohne Hilfsperson oder gar eine Landschaden verursachen, müssen wir einen gewissen Betrag in die Zugskasse legen. Schon am ersten Tag hatte der erst gekürte Kassier mehr als 200 Franken zu verbuchen. Ziel des Tages war es möglichst viel mit allen Fahrzeugen zu Fahren. Während den 7 Stunden Fahren hatten wir bloss eine halbe Stunde Mittagspause und nahmen dabei eine Lunch ein. Die Kompanie hatte am Abend noch einen Theorievortrag über Unfallverütung von Adj Weingartner auf dem Programm. Nach dem Vortrag war dann allen alles Unklar.
Am Dienstag der erste grosse schwerpunktmässige LKW Tag. Am Morgen die 3. Fahrstunde davon die zweite mit Anhänger. Mit dem IVECO cruisten wir nach Roggwil in ein Restaurant. Aber wir waren nicht allein, ein andere Fahrlehrer dachte ähnlich. Schwierigkeiten beim Fahren mit Anhänger sind die Kreisel und die Randsteine, zumindest für mich. Am Nachmittag dann die erste Theorielektion vom Programm der LKW Theorieprüfung. Thema: Signale. Davon gab es 4 Stunden zu erzählen, das weil ein LKW Fahrer speziell auf alle Höhen und Breiten Angaben achten muss.
Am Abend vor dem Ausgang fürchteten sich alle vor dem Wochentest. Doch die Angst erblasste als wir bemerkten, dass es nur eine Umfrage über die Küche und deren Arbeit war. Mittwoch und Donnerstag waren ähnlich. Ähnlich kalt und nass sowie ähnlich im Programm. In den beiden Tagen verschiessten wir zum ersten Mal scharfte Munition. ca. 80 Schuss auf die Distanz von 30m. Der Andere Teil des Zuges, durfte entweder die Sturmgewehrprüfung absolvieren, auf dem Manöverplatz Üben oder im Fahrsimulator sein persönliches Programm weiterfahren.
Am Freitag war das ähnliche Programm wie am Dienstag. Fahrstunde in Richtung Bern und Burgdorf und Theorie Thema Masse und Gewichte der LKW's.
Und dann...
Woche 3
est passé

 
Woche 4
 

Bereits Zuhause. Die Vierte Woche war die kürzeste seither. Mir kam es die ganze Woche vor, als ob man den Stoff was sonst in einer Woche wäre in vier Tage stopfte, denn jeden Tag war ein ghetz.
Am Montag durften wir endlich mal auf die Drill Piste. Ein bisschen Füsel Feeling unter den Mötis ist nicht schlecht, man sah redlich Spass in den Augen der Rekruten. Nebenbei schoss eine Andere Gruppe mit scharfer Munition in den KD Boxen das Test Programm. Eine andere Gruppe des Zuges hatte Theorie mit den Manipat über die verschiedenen Fehler oder Störungen und wie man diese zu beheben hat. Zum nächsten Halbtag waren die meisten im Fahrsimulator oder auf dem Manöverplatz.
Am Dienstagmorgen hatten wir Theorie übers Schneeketten montieren und dies an allen Fahrzeugen mit den verschiedenen Arten der Montage.
Am Nachmittag dann, fuhren wir die fast selbe Strecke wie in der Kollektiv Fahrschule 1, nur wurde dabei rundenweise gewechselt und so hiess dies Kollektiv Fahrschul 2.
Der Mittwoch war ein extrem schlimmer Tag. Innert 20 Minuten mussten wir PD/ID erledigt haben und bereit zum ABV sein. d.h. Schuhe putzen und Duschen und noch Pjama anziehen und schlafen. Den Tag durch hatten wir Selbststudium der LKW Theorie (C/E) und noch zuvor Fahrschule mit Fahrschulwagen und eine vierstündige Theorielektion.
Wo wir am Mittwoch aufhörten machten wir weiter am Donnerstag. Theorie büffeln. Eine weitere interessante Theorielektion über Motor, Getriebe, Turbo usw. im LKW. Am Nachmittag liessen wir uns Impfen worauf Zug 6einen ZS bekam. Anschliessend joggten wir im Tenü Sport entlang der Aare dieselbe Strecke welche am Montagabend unsere Walking Strecke war. Richtig gelesen. Wir walkten. Dies ist die Arme 22.
Nach dem Joggen. War dann bald verlängertes Wochenende. Juchui

 
Woche 5
 
 
Schon 5/21 vorbei.
Diese Woche war wohl die Fahrintensivste Woche bisher. Am Montag und Dienstag die Kollektivfahrten 4 und 3. Beide Marschstrassen führten durch enge Dörfer, Ausserortsstrassen mit möglichen 80 km/h und solche mit bloss 50 km/h. 50, weil eine Spur so eng war, dass min. 10 cm der Fahrzeugbreite (exkl. Spiegel) ausserhalb der Strasse waren. Es galt dabei zu entscheiden ob die 10cm am Strassenrand rechts oder auf der Gegenfahrbahn zu verstauen sind. Noch vor dem Vergnügen der Kollektiv FS 4hatten wir Anhängerkunde. D.h. Wo gehört welches Kabel hin, MPD beim Anhänger usw. Nach der Kollektiv FS 3 lernten wir den Wochenparkdienst kennen. Dazu kommt ein noch genauere Kontrolle am Ende einer Fahrt ( meistens am Freitag) als der TPD.
Am Dienstag vor dem Ausgang absolvierte die Kompanie einen Test, einen Richtigen Test. Nur leider konnten min. 5 Fragen nicht beantwortet werde, da wir die Themen noch nicht behandelten. Am Mittwoch war dann zum ersten Mal die LKW C/E Theorie im Salzhaus. Das interessante Thema diesmal. ARV 1. Lang: Arbeits und Ruhezeit Verordnung für LKW Fahrer. Dieses Thema ist besonders Wichtig im Zivilen, wenn man jemals Fernfahren werden will. Am Nachmittag des Mittwochs absolvierte ich die wohl schlechteste Lernfahrt mit dem LKW seit ich Stunden nehme. Ich hoffe nur die Prüfung in 2 Wochen im ersten Anlauf zu bestehen.
Der Donnerstag war wieder schön, besonders der Ausgang. Schön gemütlich und gutes Essen beendeten einen sonst schon guten Tag. Untertags hatten einen weiteren Manöverkurs; diesmal mit Anhänger, Zeit sich selbst weiterzubilden in der LKW Theorie. Beim anschliessenden Sturmgewehr schiessen zeigte der Hauptmann sein Drang nach Stangen. In meiner Gruppe hatten von 8 Rekruten 7 davon min. einmal keinen Schuss mehr im Magazin. D.h. Wer leer hat, zahlt. Leider leider hatte der Hauptmann zu wenig Durst für alle.
Am Ende der Woche hatten wir noch den ABC Anzug anprobiert. Meiner ist viel zu klein, ich würde keine Minute einen C Angriff überleben. Die SCHUMA wurde auf die Dichtheit überprüft mit Hilfe eines sehr bananisch riechenden Gases.
Abgerundet wurde der Tag mit Sport und Spass mit einem Turnier mit Fussball, Basketball und Unihockey.
Diese Woche wurde entschieden wer weitermacht oder wer nicht darf. ???
Nun ich bin keiner der nicht darf. Na ja. Habe mich eh schon ein Jahr dem Dienste verüflichtet.
 
Woche 6
 
 
Eine super Woche.
Die Fahrstunde in dieser Woche war eine der besseren, lediglich zwei unsanfte Bremsungen in Solothurn hätten mir die Prüfung versaut. Komisch war nur, dass beim Znüni in der Migros Langendorf schlussendlich zu bester Zeit 10 Rekruten unseres Zuges waren. Zufall????
In der sechsten Woche hatten wir viel Schiessen auf dem Programm. Zum einen in den KD Boxen und zum ersten mal im 300m Stand. Auf die Kurzdistand mit der Schuma hatte ich von 3 Testversuchen alle drei bestanden. Lediglich ein Schuss war ausserhalb des Flecks. Kurlig nur, dass ich ohne Schuma im BG 2 schlechter schoss als im BG 4 in voller Ausrütstung. Während die einen schiessten waren die Anderen auf der Drill Piste und drillten wild im BG 2 umher. Fotos sind vorhanden.
Ebenfalls war diese Woche wieder 2 mal einen halben Tag manövrieren mit Anhänger auf dem Programm. Die Zeichengeber oder auch Hilfspersonen genannt hatten Mühe mit der Kälte. Zum Glück haben die Lastwagen eine Heizung.
Am Donnerstag hatten wir noch die Inspektion, welche vom Hauptmann vorgenommen wurde. Der Zug im ganzen erhielt die Bewertung genügend. Die Vorführung ist aber auch dementsprechend gelaufen. Beim Üben konnten wir es besser.
Der absolute Höhepunkt war der Freitag. Die Kollektivfahrschule 5 mit Anhänger in der Region Büren a.A./ Limpach/ Bätterkinden. Einige lustige Sachen gab es dabei. So musste ein Radwechsel vorgenommen werden, die schnellste/kürzeste Route retour nach Wangen gesucht werden da der Tank gefährlich leer war und verfahren hatten sich fast alle Gruppen mindestens einmal, obwohl wir einen Karteneintrag machten. Auch Kinder hatten Freude an uns Militaris Mötis. Zur Mittagszeit salutierten Kindergärtler Burschen den braunen LkW zu. Am Ende der Woche hätten alle noch voll Gas geben sollen beim 12min Lauf. Einige taten es, so auch ich, ich erreichte 125m mehr als zum ersten Mal. Die Bilanz: 2. Woche 3050m und 80 Kilo Körpergewicht 6. Woche 3175m und 83 Kilo. In diesem Sinne ein Asymetrischer Dreisatz
 
Woche 7
 

brrrrrrrrrrrrrrrr
war das kalt beim Abtretten.
Die armen weitermacher wurden heute Morgen zu Soldaten befördert während die anderen sich den Schnuder abfrierten.
Nun zur Woche
An zwei Tagen der Woche hatten wir die Sani Ausbildung in Burgdorf. Dabei hatten wir Theoretische Test über die 4H, ABCDE sowohl auch der praktische Test im CPR. Jeder Rekrut musste dabei die"schweren" Test an den 2 Tagen bestehen. Wenn man mal Zeit hatte oder warten musste, konnte man ohne weiteres Fernseh gucken. Mann habens die schön....
Am Dienstag hatten wir die abschliessende Theorielektion über die Bremsanlagen und die Probefahrt der anstehenden LKW Solo Prüfung. Mir geriet eine miserable Fahrt dabei war ich voll nervös.
Am nächsten Tag dann war die Prüfung angesagt. 16/22 bestanden die Prüfung auf Anhieb. Die anderen haben noch eine zweite und allenfalls eine dritte Chance.
Die ganze Woche durch hatten wir ca. 7 Stunden Selbstudium Zeit um sich auf die Theorieprüfung vorzubereiten. (Woche 8)
Am Freitag morgen waren wir dann zum erstenmal im Chleihölzli und hatten die ABC Ausbildung mit Tränengas. Ausserdem übten wir den C-Alarm.
Hart auf hart ging es an der Zugschul Inspektion welche von Oberstlt Màder vorgenommern wurde. Zug 6 heisst neu Zug sehr gut. (klingt keinesfalls euphorisch)
Noch vor dem Abtretten mussten wir am Freitagabend das Militärsportabzeichen erkämpfen. Ich glaube kaum, dass ich es erreicht habe. Bei der Aushebung war mein körperlicher Zustand noch besser als im Dienst.

 
Woche 8
 
 
Nun ist bald Weinnachten, aber anstatt Wein gab es zum Schluss der Woche reichlich Bier. :-)
Die Küche übertraf sich jeden Tag in der letzen Adventswoche. Hühnchen, Rührei, Lachs, usw. gab es zu geniessen. In den 4 Tagen hatten wir aber trotzdem volles Programm. Am Montag wieder Abwechslungsweise die vorletzte Fahrstunde mit dem Anhänger und die letzte Lkw Theorielektion. Ein Rekrut hatte sogar das Vergnügen mit einem nicht M+ Fahrzeug Lkw, einem DAF rückwärts zu fahren. Am Abend im Dunkeln nahe des Vollmondscheins, hatten wir einen Orientierungslauf. 2 Züge an ca. 40 Leute rannten um die Wette. Die einen orientierten sich an den Strassen, andere hatten mehr Glück und konnten sich auf ihr Bauchgefühl verlassen und gingen über Stock und Wald zum nächsten Posten.
Auf die Geländepiste zog es uns am Dienstag. Dabei konnten wir Saurer 6/10DM, Steyr, Puch und Duro auf alle Schrauben testen. Schon ein geiles Gefühl wenn man das Metall hört quitschen. Noch interessanter ist die Überlegung, dass man mit den selben Fahrzeugen auch 80km/h fahren kann. Ein C-Alarm überraschte uns zur Mittagszeit. So mussten wir auf Nummer sicher gehen und fuhren noch 2h im BG 4 auf dem Gelände umher. Später hatten wir die Gelgenheit einen 6DM von Hand anzuschieben. Zug 6 ist neu der Zug extra stark.
Das Highlight dieser Woche war bestimmt die Kollektiv 5.Schon interessant welche Erlebnisse nach einem Tag unterwegs auftauchen. So z.B. kamen wir in den Stau, mussten die Tour abkürzen und alles retour auf die Autobahn nur weil ein Chauffeur ein Baugerüst mitriss und die Strasse blockierte. Tja schön wärs gewesen über den Passwang. Nun wie auch sei, wir fuhren nach Balsthal bis nach Hölstein, von dort nach Liesthal und nach Olten über den balbla ??? Pass. Am Ende der FS noch vor Olten kamen uns 2 Kollegen aus dem Zug 6 entgegen?? wer fuhr falsch?
Ebenfalls waren einige bei Beinwil am See geradeaus nach Sempach fische zählen, anstatt nach Reinach der Marschstrasse entlang. Am Ende der Kollektiv 5 fehlten sogar auf einer Einlagescheibe eine Stunde Fahrzeit, aber es war keine Ruhezeit, also doch Fahrzeit nur erreichte man nie mehr als 5km/h weil der Lkw in einer engen Quartierstasse stecken blieb und sich aus dem Schlamassel manövrieren wollte.
Einige konnten erleichtert in den Urlaub gehen, denn am Donnerstag war der Theorietest zur Lkw Prüfung angesagt. Von ca. 150 Rekr hatten 25 keinen Erfolg und müssen nochmal über die Bücher. Nach einen Theorie nachmittag mit der Sicherheitspolitik und div. Kompanieausprachen war dann entlich das Abtretten. Wir, Zug 6, hatte sogar ein verabschieden. Sniff
Verabschieden von unseren treuen, coolen und dienigen Zugführer Wm A. Kuster. Im Namen des ganzen Zuges noch mal ein dickes Dankeschön für die letzten/ersten 8 Wochen und besonders für die letzten Stunden. (feines Essen)
 
Woche 9
 
 
Nach zweieinhalb Wochen Urlaub über Weihnachten und Neujahr vermissten alle schon das Salzhaus in Wangen. Natürlich waren alle froh, dass sie am 11.00 am Montag wieder auf dem Zimmer sein durften.
Gleich am Nami wurde uns der neue Zugführer Bolliger vorgestellt, welcher noch für die letzten 4 Wochen, welche wir in Wangen verbringen, begleitet. Schon am Nachmittag hatten wir die erste Grundschullektion dabei ging es um funken im Team, aufsuchen der Gegner und anschleichen um einen Code zu finden. Dies alles im Wald mit dem Tenü grün, auch im Gesicht. Lange schmückten uns aber Grün Braun nicht das Gesicht, denn wir hatten schon am Montagabend den FAK Ausgang bis 23.00. Dafür aber durften wir uns wieder am Dienstagnachmittag mit grün braun bemalen. Am Dienstagvormittag stand das Wettschiessen auf dem Programm, dabei galt es mindestens 72 von 85 Pukten zu erreichen, damit man am Freitagabend heimgehen kann und sich später auf dem Ausgänger ein zusätzlicher Pin aufkleben darf. Am Mittwoch war Abschlussinspektion der AGA. In den Bereichen Stgw handhabung, ABC Anwendung und Sanitätsdienstausbildung wurden wir streng geprüft. Am Abend des Mittwochs bei kalter Nacht durften wir uns wiederum schminken mit den bekannten Farben, denn wir hatten eine Nachtübung. Sowohl Nachtschiessen bei Beleuchtung und Beobachten mit allen Sinnen und dem RLV wie auch anschleichen und versuchen zu vermeiden, dass man nicht gefunden wird mit dem RLV machten Spass. Sollte es zumindest.
Mit wenig Schlaf, aber trotzdem das mindeste, übten wir am Donnerstagmorgen weitere Stunden auf dem Manöverplatz mit dem Anhänger. Dasselbe auch am Freitagmorgen. Beide Male kam ein aussergewöhnlicher Beusch. Am Donnerstag Nachmittag galt es zum weiteren Mal ernst, wir absolvierten die letzte allgemeine Fahrstunde, dabei wurde wiederum deftig geübt beim Manövrieren. Am Freitag kurz vor dem Wochenende wurden 9 von 24 Rekruten im Zug enttäuscht, denn sie bestanden die Fahrprüfung mit dem Anhänger nicht auf Anhieb. Zum Trost für die einen war dann am 18.30 Leistungsabtreten.
 
Woche 10
 
 
Fast die Hälfte der RS ist mittlerweile erreicht. Nach 10 Wochen haben die meisten Rekruten bereits die LkW Prüfung so gut wie in der Tasche. So gut wie, weil man noch in den letzten drei Wochen vor der Verlegung brav bleiben muss, sonst wird kein Antrag auf den CE Ausweis gestellt.
Nun zur Woche. Durch die ganze Woche durch waren fünf vom Zug erkrankt oder hatten nach dem 15 km Marsch vom Montag Nachmittag ein Wehwechen. Noch vor dem Abmarsch hatten wir mit Zug 5 am Morgen des Montags eine erste von vielen Lektionen Grundschule. Dabei erlernten wir Festnahmen welche auch im Privaten zur Selbstverteidung helfen können. Im Wald versuchten wir ein Puch und Duro am Nami noch zu vergraben, wir liessen es aber und tarnten es lediglich mit Tarnnetzen und Ästen. Am Dienstag waren dann weitere Lektionen der Grundschule nötig dabei ging es um Wachdienst, Fahrzeugkontrollen, Festnahmen aus Fahrzeugen. Am Mittwoch hatten wir noch das Wachdienst schiessen wo wir erlernten wie wir uns bei Situationen verhalten müssen. Jeder Rekrut hatte eine andere Toleranzschwelle bei den Situationen, einige hätten ziemlich früh einen Warnschuss abgegeben.
Nach dem Wachdienstschiessen durften wir noch Kurz und Seriefeuer einstellen. Ist noch ein tolles Erlebnis, nach vier Jahren nur Einzelfeuer im Jungschützenkurs auf einmal sechs Schuss auf einmal zu verballern. Die Zielscheibe sah nach ca. 200 Schuss aus wie ein Schweizer Käse mit mehr Luft als Käse. Am Nachmittag hatten wir eine interessante Abschlussübung vom Wachdienst. Es galt dabei einen Bunker zu bewachen. Dazu gab es Eindringlinge, Gäste, und Demonstranten welche zu bewältigen waren. Am Donnerstag hatten wir wieder etwas Lastwagenmässiges. Das Thema Ladungssicherung verpasste ich leider wegen Nachschulung, aber das Thema Seilspiel war interessant. Wir zogen einen Steyr mit einen 6 und zusätzlich 10 DM einen Hang hinauf. Wer weis vielleicht hilft dies in der VBA weiter. Es ist immer wieder erstaunlich was diese alten Militärlastwagen alles können. Der Freitag war wieder etwas lockerer. Aber die Hälfte des Zuges mussten fast kotzen, weil sie beim Schuma Marsch durch den Schützengraben eine Dosis Tränengas abbekamen. Der C-Alarm ist ausgeblieben und alle liefen wie Schaafe direkt ins Tränengas. Nach dem Armeeseelsorger marschierten wir noch 5km mit der Schuma komplett Ausrüstung umher und dann war der Tag fast gelaufen. Wir füllten noch die CE Prüfung Antragsformulare aus und danach hatten wir Zeit alles zu putzen und sich von den abtretenden Kaderanwärter zu verabschieden. Viel Spass allen in Airolo. Am 17 Uhr hatten wir dann bereits Feierabend nach einer bisher schlimmen Woche mit kaum einer Stunde Fahrzeit mit einem Lkw.
 
Woche 11
 
 
Eine wieder etwas easyere Woche.
Anfangswoche hatten wir den Repetitio-Test. Dabei wurden einige Fachdienste testmässig jedem Einzelnen abgenommen. Zu den Testbereichen gehörten kettelen, Räder wechseln, Anhänger 87 an Duro ankuppeln, Tagesparkdienst genau durchführen und am Schluss hatten wir einen Lkw Theorietest. Zum Schluss gab es eine Zugsauswertung. Der Zug 6 stellt bisher der Führende der Kompanie.
Am Dienstag und die ganze Woche eigentlich fehlte unser Zug am AV weil wir schon am Morgen stressen mussten um rechtzeitig an Ort zu sein. Am Dienstag Vormittag fuhren wir ab um im Stockertal den Schleuderkurs zu besuchen. Genau ein Schleuderkurs mit den Militärlastwagen. Es war extrem beeindruckend. Ein LKW reagiert vollkommen anders als ein PW. Erstaunlich war auch der Unterschied zwischen einem alten Sauerer ohne ABS und einem modernern IVECO. Von Unfällen wurden wir fern gehalten, dafür hörten wir dauernd die Reifen quitschen.
Am Mittwoch beim allerschönsten Wetter fuhren wir aus. Die Marschstrasse der Kollektiv 7 führte rund um die 3 Seen, den Lac de Bienne, Murten und Neuchatel. Wahrlich das gute kommt zum Schluss. Es war fast zu schade selber am Steuer zu sein, diese Landschaft rundherum wollte jeder aus dem Beifahrersitz aus beobachten. Dies war vermutlich der Grund warum sich bis zur Mittagszeit alle mindestens einmal verfahren hatten. Zum Zmittag in Romont nahe der Panzerpiste oder so, kochten wir zum ersten Mal Jonny (Dose mit Futterbohnen drinnen) mit dem Notkocher.
Gegen Ende der Woche hatten wir noch zwei Tage lang die interessante WABRA Ausbildung wir erlernten das Geschick mit dem Hackengerät beim 6x6. Ausserdem luden wir vom Zugfahrzeug auf den Schlittenanhänger um. Tja erstaunlich an den Lastwagen war die Vielfältigkeit. Theoretisch könnte man damit irgendeinen herumstehenden Container aufladen und in die Kaserne nehmen. 3 Abende durch die Woche hatten wir je einen Waffenlauf, einen weiteren Orientierungslauf und noch 2 Stunden Spiel, Spass und Sport in der MZH.
 
Woche 12
 
 
Nun die ganze Woche hatten wir ADR SDR Kurs. D.h. Gefahrengutkurs. Am Ende der Woche hatten alle Rekruten den Grundkurs- und den Tankkurstest mit Erfolg bestanden und dürfen absofort auch Gefahrgut transportieren.

Nebenbei an diversen Abenden hatten wir Sport in der Turnhalle, Wochenparkdienst der IVECO 4x4 oder den Zugsabend an welchem wir nach Roggwil Kart Fahren gingen. Für einig war es Plausch für andere zu plauschig, es wurde teils gefährlich gefahren, falls man dem überhaupt fahren sagen darf.
 
Woche 13
 
 
Die letzte Woche in Wangen a. A. ist passé. Schade, gerade zum Schluss vertragten sich alle wieder miteinander und schon müssen sich alle trennen. Am Montag dem 11.2.2008 beginnt für jeden Soldat (Neu) die VBA. Dabei wurde der ganze Verband der Möttis schweizweit zerstreut, die meisten kommen nach, Bremgarten, Frauenfeld, Romont, Payerne, Genf, andere haben weniger bekannte Orte wie Bürre oder Stans (ich).

Die letzte Woche war fast wie die erste. Warten warten Material und Fahrzeuge abgeben dann wieder warten usw.
Speziell war es am Donnerstag, da hatten wir ein Defilee (weiss nicht wie man das schreibt) durch die Altstadt Wangen. Zusammen mit 2 Kompanien der Rttg Truppen marschierten wir im Marschschritt über die Brücke durch beide Tore, dazwischen gab es vor einigen hohen Tieren (Major und mehr) ein Achtung rechts!!! und schon war dann der Spuck wieder vorbei.
Am Vortag bei Regen und Sonnenschein marschierten wir noch 25km der Aare entlang. Der 15km Marsch war aber für einige anstrengender.

Tja nun zum Schluss der FGA und AGA möchte ich dem Zug, den Kollegen, dem Kader und den Ausbildner danken für die schöne Zeit in Wangen.
 
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